# handelsregister :::info URL FÜR UNTERNEHMENSREGISTER: https://www.unternehmensregister.de/ureg/result.html ::: # Die Eintragung ins Handelsregister ist für viele Unternehmensformen nicht nur eine Pflicht, sondern genießt zu dem einen hohen Stellenwert und diverse Vorteile. Ist eine Firma nicht im Handelsregister genannt, hat dies für viele potenzielle Kunden oder auch Geschäftspartner nicht selten einen negativen Beigeschmack. So ist es zum Beispiel deutlich schwerer, wichtige Informationen über das Unternehmen einzuholen. # Diese Firmen müssen ins Handelsregister eingetragen werden Bereits mit der Gründung gibt es für einige Unternehmensformen (juristische Personen) und Kaufleute die Pflicht, sich ins Handelsregister eintragen zu lassen. Die Handelsregistereintragung ist für die folgenden Gesellschaften obligatorisch: * Kaufleute die ein Gewerbe betreiben (Selbstständigkeit) * Offene Handelsgesellschaften (OHG) * Kommanditgesellschaften (KG) * Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) * Unternehmergesellschaften (UG) * Aktiengesellschaften (AG) * Ob eine Firma einen Gewerbebetrieb hat, der auf kaufmännische Art und Weise eingerichtet ist, wird an verschiedenen Faktoren beurteilt. Dazu zählen in erster Linie Jahresumsatz (>500‘000€), Gewinn (>100‘000€), Unternehmenskapital oder auch die Zahl der beschäftigten Mitarbeiter. Für Einzelunternehmer ist der Eintrag freiwillig, kann aber von Vorteil sein. # Es existiert zum einen die Abteilung A (HRA) sowie die Abteilung B (HRB). Ein Unterschied besteht darin, welche Firmen in welche Abteilung eingetragen werden müssen. Darüber hinaus unterscheiden sich die beiden Abteilungen des Handelsregisters aber auch im Hinblick auf die Informationen zur Gesellschaft bzw. zum Kaufmann (Firmennamen, Ort, Eigentümer, u.s.w.), die eingetragen werden. Bei den Unternehmen, die in Abteilung A eingetragen werden, sind es vorrangig der Sitz und die Rechtsform, die der Handelsregistereintragung zu entnehmen sind. Aber auch die Kapitaleinlage (KG) sowie die Bestellung von Prokuristen und die Auflösung der Gesellschaft können als Informationen entnommen werden. In der Abteilung B sind zunächst ebenfalls die wichtigsten Angaben zum Unternehmen zu finden, demnach ebenso die Rechtsform, der Sitz und welchen Gegenstand die Firma hat. Darüber hinaus finden sich Angaben zum Grund- bzw. Stammkapital und auch die Namen der Vorstandsmitglieder (AG) bzw. der Geschäftsführer (GmbH) werden genannt. Die IHK (Industrie- und Handelskammer) hat übrigens die Aufgabe, unterstützend dazu beizutragen, dass keine falschen Einträge in Abteilung A und B vorgenommen werden. # Wo werden Firmen ins Handelsregister eingetragen? Wo, also in welche der zwei Abteilungen Firmen in das Handelsregister eingetragen werden, hängt von deren Rechtsform ab. In das HRB werden ausschließlich die sogenannten Kapitalgesellschaften eingetragen, also zum Beispiel Aktiengesellschaften und eine GmbH. Alle anderen Gesellschaftsformen sowie Kaufmänner werden in Abteilung A eingetragen, wie zum Beispiel die OHG oder auch die KG. In welcher Abteilung Ihre Firma eingetragen wird, erkennen Sie aber auch an der Handelsregisternummer, die entweder mit „HRA“ oder „HRB“ beginnt. Die Handelsregistereintragung findet immer ins Handelsregister der Stadt, in welcher die Firma ihren Hauptsitz hat, statt. # Der Registereintrag in 5 Schritten Bis zum vollendeten Handelsregistereintrag sind mehrere Schritte zu absolvieren. In der Regel können Sie sich an der