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Der Werkzeugführerschein

Ein offenes Angebot des Fachbereichs Werken am Institut für Grundschulpädagogik der Universität Rostock


Modul 4: Die Arbeit mit der Japansäge

Abschnitt 1: Die Japansäge: Einführung

Das vorliegende Modul widmet sich der Japansäge als ein weiteres Werkzeug zum Trennen von Holzwerkstoffen. Im Zusammenhang mit der Feinsäge (Modul 2) wurden bereits Grundlagen zum Prozess des Sägens thematisiert, die hier vorausgesetzt werden.







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Die Module im Überblick


Modul 7


Modul 7





Abschluss


Abschluss





Modul 7->Abschluss





Modul 6


Modul 6





Die Arbeit mit dem Hammer


Die Arbeit mit dem Hammer





Modul 6->Die Arbeit mit dem Hammer





Modul 5


Modul 5





Die Arbeit mit der Feile/Raspel


Die Arbeit mit der Feile/Raspel





Modul 5->Die Arbeit mit der Feile/Raspel





Modul 4




Modul 4





Die Arbeit mit der Japansäge




Die Arbeit mit der Japansäge





Modul 4->Die Arbeit mit der Japansäge





Die Japansäge: Einführung




Die Japansäge: Einführung





Die Arbeit mit der Japansäge->Die Japansäge: Einführung





Arbeiten mit der Japansäge




Arbeiten mit der Japansäge





Die Arbeit mit der Japansäge->Arbeiten mit der Japansäge





Die Japansäge: Modulabschluss




Die Japansäge: Modulabschluss





Die Arbeit mit der Japansäge->Die Japansäge: Modulabschluss





Modul 3


Modul 3





Die Arbeit mit der Laubsäge


Die Arbeit mit der Laubsäge





Modul 3->Die Arbeit mit der Laubsäge





Modul 2


Modul 2





Die Arbeit mit der Feinsäge


Die Arbeit mit der Feinsäge





Modul 2->Die Arbeit mit der Feinsäge





Modul 1


Modul 1





Zur Arbeit mit Holz in der Schule


Zur Arbeit mit Holz in der Schule





Modul 1->Zur Arbeit mit Holz in der Schule






Die Japansäge

Die Japansäge hat im Laufe der Jahrhunderte eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und sich zu einem Präzisionswerkzeug entwickelt, das von Zimmerleuten, Tischler:innen und weiteren holzverarbeitenden Handerwerker:innen weltweit geschätzt wird.

Bestandteile und Aufbau

Viele europäische Sägen, wie der Fuchsschwanz oder einige Feinsägen, arbeiten (schwach) auf Stoß (vgl. Feldhaus, 1921).
Die Japansäge arbeitet jedoch immer auf Zug, was ein dünneres Sägeblatt ermöglicht, woraus eine feinere Schnittfuge und weniger Kraftaufwand beim Arbeiten resultieren (vgl. Kremer, 2019).
Der Schnittwinkel von Japansägen beträgt also über 120°, weshalb der Spanabtrag beim Zurückziehen der Säge stattfindet (vgl. Heimrath, 1985, S. 156)
Bei genauerer Betrachtung der Sägezähne fällt auf, dass diese bei unterschiedlichen Japansägen auch verschieden aussehen können.
So haben Sägeblätter mit Trapezverzahnung wechselseitig geschliffene Sägezähne mit je drei Schneidfasen (siehe Tabelle 2).
Ein Sägeblatt mit Dreiecksverzahnung besteht, wie der Name bereits andeutet, lediglich aus dreieckigen Sägezähnen (siehe Tabelle 2).
Universalverzahnungen stellen eine Mischform der genannten Verzahnungen dar, haben also dreieckige, wechselseitig geschliffenn Sägezähne mit je zwei Schneidfasen (siehe Tab. 1).

Tab. 1: Verzahnungen bei Japansägen (eigene Darstellung)

Trapezverzahnung Dreiecksverzahung Universalverzahnung
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Unabhängig von der Art der Verzahnung sind beinahe alle Sägeblätter der Japansäge, außer bei Dübelsägen, geschränkt. Die Schränkung erzeugt eine breitere Sägefuge als das Sägeblatt breit ist und verhindert somit das Verklemmen des Sägeblattes (siehe Abb. 1) (vgl. Kremer, 2019).

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Abb. 1: Sägeblatt mit Schränkung, Ansicht von vorne (links) und von unten (rechts) (eigene Darstellung)

Eine größere Schränkung von etwa 0,15 bis 0,35 Millimetern ermöglicht eine bessere Korrigierbarkeit der Sägerichtung, bedingt allerdings eine unsaubere Schnittfläche (vgl. o.A., o.D.). Eine geringere Schränkung von 0,1 bis 0,15 Millimetern schränkt die Korrigierbarkeit der Sägerichtung ein, führt aber auch zu sehr sauberen Schnittflächen (vgl. ebd.).

Oftmals können die Sägeblätter der Japansäge einfach ausgewechselt werden.

