# T4 Verkehr P51

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**A1**: Auf dieser Website können Sie Ihre Notizen und Zusammenfassungen der Klasse zur Verfügung stellen. Bearbeiten Sie bitte nur Ihren Bereich (Gruppe x: "Text").
**Happy Hacking :)**
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# **Lernziele**
Studierende können ...
- [ ] LZ1: ... erklären, weshalb das Verkehrsaufkommen in vielen Industriestaaten stark anwächst.
- [ ] LZ2: ... die Entwicklung in der Verkehrswirtschaft der Schweiz schildern.
- [ ] LZ3: ... die verschiedenen Verkehrsmittel bzgl. Energieverbrauch, Raumverbrauch und Schadstoffausstoss vergleichen.
- [ ] LZ4: ... die Ziele der schweizerischen Verkehrspolitik erläutern.
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**Mögliche Prüfungsfragen**
# **1 Verkehrs-Entwicklung**
1.1 Infrastruktur
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In der Abbildung unten sehen Sie die Veränderungen der Investitionen in die Schienen- und Strasseninfrastruktur der Schweiz von 1950 – 2010. Erklären Sie, weshalb sich die Kurven unterschiedlich entwickelt haben?

**Antwort Gruppe 1**
- Verbessertes Angebot des Verkehrs
- Subventionierung des Staats für Schienenverkehr
- Schienenverkehr als effizientere und ökologische ausweichmöglichkeit zum Strassenverkehr
**Antwort Gruppe 2**
- Personen und Güterverkehr haben sich in der Schweiz gegenläufig entwickelt.
- Mit der Bahnhreform (NEAT, ZEB, Bahn 2000) wird versucht den PV noch mehr und den GV wieder auf die Schiene zu verlegen.
==**Das Wichtigste in Kürze (Lehrperson)**==
* Personen- und Güterverkehr haben sich in der Schweiz gegenläufig entwickelt.
* **1970er**
Güterverkehr (GV): 35% (Strasse), 50% (Schiene)
Personenverkehr (PV): höhere Einkommen, mehr Freizeit und weitere Arbeitswege führten zu mehr Investitionen in den MIV (Strasse), während der GV noch dominant auf der Schiene geführt wurde, verschob sich der PV fast komplett auf die Strasse. Der GV zog nach.
* **2010er**
GV 50% (Strasse), 35% (Schiene)
PV 80% (MIV), 20% (ÖV)
Jüngst hat sich der Grossteil des GV auf die Strasse verschoben, währenddem der PV durch die verbesserten öffentlichen Verkehrsmittel schon seit den 1980er Jahren zunehmend in Richtung ÖV tendiert.
* Mit der Bahnreform (NEAT, ZEB, Bahn 2000) wird versucht den PV noch mehr und den GV wieder auf die Schiene zu verlagern.
1.2 Aufkommen
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Nennen Sie Gründe für die Veränderung des Verkehrsaufkommens in Industrieländern.
**Antwort Gruppe 1**
- Tertiärisierung
- Arbeitsteilige Produktion
- Höheres Einkommen und mehr Freizeit
- Massenmotorisierung
**Antwort Gruppe 2**
- Mehr Einkommen, E-Commerce, mehr Freizeit, weitere Arbeitswege, Tertiärisierung, Produktionsteilung = weitere Transportwege, Pendierverkehr
==**Das Wichtigste in Kürze (Lehrperson)**==
* Mehr Einkommen, E-Commerce, mehr Freizeit, weitere Arbeitswege, Tertiäralisierung, Produktionsteilung = weitere Transportwege, Pendlerverkehr
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1.3 E-Commerce
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Interpretieren Sie die Grafik unten und versuchen Sie Rückschlüsse für das Verkehrsaufkommen in der Schweiz zu ziehen. Stimmt die Aussage, dass dadurch insgesamt weniger Verkehr aufkommt? Begründen Sie Ihre Antwort.
Erklären Sie hierbei den Begriff "rollende Lager".

**Antwort Gruppe 1**
Durch Versand gibr es mehr Güterverkehr.