folgenden Abfolge orientieren: Unterlagen zusammenstellen, zum Beispiel Gesellschaftervertrag oder Musterprotokoll Termin beim Notar zur Prüfung der Unterlagen Bezahlung der Gebühren Notar reicht Antrag mit Unterlagen auf Handelsregistereintragung beim Amtsgericht ein Handelsregistereintrag wird vorgenommen – Sie erhalten die Handelsregisternummer Im Grunde sind die zuvor genannten fünf Schritte bis zur Eintragung Ihrer Gesellschaft ins Handelsregister leicht verständlich und nahezu selbsterklärend. Zuerst stellen Sie alle Unterlagen zusammen, die der Notar bzw. das Amtsgericht für die Eintragung benötigen. Dazu muss der Notar tätig werden. Anschließend bezahlen Sie die Gebühren und der Notar reicht den Antrag auf Eintragung nebst Unterlagen beim Registeramt ein. Dieses prüft die Anmeldung des Unternehmens und nimmt anschließend die Handelsregistereintragung vor. QUELLE: https://www.online-handelsregister.de/blog/handelsregistereintragung/ -------------------- # Preisstrategie: ### Eine erfolgreiche Preisstrategie festlegen (Pricing-Guide) Zahlreiche Faktoren muss man beachten. Dazu gehören: * insbesondere die Kosten: * Entwicklung * Produktion * Distribution * Marktsituation * Nachfrage * Marketing * angestrebte Gewinnmarge * Der richtige Verkaufspreis ist einer der ==größten Hebel für den langfristigen Erfolg== eines jeden Unternehmens. Dementsprechend ist die detaillierte Preisfindung zweifellos ==eine der wichtigsten Aufgaben== der Unternehmensführung. Insbesondere für Gründer und Startups stellt es in der Praxis jedoch oftmals eine Herausforderung dar, auf Basis von Produktionskosten und angestrebter Gewinnmarge die ideale Preisstrategie zu entwickeln, zumal es frisch gebackenen Unternehmern für gewöhnlich an Markterfahrung fehlt. Darüber hinaus sind viele Gründer der Meinung, dass sie als neuer Anbieter in jedem Fall Kompromisse bei der Preisgestaltung eingehen müssen. Wie sonst sollen sie neben den langjährigen Mitbewerbern überhaupt eine Chance haben? Folglich werden dann bei der Erstellung eines Preiskonzepts nicht alle strategisch relevanten Aspekte berücksichtigt. Das kann schlussendlich darin resultierten, dass Unternehmensziele nicht erreicht werden. Tatsächlich enden unpassende beziehungsweise falsch gewählte Verkaufspreise obendrein nicht selten im finanziellen Ruin. Die treffende Preisfindung ist daher zweifellos eine essenzielle Aufgabe, welche keinesfalls vernachlässigt werden sollte. Dass der Preis dagegen den stärksten Gewinnhebel darstellt, wird kurioserweise häufig vergessen. Folgendes Beispiel zeigt besonders deutlich, warum es sich durchaus lohnen kann, dass Sie sich über eine Preisstrategie Gedanken machen. Von Umsatz und Gewinn… Für gewöhnlich hat jedes Unternehmen eigene Kosten zu tragen. Insbesondere, wenn es Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Werden alle Kosten vom erzielten Umsatz abgezogen, entsteht der eigentliche Gewinn. Tatsächlich müssen Umsatzsteigerungen nicht unbedingt bedeuten, dass ein Betrieb seine finanzielle Situation verbessert. Selbstverständlich steigen in der Regel auch die Kosten und das unternehmerische Risiko, wenn mehr produziert wird. Ist die Gewinnmarge an den eigenen Produkten und Dienstleistungen zu gering, kann dies hiernach selbst bei größeren Expansionen für Probleme sorgen. So ist es beispielsweise sogar möglich, dass Unternehmen auch nach beachtlichen Umsatzsteigerungen nicht wirklich von einem nennenswerten Gewinnanstieg profitieren. Gelingt es Startups