Jörg Lohrer
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    *Ab hier das selbst geschriebene* Hilflos vor der Hotpants Kleiderordnung? Die Kleiderfrage ist schon länger eines der umstrittensten Diskussionsthemas an Schulen, in der immer wieder die Einführung einer Kleiderordnung diskutiert wird. Nicht immer sind sich auch speziell Lehrer und Schüler in diesem Thema einig. Im Folgenden wird der Kommentar der Autorin Violetta Simon „Hilflos vor der Hotpants“ analysiert, der in der Zeitung "Die Süddeutsche" am 07.07.2019 veröffentlicht wurde. Der vorliegende Artikel lässt sich in die Textart des Essays einordnen. In diesem Artikel stellt die Autorin auf wertende Art und Weise ihre Meinung zur Notwendigkeit einer Kleiderordnung dar/thematisiert ob Verbote überhaupt zu etwas führen auch zeigt die verschiedenen Meinungen der Gesellschaft auf, und arbeitet sich im Zuge dessen an einem Artikel ab, der in der TAZ veröffentlicht wurde. Im Folgenden wird die Argumentation der Autorin analysiert, wobei auf inhaltliche sowie sprachliche Aspekte des Texts der Autorin eingegangen werden soll. Bei dem sprachlichen Aufbau des Textes, ist dieser Essay vom Anfang an ungewöhnlich. Texte sind meistens so aufgebaut, das der Anfang den Leser aufmerksam macht, und die Leser das wichtigste im Hauptteil vermittelt bekommen. Violetta Simon macht aber das genaue Gegenteil, denn schon in ihrer Einleitung(im ersten Satz) zeigt sie ihren Lesern das Problem auf - welches man auch schon an der Überschrift „Hilflos vor der Hotpants“ erkennen; und das sie ab diesem Punkt immer wieder auf die selbe Thematik/Problematik anspielt , z.B. durch ähnliche Wörter. In den ersten beiden Zeilen schreibt sie „Die Hitze ist da - und mit ihr die hitzigen Debatten zum Thema Kleiderordnung an Schulen“, das ist die finale These dieses Textes, dieser Satz enthält alle wichtigen Informationen zum Thema und weißt auf alle Sachverhalte hin. So zeigt „Die Hitze ist da- und mit ihr die hitzigen Debatten“(Zeile 1) auf das durch die Hitze, erst überhaupt kürzerer Stoff benötigt wird aber auch das, dass umstrittene Thema ist , bei es wohl auch viele verschiedene hitzige Temperamente gibt , und somit ein Aufeinandertreffen der verschiedener Meinungen. Dieser erste Teil des Satzes beschreibt die verschieden Gefühle zu diesem Thema. Somit ist der Leser sofort mit der Thematik vertraut. „Debatten zum Thema Kleiderordnung an Schule“, zeigt auf wo der Ort des Geschehens ist und worüber diskutiert wird. Genau das ist es allerdings , dass die Interesse beim Leser weckt, und dafür sorgt, dass dieser auch weiter liest. Der Text lässt sich in genau in 6 Sinnesabschnitte unterteilen. Im ersten Abschnitt (Zeile 1-15) führt die Autorin den Leser in die zentrale Thematik ein und erklärt das Thema und wie die verschiedenen Meinungen dazu aufkommen. Im zweiten Abschnitt (Zeile 16-34) möchte die Autorin mit einem Beispiel aufzeigen was passieren kann wenn es eine Kleiderordnung gibt und auf welche Art von Entgegnungen sie trifft, dabei nennt wichtige polarisierende Begriffe der Thematik. Im dritten Abschnitt (Zeile 35-50) knüpft die Autorin das Beispiel im 2ten Abschnitt an und sucht nach dem eigentlichen Problem und dem Hauptgrund warum die Diskussion um Kleidung aufkommt. Dabei werden auch die möglichen Optionen der Antwort auf diese Frage abgewogen, wobei die Antwort darauf sich aber selbst vermitteln soll, da es rhetorisch erfragt wird Im vierten Abschnitt (Zeile 51-59) stellt sie fest an was eine Kleiderordnung nicht scheitern darf und was für sie auf keinen Fall einer Grundlage für sie darstellt Im fünften Abschnitt (Zeile 52-78) bezieht sie sich auf allgemeine Werte und Normen, und versteht das Schule sowohl Arbeitsplatz als auch Treffpunkt der Jugendlichen verbindet, für Lehrer aber nur Arbeitsstätte und Schule somit eine ganzandere Bedeutung für sie hat. Im sechsten Abschnitt (Zeile 79-118) schlussfolgert sie aus allen Abschnitten für sich die in ihren Augen beste Lösung und vertritt diese. Durch das Beantworten ihrer eigenen Frage, mit einer eindeutigen Antwort (Zeile 87-89), stellt sie dar, dass es keine andere Lösung als die Aufgeführte geben kann. Die Reihenfolge der Argumente ist sinnvoll. Sie