**Antwort Gruppe 2**
- Globalisierung -> leichtere Kontaktaufnahme (internationaler Kundenkontakt), führt zu mehr Güterverkehr...
- Rollende Lager -> Phänomen das den E-Commerce begleitet. Lagerung ist teurer, als der "günstige" Verkehr (Schiff-, LKW-, Lufttransport).
==**Das Wichtigste in Kürze (Lehrperson)**==
* Leichtere Kontaktaufnahme, mehr Einkommen, Globalisierung, die Bedeutung des "Face-to-Face-Kontakts", Kauf auf Probe (Zalando) führen zu mehr Verkehrsaufkommen (Rücksendung, weitere Lieferwege, internationaler Kundenkontakt, rollende Lager)
* Rollende Lager sind ein Phänomen, das den E-Commerce begleitet. Lagerung ist dabei teurer als der "günstige" Verkehr (Schiff-, LKW-, Lufttransport).
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# **2 Verkehrs-Träger**
2.1 Schienen
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Die Schweiz ist weltmeisterlich in Sachen Bahnverkehr. Erklären Sie warum? Inwiefern hängt dieses Mobilitätsverhalten mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz zusammen (Wirtschaftsgeographie T1)?
**Antwort Gruppe 3**
* Durch frühe Industrialisierung ausgebauter Schienenverkehr
* Import / Export in andere Länder
* Personen und Warentransport
**Antwort Gruppe 4**
* Zoll --> Wichtige Verbindung zwischen Norden und Süden.
* Durch die frühe Industrialisierung war der Transport sehr wichtig.
* Heute: Sehr gut ausgebautes Schienennetz. Wird dadurch häufig benutzt.
==**Das Wichtigste in Kürze (Lehrperson)**==
* Durch die Tertiäralisierung und der Entkopplung des Orts der Wertschöpfung vom physischen Raum (Standorttheorie) werden grössere Lieferwege mit produktionsteiliger Wertschöpfungskette bewirtk. Das führt zu einem grösseren Verkehrsaufkommen.
* Netzwerkgesellschaft und Dezentralisierung von Lebensfunktionen führen zu weiteren Pendelwegen (Arbeit, Wohnen, Familie, Freizeit, etc.)
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2.2 Strasse, MIV
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Interpretieren Sie die Grafik unten. Auf welche Massnahmen lassen sich die Veränderungen der PM10-Konzentration in der Schweiz zurückführen? Und weshalb ist der PM10-Wert von besonderem Interesse (wer ist Hauptversursacher)?

**Antwort Gruppe 3**
* Abnahme der Emissionen durch Partikelfilter an Diesemotoren
* Motorisierter Individaulverkehr
**Antwort Gruppe 4**
PM10 sind feine Schwebestaubteilchen.
* Hauptverursacher: Dieselmotoren und Holzverbrennung
* Massnahmen: Russpartikelfilter für Dieselmotoren und einen strengere Emissionsgrenze für die Holzverbrennung.
==**Das Wichtigste in Kürze (Lehrperson)**==
* Dieselmotoren sind Hauptverursacher von Feinstaubpartikeln der grösse 10 Mikrometer PM10
* PM10 sind besonders mutationsfördernd (krebserregend) in biologischen Organismen (setzen sich in Atemwegen fest, bzw. diffundieren in der Lunge ins Blut)
* Verschiedene Massnahmen sollen anscheinen dazu führen, dass 2020 die Feinstaubbelastung rückläufig wird (Reduktion Dieselmotoren, bessere Emissionsfilter, verkehrsregulierende Massnahmen, Bahnreform etc.)
2.3 Luft und Schiff
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Beurteilen Sie die Nachhaltigkeit (alle Dimensionen) der Luft- und Schiffahrt. Suchen Sie nach Wegen diese Verkehrsträger umweltverträglicher zu machen und kopieren Sie mind. einen Web-Link in Ihre Antwort, der dafür Argumente liefert.