nicht, regelmäßig zu investieren und gleichzeitig für schlechte Zeiten vorzusorgen, kann ein finanzieller Engpass schnell gefährlich werden. Deshalb sind viele Gründer auf der Suche nach Maßnahmen, die den Umsatz steigern. Professionelles Pricing wird hierbei allerdings oftmals komplett übersehen, und das, obwohl es der einzige Faktor ist, der sich direkt auf den Gewinn ausschlägt. Verkaufen Sie beispielsweise Ihr Produkt 20 Prozent günstiger als die Konkurrenz, haben jedoch dieselben Kosten, müssten Sie im Durchschnitt etwa 100 Prozent mehr absetzen, wenn Sie denselben Gewinn einfahren wollen. Preisdifferenzierung: Die Macht des Pricings – Beispiel Folgende Rechnung am Beispiel des vertrieblichen Aufwands verdeutlicht die Macht von cleverem Pricing ganz besonders: Nehmen wir einmal an, ihr Produkt kostet 100 Euro. Für 3000 Euro Umsatz ist es folglich nötig, 30 Produkte zu verkaufen. Je nach Qualifikation und Branche müssen Sie eine gewisse Anzahl an potenziellen Kunden ansprechen, um am Ende auf 30 Abschlüsse zu kommen. Sagen wir es ist notwendig, 10 Kunden zu akquirieren, um einen Verkauf zu generieren. Folglich müssen 300 Interessenten der Zielgruppe angesprochen werden, um 3000 Euro Umsatz zu erzielen. Kostet Ihr Produkt nun stattdessen 150 Euro, haben Sie bei derselben Quote und demselben Aufwand bereits 4500 Euro verdient. Folglich sind Sie mit einer passenden Preisstrategie und dem „richtigen Preis“ in der Lage, entweder mit weniger Aufwand gesunde Gewinne einzufahren oder diese mit selbigem zu maximieren. Preisanpassungen schlagen sich somit im Gegensatz zu den zahlreichen Umsatz-Hebeln direkt auf den erzielten Gewinn aus. Es ist hiernach in jedem Fall ratsam, dass Sie sich als Gründer mit dieser Thematik befassen. Darüber hinaus sollten Sie die Konditionenpolitik im Blick behalten, da sich auch dort mit einer zielgerichteten Umsetzung entscheidende Vorteile für Ihr Geschäft ergeben können. Was sind Preis- und Konditionenpolitik? Nachhaltiges Preismanagement zeichnet sich als Teil des Marketings vor allem durch Analyse, Beobachtung und Überwachung von Konditionen und Preisen aus. Die Preis- und Konditionenpolitik umfasst somit folgende Maßnahmen: Das Festlegen und Anpassen von Preisen Die Preisdifferenzierung Das Festlegen von Verkaufskonditionen (Zahlungsbedingungen, Rabatte etc.) Die Entwicklung verschiedener Service-Dienstleistungen Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Konditionenpolitik alle unternehmerischen Entscheidungen und vertraglichen Regelungen beinhaltet, die indirekt mit der Produktabgabe und dem Verkaufspreis in Verbindung stehen. Wie wir sehen, gibt es somit beim Thema „Preisgestaltung“ so einiges, worüber wir uns als Unternehmer Gedanken machen können – und auch sollten! Wie gestalten sich die verschiedenen Preisstrategien also, und welche ist für Ihre individuelle Situation die richtige? Einen Preis festlegen Welche Preisstrategien gibt es? Im Folgenden werden wir sowohl die gängigen statischen- als auch erfolgreiche dynamische Preisstrategien unter die Lupe nehmen, um Ihnen einen bestmöglichen Überblick zu verschaffen. Bevor wir gleich tiefer auf die einzelnen Strategien eingehen sollte noch gesagt sein, dass es im Grunde nur diese 3 Arten von Preisen gibt: Zu günstig: Ist der Preis zu günstig, verkaufen sich die Produkte oftmals ganz von selbst. Andererseits bietet die erwirtschaftete Marge jedoch kaum Möglichkeiten, eine sinnvolle Rendite zu erzielen und somit langfristig einen finanziellen