überzeugt den Leser, die wichtigsten werden zu einem überlegten Zeitpunkt ausgespielt. Häufig wirft die Autorin viele Fragen und Unklarheiten auf , um für diese eine umfassende Lösung zu finden, oder aber sie weißt auf Missstände hin , und erläutert warum diese zu beseitigen sind Die Klassifikation der Argumente ist größtenteils vorhanden ,jedoch nicht immer ist es aber auch schlüssig, den somit kann etwas das wichtig bei einem Argument ist es unglaubwürdiger machen. In Zeile 51-59 führt die Autorin auf Grundlage eines Taz-Berichtes auf, jedoch hat sie diese zuvor als schlechtere Quelle dargestellt, den mit „In jedem Fall-darin liegt die Verfasserin des taz-Artikels richtig“(Z.51-52), lässt die Autorin die Frage bewusst aufkommen, ob den sonst etwas an den Artikel richtig wäre und auch unbewusst die Frage, ob es dann nicht wahrscheinlicher ist das der ganze Artikel falsch ist. Auch in einem anderen Abschnitt des Textes lässt sie die Texte des taz fraglich rüberkommen, in dem Simon etwa um Begriffe die in einem Artikel der Taz vorkommen, Anführungszeichen setzt und es somit albern erscheinen lässt. Somit macht sie auch ihr eigenes Argument das darauf basiert alberner. Jedoch der Evidenzbeweis den die Autorin in Zeile 63-65 nutzt, manipuliert den Leser unterbewusst, da er eine Situation so wiederspiegelt das der Leser selbst das Gefühlt hat das gerade zu denken/sich in der Situation wiederspiegelt. Somit ist der Leser sofort mit den Gedankengängen einverstanden, und somit auch mit der Schlussfolgerung. Das jedoch nach den zwei zu vorigen auf Manipulation und auf einer von der Autorin offensichtlich schlecht dargestellten Argumente, hebt sich das folgende Argument (Zeile - ) Die Klassifikationen eines Arguments sind jedoch in diesem Text nicht immer gegeben ,vor allem in ihrer Schlussfolgerung (Zeile 86-117)sind diese fehlend. Die Autorin schafft dort einfach Tatsachen und bergründet diese nicht .Sie stellt ihre eigene Lösung für das Problem vor ohne diese zu festigen in dem Sie auf Tatsachen verweist. An anderen Stellen aber benutzt die Schreiberin aber die üblichen Klassifikationen (Bsp. Zeile 28 ,Praxisbeweis),was zeigt das sie diese nutzten kann und somit ihre Aussagen im Schlussteil einfach nicht schlüssig sind. Formal ist der Text mit Unterüberschriften in 3 Teile unterteilt. Besonders beim hier vorliegenden Text am Layout ist, dass der gesamte Text in Serifenschrift gedruckt ist und über zwei hinzugefügte fettgedruckte „Zwischenüberschrift“ verfügt, welche wahrscheinlich durch die Journalisten der Süddeutschenzeitung hinzugefügt wurden. Die Autorin lässt ihre Meinung und Vorstellungen häufig einfließen z.B. durch Anführungszeichen (Zeile 20/25-26) oder das Antworten auf ihre eigenen Fragen, kommt durch ihre Antwort deutlich auch ihre Meinung zum Vorschein „Keinesfalls“(Zeile 87-89).Diese Meinung unterstreicht die Autorin an dieser Stelle besonders, da die sie die Fragen vorher auflistet (Enumeratio), es aber auf all diese fragen nur eine Antwort , die somit eindeutiger zu sein scheint, gibt. Doch durch die längeren Sätze am Ende des Textes (z.B. Zeile 99-105/110-115/usw.),soll ihre Schlussfolgerung für die sie im ganzen Text hinarbeitet glaubwürdiger erscheinen/ernster erscheinen, und auch als Apell wirken. Violetta Simon verwendet viele sprachlich Stilmittel: Durchgehend Ironie, es gibt eine große Diskrepanz zwischen Inhalt und Sprache --- *bis hier das selbst geschriebene* # Texterörterung ## Gliederung der Texterörterung: ### A. Einleitung #### a. kurze, interessante Einführung in die vorliegende Thematik #### b. Aufgabenstellung durch Verwendung des erweiterten Infinitiv #### c. Autor, Textgattung, Titel, Erscheinungsjahr, Erscheinungsort, Thema ### B. Hauptteil #### III. Erfassung der Kernaussagen - Zentrale These der Vorlage als Zitat - Wiedergabe der Behauptungen (Argumente) im Konjunktiv unter Verweis auf den Originaltext #### IV. Analyse der Argumentation ##### a) Beurteilung de Argumentationsstruktur auf Vollständigkeit und Schlüssigkeit ##### b) Bewertung de verwendeten Argumentationsklassifikationen ##### c) Untersuchung der verwendeten Sprache (Syntax, Semantik, Sprachniveau) HINWEIS: a), b) und c) können auch gleichzeitig auf jedes