# Prototypefund Bewerbung
GitHub/BitBucket Accounts: pajowu
An welchen Open-Source-Projekten hast Du/habt Ihr bisher gearbeitet?
https://github.com/pajowu/fahrgastrechte-autofill
https://github.com/pajowu/signal-backup-decode
Pull Requests und Plugins für Pretix (https://github.com/pretix/pretix)
Bewerbt Ihr Euch als Team um die Förderung? nein
## Projekttitel*
// TODO
## Ordne das Projekt einem Bereich zu.*
- [x] Civic Tech
- [ ] Datensicherheit
- [ ] Data Literacy
- [ ] Infrastruktur
## Beschreibe Dein Projekt kurz. (Max. 700 Zeichen)
Das Projekt wird ein CRM-System und Campaigning-Tool, das sich speziell an zivilgesellschaftliche Initiativen und Kampagnen richtet.
Für Interessierte sind Informationen zur Initiative sowie baldige Treffen und Aktionen in Form eines Kalenders oder einer Karte verfügbar. Außerdem können sie ihre Kontaktdaten für weitere Informationen hinterlassen.
Organisator*innen können dann registrierte Interessierte kontaktieren, etwa durch personalisierte E-Mails oder eine Telefonliste. Hierbei soll es ein granulares Rechtesystem geben, sodass z.B. bundesweite Initiativen einer Städteinitiative bzw. Ortsgruppe gezielt und sicher Zugriff auf die Daten der Interessierten in dieser Region geben können.
## Welches gesellschaftliche Problem willst Du mit Deinem Projekt lösen?* (Max. 700 Zeichen)
Eine Vielzahl von Menschen ist in ihrem Alltag von prekären Arbeitsverhältnissen, steigenden Mieten, Rassismus, Sexismus etc. betroffen. Zivilgesellschaftliche Initiativen kämpfen vor Ort für Verbesserung dieser Lebensumstände. Dafür müssen sie eine große Gruppe von Mitstreiter\*innen versammeln und organisieren. Die Kommunikation mit diesen stellt Herausforderungen: Wie wird ein Informationsaustausch ermöglicht und anfängliches Interesse nach einer großen Aktion am Leben gehalten? Wie machen sie online auf sich aufmerksam, ohne sich zu sehr von kommerziellen Tech-Plattformen abhängig zu machen? Wie schützen sie die Daten ihrer Mitstreiter\*innen?
## Wie willst Du Dein Projekt technisch umsetzen?* (Max. 1300 Zeichen)
Das Projekt wird eine Webapplikation, umgesetzt mit Django. So kann die Software unabhängig von Gerät und Betriebssystem eingesetzt werden. Mit Django ich habe bereits Erfahrungen gesammlt und es hat sich als Framework für stabile und schnelle Entwicklung bewährt. Zudem bringt es auch Werkzeuge für die Frontend-Entwicklung mit, auf die ich zurückgreifen werde.
Gut dokumentierte Schnittstellen und darauf basierende Erweiterungen (nach dem Vorbild von Pretix) bieten weitere Anpassungsmöglichkeiten. Einige Erweiterungen sollen bereits im Rahmen dieses Projekts entstehen.
Ein großer Fokus liegt auf niedrigen Einstiegshürden. Sowohl die technische Ausgestaltung als auch das User Interface muss leicht handhabbar und möglichst selbsterklärend sein. Eine Instanz der Software kann von mehreren Gruppen genutzt werden, nicht jede Initiative muss die technischen Möglichkeiten haben eine zu betreiben.
Da die hier verarbeiten Daten Rückschlüsse auf die politische Überzeugung zulassen, sollen sie besondern geschützt werden. Zum einen durch Datensparsamkeit und den Versicht auf weitreichendes Tracking wie es andere CRMs bieten. Zum anderen durch ein granulares Rechtesystem und den Einsatz von Best Practices wie Zwei-Faktor-Authentifizierung.
## Welche ähnlichen Lösungen gibt es schon, und was wird Dein Projekt anders bzw. besser machen?* (Max. 400 Zeichen)
Spezialisierte Customer Relationship Mangement (CRM)-Systeme wie vTiger oder CiviCRM können die Bedürfnisse einer zivilgesellschaftlichen Initiative nur schlecht abbilden, sind zu komplex, um von Unerfahrenen genutzt zu werden oder werden nicht mehr aktiv entwickelt. Zusätzlich gibt es Kampagnen-Tools wie The Action Network, die meist weder Open Source noch datenschutzfreundlich sind.
## Wer ist die Zielgruppe und wie soll Dein Tool sie erreichen?* (Max. 700 Zeichen)
Die Zielgruppe sind progressive Initiativen, Parteien und Kampagnen, die nach einer datenschutzfreundlichen, erweiterbaren Open-Source-Lösung zur Organisation ihrer Aktiven und Interessent\*innen suchen. In Frage kommen hier etwa NGOs, Aktivist\*innen oder auch Nachbarschaftsprojekte. Solche Gruppen starten oft mit Excel-Listen, Messenger-Diensten, E-Mail-Verteilern oder WordPress-Formular-Plugins. Mit wachsender Beteiligung stoßen sie jedoch an die Grenzen dieser Tools. Dort setzt mein Projekt an.
Zweite Zielgruppe sind die Interessent\*innen, denen die Suche nach Beteiligungsmöglichkeiten (und das Engagement) so einfach und angenehm wie möglich gemacht werden soll.
## Hast Du schon an der Idee gearbeitet? Wenn ja, beschreibe kurz den aktuellen Stand und erkläre die Neuerung.* (Max. 700 Zeichen)
Ich habe bereits mit einigen Organisationen, die daran Interesse haben könnten geredet, um deren Bedürfnisse kennen zu lernen. In manchen dieser Organisationen bin ich auch aktiv.
## Link zum bestehenden Projekt (falls vorhanden)
n/a
## Wie viele Stunden willst Du (bzw. will das Team) in den 6 Monaten Förderzeitraum an der Umsetzung arbeiten?*
6 Monate * 30 Stunden / Woche = ~750h
## Skizziere kurz die wichtigsten Meilensteine, die Du (bzw. das Team) im Förderzeitraum umsetzen willst.* (Max. 700 Zeichen)
1. Kontaktaufnahme mit zivilgesellschaftlichen Initiativen und Dokumentation derer Bedürfnisse. Ich stehe bereits mit Aktiven aus Kampagnen und NGOs im Austausch und will kleinere Gruppen befragen.
2. Austausch mit Expert*innen aus Bereichen wie UX-Design, Datenschutz und Sicherheit (z.B. https://simplysecure.org), um in diesen wichtigen Gebieten eine solide Grundlage zu haben.
3. Einen MVP (Basisfunktionen, mögliche Erweiterungen) skizzieren, weiteres User-Testing
4. Basisfunktionen entwickeln und in Kontakt mit den Initiativen erweitern. So soll Nutzung und Weiterentwicklung nach dem Förderzeitraum gewährleistet werden, da von Anfang an Nutzer*innen in die Entwicklung einbezogen wurden.