Puffer aufzubauen. Des Weiteren sind „Preiskämpfer“ oftmals in ihren Kapazitäten überlastet. Zu teuer: Gleich vorneweg, zu teuer ist erst einmal relativ. Sind die Preise jedoch tatsächlich zu hoch, werden oftmals nur geringe Verkaufsmengen erzielt, was wiederum zu Schwankungen und einer Unterauslastung führen kann. Außerdem wird der Verkauf auch nahezu vollständig misslingen, wenn die eigene Zielgruppe das Angebot für überteuert hält und demnach nicht kauft. Der richtige Preis: Ziel einer Preisstrategie sollte es sein, Preise für die eigenen Leistungen festzulegen, welche gute Margen ermöglichen und gleichzeitig unter Anbetracht von Kosten, Kunden und Konkurrenz bei einem relevanten Marktanteil gut verkäuflich sind. Gängige Festpreisstrategien im Überblick Eine gute Preisstrategie ist neben den primären Unternehmenszielen auch immer eng mit der Positionierung am Markt verbunden. Wir sollten uns deshalb die Frage stellen, welche Rolle wir dort einnehmen wollen. Denken wir hierbei an die gängigen Festpreisstrategien, haben wir die Wahl zwischen einem hochpreisigen Premiumanbieter, dem durchschnittlichen Mittelfeld und dem besonders günstigen Niedrigpreissegment. Womöglich kennen Sie ihn ja, den alten Vertriebler-Spruch: „Nichts ist schlimmer als der Durchschnitt“ – diesen Ratschlag können Sie sich zumindest beim Thema Preisstrategie zu Herzen nehmen, da Sie die unentschlossene Mittelposition eher vermeiden sollten. Gleichwohl kann das „Stuck-in-the-middle-Prinzip“ nach Porter in manchen unübersichtlichen Märkten eine gute Option darstellen, ordentliche Rendite zu erwirtschaften, wenn äußere Gegebenheiten keine Niedrigpreisstrategie zulassen. In den meisten Fällen haben Sie jedoch die Wahl und können sich folglich entweder ein Image als hochpreisiger Premiumanbieter aufbauen oder Sie begeben sich dagegen in ein Niedrigpreissegment. Das Hochpreissegment setzt hierbei eine hohe Qualität beziehungsweise ein gerechtfertigtes Ansehen bei der eigenen Zielgruppe voraus. Hohe Preise bringen damit auch gleichzeitig ein Qualitätsversprechen mit sich. Bei einer Niedrigpreisstrategie grenzen Sie sich hingegen hauptsächlich über den Preis von der Konkurrenz ab. Wer auf diese Herangehensweise setzt, hat höchstwahrscheinlich immer damit zu tun, den Kostenaufwand für die Produktion zu optimieren. Die folgenden Merkmale setzen Festpreisstrategien voraus, wenn sie am Ende erfolgreich sein sollen. Hochpreisstrategie Eine klare Differenzierung von den Mitbewerbern, sodass die Premium-Positionierung deutlich wird. Die Preise liegen über dem Marktdurchschnitt. Kundenbedürfnisse müssen mit dem Premiumprodukt besser / tiefer erfüllt werden, als mit einem vergleichbaren Standardprodukt am Marktplatz. Die Zahlungsbereitschaft der Kunden muss höher sein, weshalb Anreize geschaffen werden sollten. Die Luxuspreisstrategie ist außerdem noch ein Sonderfall der hochpreisigen Strategien. Sie kommt allerdings nur dann zum Tragen, wenn es gelingt, die gängigen Marktprozesse außer Kraft zu setzen. Kann ein Luxusprodukt nicht mit den herkömmlichen am Markt verglichen werden, ergeben sich gute Chancen, Sonderstellungen einzunehmen und somit an finanzieller Stärke zu gewinnen. Niedrigpreisstrategie Für viele potenzielle Kunden ist eine preislich attraktive Lösung das ausschlaggebende Kriterium der Kaufentscheidung. Eine Niedrigpreisstrategie verfolgt somit das Ziel, diese Kundengruppe zu erreichen und die vergleichsweise niedrigen Margen mit einer hohen Absatzmenge wett zu