Argument angewendet werden, zur Vermeidung eines dreifachen Durchgangs. #### V. Stellungnahme zu den Aussagen des Verfassers ##### c) Überleitung von I. durch knappe, reflektierende Bewertung der Textvorlage ##### d) Erörterung der Behauptungen des Autors ###### 4. Behauptung: persönlicher Standpunkt one These und Antithese ###### 5. und alle weiteren Behauptungen analog zu 1. ### C. Schluss #### a. abschließende Bewertung der Thematik ## Text https://www.sueddeutsche.de/bildung/kleiderordnung-in-der-schule-hilflos-vor-den-hotpants-1.2555058-0#seite-2 ### Hilflos vor den Hotpants - ***Violetta Simon*** *Schüler und Lehrer werden sich in Kleiderfragen nie einigen können. Trotzdem sollten sie über die Wirkung von Hotpants und Baggyjeans sprechen.* Die Hitze ist da - und mit ihr die hitzigen Debatten zum Thema Kleiderordnung an Schulen. Jedes Jahr aufs Neue wird darüber diskutiert, wie durchsichtig ein Shirt, wie kurz eine Hose und wie dünn die Träger eines Tops sein dürfen. Dabei stehen sich zwei Lager gegenüber: die Befürworter einer Kleiderordnung, die finden, dass knappe Kleidung an Schulen nichts verloren hat. Und die Vertreter des Textil-Liberalismus, die jegliche Reglementierung ablehnen, weil sie darin eine Vorverurteilung sehen - sowohl der Mädchen (Provokation!) als auch der Jungs (potenzielle Täter!). Wie übertrieben hoch die Wellen der Aufregung mitunter schlagen, zeigt etwa ein Kommentar der taz. Es geht darin unter anderem um die Entscheidung einer Werkrealschule in Baden-Württemberg, "aufreizend" gekleideten Schülern ein großes T-Shirt überzuziehen. Die Autorin unterstellt der Schulleitung, die jungen Mädchen als Provokateurinnen darzustellen, die selbst schuld seien, wenn sie Opfer eines Übergriffs würden. Es fallen Begriffe wie "Rape Culture" und "Victim Blaming". In dem Artikel entrüstet sich die Autorin außerdem über den Schulleiter eines Berliner Gymnasiums, der seine Schülerinnen aufforderte, wegen in der Turnhalle untergebrachter Flüchtlinge keine Miniröcke oder kurzen Hosen zu tragen und den Asylbewerbern nicht direkt in die Augen zu schauen. Im taz-Artikel wird daraus ein Beweis für Sexismus und Rassismus. **Ein Akt der Hilflosigkeit** Zugegeben, die Argumentation des Direktors war fragwürdig, womöglich zeugt sie auch von Ignoranz oder gar Dummheit. Vor allem aber handelt es sich bei der Anweisung um einen Akt der Hilflosigkeit, wie sie bei der Debatte so häufig zu finden ist. Diese Hilflosigkeit ist immer dann zu spüren, wenn die Verantwortlichen nicht sagen können, wo das eigentliche Problem liegt: Sind es die Mädchen, die knappe Kleidung tragen, und die Jungs, die ihre Boxershorts aus den Baggypants hängen lassen - ohne sich über die Wirkung bewusst zu sein? Sind es jene, die sich davon angezogen oder kompromittiert fühlen? Geht es um persönliche Freiheit und möglicherweise überholte Vorschriften? In jedem Fall - darin liegt die Verfasserin des taz-Artikels richtig - brauchen wir eine Schule, in der sich Mädchen sicher fühlen und weder Jungs noch Lehrer als potenzielle Täter abgestempelt werden. Denn wenn junge Mädchen und Frauen sich nur bedecken, damit sie später nicht selbst schuld sind, wenn sie angegrapscht werden, ist die Idee mit der Kleiderordnung das Geld für den Stoff nicht wert, der zur Verhüllung verwendet wird. Kleidung strahlt eine Botschaft aus. Immer. Deshalb sollte man einem Lehrer durchaus zugestehen, zu fragen: Warum trägt das junge Mädchen, das da vor mir sitzt, ein durchsichtiges Top, wenn sie - mehr oder weniger freiwillig - hier ist, um Mathe zu lernen? Sie zieht sich ja bei einer Familienfeier auch anders an als im Club oder am Strand. Die Antwort findet man jedoch nicht, indem man über die vermeintliche Sexualisierung der Schülerinnen lamentiert. ~~**Schule - Lebensraum und Arbeitsstelle**~~ Um die Debatte voranzubringen, müssen die Verantwortlichen verstehen, dass der Begriff Schule für Schüler und Lehrer eine unterschiedliche Bedeutung hat: Für die Kinder ist es ein Lebensraum. Für die Erwachsenen eine Arbeitsstelle. Wo Menschen arbeiten, existiert in der Regel ein Dresscode. Wo sich Jugendliche begegnen auch - nur ein vollkommen anderer.

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