**Antwort Gruppe 3**
Luftfahrt
* Hoher CO2 Ausstoss
* Sehr schnelle Fortbewegung
* Wenige Lohn für Flight attendants
Schifffahrt
* Langsame Fortbewegung
* Ebenfalls schlecht für Umwelt
* Kann verbessert werden indem Wind- und / oder Sonnenenergie als Teilenergiequelle verwendet wird
**Antwort Gruppe 4**
Flug:
Ökonomisch: sehr schneller Transport von Gütern
Ökologisch: Sehr hohe CO2, Kerosin und Lärmemissionen
Sozial: Arbeitsplätze, Viele nutzen den Flugverkehr (günstig und schnell)
Schiff:
Ökonomisch: Grosse Mengen von Industreigütern werden in Containern trasportiert, billige Arbeitskräfte
Ökologisch: Tankerunglücke verschmutzen die Meere, im Vergeleich zur Strasse trotzdem umweltfreundlicher (grössere Mengen möglich)
Sozial: Arbeitsplätze
Auf Internationalen Gewässern herrschen teils fragwürdige Gesetze bezüglich Arbeitsrechte (niedriger Lohn) und Emissionsgrenzen. Auf Kreuzfahrtschiffen wird teils Essen eingeflogen, Massentourismus.
==**Das Wichtigste in Kürze (Lehrperson)**==
* Die Klimabilanz von einem Flug von der Schweiz nach Australien = 5 Jahre Autofahren (2500 kg Kerosin)
* Bei weiten Reisen sollte man sich überlegen Klimakompensationen zu zahlen https://co2.myclimate.org/de/portfolios?calculation_id=1362514

* Die Schifffahrt gilt als vergleichsweise umweltfreundlich (z.B. wenig Infrastruktur nötig). Doch auch Kreuzfahrten sind ökologisch bedenklich, weil europäische Touristen selbst vor der südafrikanischen Küste europäisches Essen konsumieren möchten (Weihnachts-Truthan wird also am Heiligabend ökologisch teuer eingeflogen). Zudem sind die Reiserouten auf relativ grosse Gewässer begrenzt.
* Viel- und Weitfliegen reduzieren, regionale Nahrungsmittel und Produkte konsumieren (mal auf die Banane verzichten und einen Apfel essen), Fleischkonsum reduzieren (Futter wird oft auch eingeflogen -> Poulet ist CO2 freundlicher als Schwein, oder Rind)
# **3 Verkehrs-Politik**
3.1 LSVA
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Für was steht der Begriff "LSVA"? Wen Betrifft diese Massnahme und welche verkehrspolitischen Ziele werden damit verfolgt?
**Antwort Gruppe 5**
LSVA bedeutet Leistungsabhängige-Schwerverkehrsabgabe
Der Schwerverkehr soll jede Kosten bezahlen, die er auch tatsächlich verursacht (Verursacherprinzip).
Es betrifft: Alle Fahrzeuge über 3.5t
Müssen dem Gütertransport dienen
Müssen in der Schweiz oder im Ausland immartikuliert sein
und das öffentliche Strassenverkehrsnetz der Schweiz benützen.
Das Ziel ist es den Verkehr auf die Schienen zu verlgen.
**Antwort Gruppe 6**
Mit der Umweltabgabe der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) bezahlt der Schwerverkehr jene Kosten, die er auch tatsächlich verursacht (Verusacher-Prinzip). Die LSVA setzt daher die Kostenwahrheit durch. Sie soll Anreize schaffen zur Verlagerung des Schwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene.
==**Das Wichtigste in Kürze (Lehrperson)**==
* LSVA = Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe
* Verursacherprinzip: wer viel und schwer fährt, zahlt mehr. So müssen schwere Personenwage und LKWs ab 3.5 Tonnen, sowie Busse und Reisecars dieses Entgeld entrichten.
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3.2 Bahnreform, NEAT
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In der Schweizer Verkehrspolitik spielt das unten abgebildete Ausbauprojekt eine übergeordnete Rolle. Von welchem Reformationsziel ist die Rede? Begründen Sie weshalb es für die Schweiz von Bedeutung ist und welche weiteren Ziele mit der Bahnreform verfolgt werden.


**Antwort Gruppe 5**
Das Reformationsziel ist die Anbindung an den europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehr.
Auswirkungen auf den Personenverkehr:
Reisezeitverkürzung und die Schweiz mit der EU verknüpfen.