machen. Man spricht hier auch von einer aggressiven Preispolitik. Es geht in einem Discountsegment also darum, ein großes Volumen an Verkäufen zu realisieren. Hierfür werden in der Regel eine moderne Ausrüstung sowie auch ausreichend Kapazitäten an Mitarbeitern, Zulieferern und Material vorausgesetzt. Nur so können besonders hohe Absatzmengen in einem überschaubaren Zeitrahmen kompensiert werden. Setzt sich eine aggressive Preispolitik immer durch? Auf keinen Fall! Günstige Preise sind nicht für jede Zielgruppe der entscheidende Punkt. Außerdem gibt es Produkte, die schlichtweg nicht in der Menge benötigt werden, wo sich ein tiefer Preis für Sie lohnen kann. Niedrigpreisstrategie Weitere essenzielle Merkmale von Festpreisstrategien Die richtige Festpreisstrategie zu wählen ist manchmal gar nicht so einfach und somit auch oftmals ein Prozess, da der Erfolg von vielen Rahmenfaktoren und der Marktsituation abhängt. So sind Wettbewerber, Handelsstrukturen, interne Unternehmensprozesse sowie auch die Zahlungsbereitschaft des Kunden wichtige Faktoren, welche direkt in die Entscheidung mit einfließen sollten. Dessen ungeachtet kann andererseits davon ausgegangen werden, dass Produkte mit einem niedrigeren Preis einfacher und häufiger verkauft werden, als hochpreisige Güter. Nichtsdestotrotz ist am Ende die Nachfrage potenzieller Interessenten der entscheidende Aspekt, welcher sich direkt auf die Preisgestaltung auswirken kann. Festpreisstrategien werden daher einmalig festgelegt und sind somit weitgehend unabhängig von den Personengruppen und Kaufumständen. Völlig anders gestalten sich dagegen dynamische Preisstrategien und die Praktik der Preisdifferenzierung, bei welcher völlig unterschiedliche Angebotspreise zur Geltung kommen können. Die Preisdifferenzierung Bei einer Preisdifferenzierung können verschiedene Preise für unterschiedliche Personengruppen festgelegt werden. Freibäder, Kinos und Vergnügungsparks verfolgen beispielsweise oftmals derartige Strategien. So ergeben sich dann geringere Eintrittspreise für Rentner und Kinder. Bei der Preisdifferenzierung sind keinerlei Grenzen gesetzt. Demnach können die Preise sich ebenfalls regional saisonal / zeitlich verwendungsbezogen und quantitativ unterscheiden. Beispielsweise erhalten Industriekunden, die höhere Mengen abnehmen, bessere Preise. Darüber hinaus können auch saisonal bedingte Unterschiede ausschlaggebend sein – der Sommerschlussverkauf und Frühbucherrabatte sind klassische Beispiele hierfür. Des Weiteren können die Preise auch abhängig von der Region und der damit verbundenen Kaufkraft variieren. Diese unterscheidet sich zum einen bereits im regionalen Sektor – wie beispielsweise in Ost- und Westdeutschland. Expandierende Unternehmen nutzen die Preisdifferenzierung jedoch auch international. Gute Beispiele hierfür sind die Autoindustrie sowie auch die Bereiche von Technik und Kommunikation. So wird in einem kapitalschwachen Land dann oftmals weniger als die Hälfte für Telefon- und Internetleistungen verlangt, als in einem florierenden Industriestaat. Dynamische Preisstrategien Dynamische Preisstrategien nutzen im Verlauf der Zeit verschiedene Preisanpassungen. Diese können – genauso wie bei den Festpreisstrategien – in zweierlei Richtungen geändert werden. Unterschieden werden die dynamischen Preisstrategien generell im Produkt-Launch, welcher sich zu Beginn entweder besonders günstig, oder dagegen eher hochpreisig gestaltet, anschließend jedoch angepasst wird: Bei der