Die Zahnteilung der Säge, also der Abstand von Zahnspitze zu Zahnspitze, beeinflusst die mögliche Geschwindigkeit beim Sägen und die Sauberkeit der Schnittflächen. Eine größere Zahnteilung führt zu einer höheren möglichen Geschwindigkeit beim Arbeiten, bedingt aber auch weniger saubere Schnittflächen, als bei einer kleineren Zahnteilung, die dafür auch eine geringere Schnittleistung hat (vgl. o.A., o.D.).

Dreiecksverzahnungen haben meist eine größere Zahnteilung von vier bis fünf Millimetern, während Trapez- und Universalverzahnungen eine Zahnteilung von 1,5 bis 3,5 Millimetern hat (vgl. ebd.).
Auch die Dicke des Sägeblattes kann zwischen verschiedenen Japansägen variieren.

Im Vergleich zu anderen Sägen sind die Sägeblätter der Japansäge jedoch sehr dünn. Dies ist möglich, da sie auf Zug arbeiten.

Der Griff einer Japansäge besteht ursprünglich aus Holz und ist mit Rattan umwickelt (vgl. o.A., o.D.). Diese Griffe kommen auch heutzutage noch häufig vor, wobei bei günstigeren Modellen das Rattan zum Teil durch Kunststoff oder minderwertiges Flechtmaterial ersetzt wird (vgl. ebd.). Auch Griffe aus anderen Holzarten, wie beispielsweise Erle, können erworben werden. Insbesondere für den Außeneinsatz gibt es gummierte Griffe, die besonders robust und rutschfest sind (vgl. ebd.).

Die Sägeblätter, die bei der Japansäge immer auswechselbar sind, werden entweder durch eine Schraube, die von unten in den Griff hineinführt, fixiert oder durch eine quer durchs Sägeblatt laufende Schraube am Griff befestigt (siehe Abb. 2).

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Abb. 2: Fixierung des Sägeblatts (eigene Darstellung)


Gängige Typen von Japansägen

Unter dem Begriff der Japansäge wird nicht ein spezielles Handwerkzeug verstanden. Vielmehr sammeln sich unter der Bezeichnung verschiedene Typen von Sägen, die jeweils spezielle Merkmale und situationsabhängig unterschiedliche Anwendungsspezifika aufweisen. Gängige Formen von Japansägen sind in Tab. 2 dargestellt. Auf diese soll nachfolgend etwas detaillierter eingegangen werden.

Tab. 2: Gängige Sägetypen bei Japansägen (eigene Darstellung)

Sägetyp Verzahnung Anwendungsfeld Bild
Dozuki Trapezverzahung extrem präzise, dünne Schnitte quer zur Faserrichtung
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Ryoba Trapezverzahnung und Dreiecksverzahnung an je einer Seite des Sägeblattes Quer- und Längsschnitte bei schnellem Arbeiten, aber weniger feinen Schnittflächen als bei der Dozuki möglich
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Kataba Trapezverzahung lange Querschnitte, wobei es keine Begrenzung der Schnitttiefe gibt, da kein Rücken vorhanden ist
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Dozuki-Sägen

Dozuki-Sägen haben immer eine Trapezverzahnung und sind somit besonders gut für Schnitte quer zur Faserrichtung geeignet (siehe Abb. 3) (vgl. Kremer, 2019).
Sie zeichnen sich durch eine Rückenverstärkung aus, die eine begrenzte Schnitttiefe bedingt (vgl. ebd.). Dieser Typ von Japansägen erzeugt präzise, dünne Schnitte mit kleinsten Schnittfugen und kann auch für Schrägschnitte beim Anschneiden von Schwalbenschwanzverbindungen eingesetzt werden (vgl. Kremer, 2019).

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Abb. 3: Dozuki (eigene Darstellung)

Ryoba Japansägen sind doppelseitig verzahnt, haben also an beiden Seiten des Sägeblattes Sägezähne, die jedoch unterschiedlich verzahnt sind (siehe Abb. 4) (vgl. Kremer, 2019).
An einer Seite hat eine Ryoba eine Trapezverzahnung für Querschnitte und an der anderen Seite des Sägeblattes eine Dreiecksverzahnung für Längsschnitte (vgl. ebd.). Diese Art der Japansäge ist also universell einsetzbar. Jedoch ist die Trapezverzahnung der Ryoba weniger fein als die der Dozuki und erzeugt somit einen breiteren Sägeschnitt (vgl. Kremer, 2019).

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Abb. 4: Ryoba (eigene Darstellung)

Der dritte Typ von Japansägen ist die Kataba (vgl. Abb. 5). Sie hat eine einseitige Verzahnung, jedoch keinen Rücken und ist somit für tiefere Schnitte gut geeignet (vgl. o.A., o.D.). Auch sie hat eine Trapezverzahnung und kann für Schnitte quer zur Faserrichtung eingesetzt werden. Neben dem fehlenden Rücken unterscheidet sie sich außerdem darin von der Dozuki, dass sie durch ihre größeren Sägezähne auch für größere Querschnitte geeignet ist (vgl. o.A., o.D.).

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Abb. 5: Kataba (eigene Darstellung)


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