Auswirkungen auf den Güterverkehr:
Neue Transportkapazität- und qualität, tiefere Betriebskosten und es soll auch den Verkehr auf die Schienen verlegen.
**Antwort Gruppe 6**
Die Bahnreform hat zum Ziel das Schienennetz auf mittleren Distanzen gegenüber Flugzeug und Auto wieder konkurrenzfähig zu machen. Durch die Integration des europäischen Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes wird dieses Ziel erreicht. Die Bahnreform führt – v. a. mit dem freien Netzzugang im Güterverkehr – Wettbewerbselemente in das System des öffentlichen Verkehrs ein. Die Bahnen sind keine Staatsbahnen mehr, sie sollen vermehrt unternehmerisch handeln, das Marktpotenzial ausschöpfen und kundengerechte Angebote bereitstellen.
Die beiden alpenquerenden Basistunnel der NEAT am Gotthard und am Lötschberg sind für die Verlagerung von möglichst viel alpenquerendem Güterverkehr unentbehrlich. Die NEAT ist ein wesentliches Element zur Einbindung der Schweiz ins europäische Hochgeschwindigkeitsbahnnetz.
==**Das Wichtigste in Kürze (Lehrperson)**==
* Ziel hier: Anschluss ans europäische Hochgeschwindigkeitsbahnverkehrsnetz
* Ziele der Bahnreform (1. Etappe Bahn 2000; 2. Etappe ZEB)
* Effizienzsteigerung des ÖVs und Sicherung eines leistungsfähigen Bahnsystems
* Grenzüberschreitende Verkehrsförderung
* Verabschiedung von der Staatsbahn (freier Netzanschluss, keine Defizitsgarantie/Staatsgarantie mehr, etc.)
* Wahrung Alpenschutzartikel (Art. 84, BV)
* Grossprojekte: NEAT, Lötschberg-Simplon-Achse (2007), Gotthard-Achse (2016), Integration Ostschweiz
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3.3 Alpenschutzartikel
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Im Alpenschutzartikel (Bundesverfassung, BV Art. 84) steht: *"Der Bund schützt das Alpengebiet vor den negativen Auswikrungen des Transitverkehrs..."*
a) Was für negative Auswirkungen verursacht der Transitverkehr?
b) Nennen Sie weitere Ziele des Art. 84.
c) Welche Konsequenzen für die zukünftige bauliche Veränderung der Schweizer Verkehrsinfrastruktur sind damit verbunden?
**Antwort Gruppe 5**
a) Luftverschmutzung, Stau und Lärm
b) Grenztransporte (Trantistverkehr) über den Alpenweg müssen, wenn möglich über Schienen erfolgen.
c) Die Transitsrassen-Kapazität im Alpengebiet darf nicht erhöht werden, ausgenommen sind Umfahrungsstrassen.
**Antwort Gruppe 6**
a) Luftverschmutzung, Lärmbelästigung, führt zu Infrastrukturkosten, teilt Gebiete, raubt somit auch Lebensräume von Tieren
b) Transitstrassenkapazität im Alpengebiet darf nicht mehr erhöht werden. Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze erfolgt auf den Schienen.
c) keine Transitstrassen mehr gebaut werden, es dürfen jegendlich noch Umfahrungsstrassen gebaut werdenn; WENN es den Verkehr entlastet.
==**Das Wichtigste in Kürze (Lehrperson)**==
* Es dürfen nun 40t-er auf unsere Strassen (Externalisierung der Kosten; Trittbrettfahrer)
* Mehr Feinstaubbelastung (PM10) durch mehr Verkehrsaufkommen
* Ziele des Art. 84
* Mensch, Tiere, Pflanzen und deren Lebensraum sollen nicht zu Schaden kommen
* alpenquerender Güterverkehr muss von Grenze zu Grenze komplett auf die Schiene
* Transitstrassenkapazität im Alpengebiet darf nicht erhöht werden (ausser Umfahrungsstrassen, die Verkehr entlasten)
* Konsequenzen
* Bis 2025 müssen alle Transitstrassen fertig sein
* Bahninfrastruktur muss effizienter und moderner werden (Bahnreform)
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