Skimmingstrategie wird das Produkt mit einem relativ hohen Preis gelauncht. Bei der Penetrationsstrategie wird demgegenüber zunächst auf sehr niedrige Preise gesetzt. Der strategische Produktlaunch: Was ist Skimming? Unternehmen, die eine Skimmingstrategie nutzen, setzen den Preis nach Markteintritt relativ hoch an. Anschließend wird er Schritt für Schritt gesenkt. Skimming wird oftmals bei Produkten verwendet, die mit der Zeit veralten – insbesondere in schnell verändernden Märkten wie der Computer- und Technikbranche. Kommen neue Innovationen in eine Branche, verlieren die Produkte, die sich schon länger dort befinden, an Wert. Im Zeitverlauf wird also der Verkaufspreis strategisch gesenkt, um weitere Zielgruppen zu erreichen. Der Start mit einer Skimmingstrategie verlangsamt zu Beginn die Marktdurchdringung. Gleichzeitig bietet sich Ihnen jedoch die Möglichkeit, Ihre anfänglichen Investitionen und die Entwicklungskosten schneller zurückzuverdienen, als bei anderen Strategien. Skimming gelingt in der Regel immer dann besonders gut, wenn das Produkt einen Innovationsvorteil aufweist. Die Penetrationsstrategie Bei einer Penetrationsstrategie setzen Unternehmen vorerst auf niedrige Preise, mit dem Ziel, als preiswerte und gute Lösung für Konsumenten wahrgenommen zu werden. Der Kunde wird somit quasi mit besonders niedrigen Preisen angelockt – hinterher wird jedoch angehoben. So ergibt sich folglich der Vorteil, dass Sie den Markt schneller erobern können, zumal Sie von den preislichen Skalierungseffekten profitieren – vorausgesetzt werden demgegenüber jedoch ausreichend Produktionskapazitäten. Gelingt Ihnen ein derartiger „Run“ mit dem Übergang in eine ansehnliche Preisgestaltung, werden Sie mit dieser Strategie außerdem auch noch die Konkurrenz abschrecken. Die Preiswettbewerbsstrategie Eine weitere gängige Methode ist die Preiswettbewerbsstrategie. Wie der Name bereits erahnen lässt, orientiert sich die Taktik zum einen an der Preispolitik der Konkurrenz. Gleichzeitig heben Sie sich durch die eigene Positionierung preislich ab. Hierbei gibt es 3 verschiedene Strategien, die verfolgt werden können: 1. Preisführer Preisführer stellen die höchsten Preise in ihrem Segment. Diese können entweder durch Marketing, Marktführerschaft oder Imagekampagnen begründet sein. In der Regel gelten also zumeist besonders namhafte Marken als Preisführer. 2. Preisfolger Preisfolger orientieren sich immer an den Preisführern. Sie passen ihre Preise zwar an, bleiben jedoch günstiger. Zumeist verfolgen kleine und mittelständische Unternehmen diese Preisstrategie. 3. Preiskämpfer Preiskämpfer bieten zu jeder Zeit den günstigsten Preis an. Senkt die Konkurrenz ihre Preise, ziehen Unternehmen mit dieser Strategie sofort nach und unterbieten ihn. Die kundenorientierte Preisbildung Bei der kundenorientierten Preisbildung geht es in erster Linie um das Ausbalancieren des Verkaufspreises. Hierbei stellt man sich folgende Fragen: Sind meine Kunden bereit, diesen Betrag für das Produkt zu bezahlen? Bis zu welchem Preis sind meine Kunden bereit, das Produkt zu kaufen? Welchen Preis würden meine Kunden nach eigener Ansicht gerne für das Produkt bezahlen wollen? Auf der Suche nach den Antworten für diese Fragen können sie beispielsweise Umfragen und Kundenbefragungen nutzen. Das Hauptaugenmerk der kundenorientierten Preisbildung ist daher der Kunde und dessen Entwicklung. Den optimalen Preis festlegen Den optimalen Preis für Ihre Produkte und Dienstleistungen können nur sie selbst festlegen. Jede Branche, jede Wirtschaft und jede Situation muss hierbei individuell betrachtet werden. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass Sie sich in Ihrer Preiskalkulation sicher sind: Haben Sie an alle Kosten gedacht? Welche fixen Kosten haben Sie? Wie sehen Ihre variablen Kosten aus? Erlaubt der erwartete Gewinn Investitionen und Rücklagen? Im Weiteren kann die Frage, mit welcher Preisstrategie Sie sich vom Markt abheben können, einen interessanten Einfluss auf Ihr Marketing haben. Nehmen Sie sich im Zweifel bei der Preiskalkulation einen Experten zur Hilfe, der Sie bei der Einschätzung unterstützt. Neben dem Ausloten Ihrer Strategie ist es nämlich essenziell, dass diese vollkommen stimmig ist. Andernfalls kann der scheinbar „optimale Preis“ am Ende womöglich gar nicht mehr so attraktiv sein, wenn Sie mit zusätzlichen Belastungen zu tun haben, die nicht inkludiert sind. Als Gründer sollten Sie deshalb unbedingt eine ausführliche Markt- und Konkurrenzanalyse durchführen. Die Analysen werden nämlich ohne Zweifel dabei helfen, sämtliche Feinheiten von Geschäftsmodell und Marktsituation besser einschätzen zu können. Mit diesem Wissen haben Sie dann die besten Voraussetzungen, ideale Preise festzulegen, welche zum einen Ihre Kunden zufriedenstellen, gleichzeitig aber auch für Sicherheit und solides Wachstum im eigenen Unternehmen sorgen. :::info QUELLE: https://www.online-handelsregister.de/blog/preisstrategie/ ::: ------------------- # Gründung einer GmbH ### Wissenswerte Allgemeininformationen zur GmbH gründen Es gibt vier wesentliche Rechtsgrundlagen, welche sowohl die Gründung als auch das Führen einer GmbH betreffen, nämlich: * GmbH-Gesetz * Handelsgesetzbuch * Umwandlungsgesetz * Insolvenzordnung Natürliche als auch juristische Personen können eine GmbH gründen. Aber auch Handelsgesellschaften wie die OHG oder die KG kommen als Gesellschafter infrage. # Stammkapital zum Gründen Minimum Stammkapital für GmbH gründen: € 25’000 Euro :::success Das Mindeststammkapital ist absolut *erforderlich*, damit die Kapitalgesellschaft gestartet werden kann. ::: Wichtig ist auch Folgendes: 25 Prozent der Einlagen jedes Gesellschafters müssen bereits vor dem Eintrag ins Handelsregister getätigt werden. Dabei spielt es keine Rolle, wie hoch die Beteiligung an der GmbH des einzelnen Gesellschafters ausfällt. Im Weiteren müssen ===zum Abschluss der Gründung 50 Prozent oder mehr des Stammkapitals bereitgestellt sein===. Fehlende Beträge müssen unbedingt durch Sicherheiten unterlegt sein. Ansonsten kann die Gründung nicht abgeschlossen werden. # Organe der Kapitalgesellschaft Eine GmbH besteht aus drei Organen: * Die Gesellschafterversammlung * Die Geschäftsführung * Der Aufsichtsrat Die GmbH ===muss erst ab 500 Mitarbeitern zwingend einen Aufsichtsrat bestellen===. Für viele kleinere Unternehmen entfällt dies daher. Die Geschäftsführung kann aus einer oder mehreren Personen bestehen. Geschäftsführer müssen volljährig sein. # Wie läuft die Gründung einer GmbH ab? Die Gründungsphase einer GmbH durchläuft die folgenden drei Hauptstufen, nämlich: * Vorgründungsgesellschaft * Vor-GmbH * GmbH Die Vorgründungsgesellschaft ===entsteht im Grunde bereits mit der Entscheidung, dass eine GmbH gegründet werden soll=== und dem Entwurf eines Gesellschaftsvertrages. :::danger ### Aufgepasst! Es kommt vor, dass Unternehmer in dieser Zeit bereits Geschäfte tätigen. Das ist möglich, birgt jedoch gewisse Gefahren. ::: Insbesondere, da die Gesellschafter noch mit ihrem Privatvermögen haften. Denn rechtlich handelt es sich noch nicht um eine GmbH, mit der entsprechenden Haftungsbeschränkung handelt. Die Aufgabe in dieser Phase besteht für die Gesellschafter in erster Linie darin, einen Gesellschaftsvertrag auszuarbeiten und die Endfassung zu unterschreiben. # Der Gesellschaftsvertrag Der Gesellschaftsvertrag ist rechtlich vorgeschrieben und muss einige zwingende Inhalte umfassen, insbesondere: * Gegenstand des Unternehmens * Name sowie Sitz der Gesellschaft * Eingezahltes Stammkapital (mindestens 25.000 Euro) * Namen der Gründungsgesellschafter * Zahl der Nennbeiträge der einzelnen Stammeinlagen * :::info Hinweis: Musterverträge können Sie sich problemlos im Internet herunterladen (IHK Website), allerdings sollten Sie darauf achten, dass es einige wichtige individuelle Punkte gibt, die Sie ergänzen oder abändern müssen. ::: # Die Vor-GmbH Die nächste Stufe im Rahmen der Gründung der GmbH ist die sogenannte Vor-GmbH. Diese entsteht zu dem Zeitpunkt, an dem der Gesellschaftsvertrag vom Notar beurkundet wird. Eine bekanntere Bezeichnung ist „GmbH in Gründung“. Der wesentliche Unterschied, der jetzt noch zur eigentlichen GmbH besteht, ist die Tatsache, dass die Vor-GmbH nur solche Geschäfte durchführen darf, die für die endgültige GmbH-Gründung wichtig sind, wie zum Beispiel die Einzahlung des Stammkapitals. Abgeschlossen wird diese Phase der Gründung durch die Anmeldung sowie Eintragung ins Handelsregister. Mit der Eintragung ins Handelsregister ist die Gründung abgeschlossen und die „fertige“ GmbH ist entstanden. Es müssen allerdings noch weitere Anmeldungen erfolgen, insbesondere: * Finanzamt * IHK * Gewerbeamt * Diese haben jedoch keine rechtliche Bedeutung für die Gründung als solche. Im Folgenden gehen wir noch auf einige wichtige Fragen ein, deren Beantwortung Ihnen ebenfalls wichtige Informationen liefern wird, auf welche Punkte Sie im Zusammenhang mit der Gründung einer GmbH achten müssen. # Wieso besteht überhaupt Eintragungspflicht? Die Eintragung ins Handelsregister ist für fast alle Unternehmen Pflicht, weil durch diesen Eintrag alle rechtserheblichen Tatsachen festgehalten werden. Zu diesen zählen Firma, Inhaber, Stammkapital, Haftung sowie Insolvenzverfahren. Das Handelsregister schützt den Rechtsverkehr in seinem Vertrauen auf die Richtigkeit der Angaben. Alle Interessierten haben Zugriff auf die Daten eines jeden Handelsregistereintrags und die Möglichkeit, die eingereichten Schriftstücke online einzusehen. So ist es allen Geschäftspartnern möglich, sich vor Geschäftsabschluss mit dem eingetragenen Unternehmen über die generelle Geschäftslage dieses zu informieren. Durch den Eintrag im Handelsregister erhält Ihr Firmenname zusätzlich einen Schutz gegenüber ähnlich klingenden Firmennamen, denn jede im Handelsregister eingetragene Firma muss sich von allen bereits eingetragenen Firmennamen deutlich unterscheiden. --------------------- TODO https://www.online-handelsregister.de/blog/abgerufene-handelsregistereintraege-september-2020/ https://www.online-handelsregister.de/blog/kmu-e-mail-marketing/ https://www.online-handelsregister.de/blog/konkurrenzanalyse-machen/ https://www.online-handelsregister.de/blog/markteintrittsbarrieren-startups/ https://www.firma.de/firmengruendung/wann-muss-sich-ein-einzelunternehmen-ins-handelsregister-eintragen-lassen/ https://www.unternehmensregister.de/ureg/search1.2.html;jsessionid=6F8C96F07E02271FB106A0EB59385ECB.web04-1