# explore Projekt: maker:kutsche
# Interview Makerkutsche
#### Wer steckt hinter den explore-Ideen? Und was passiert da eigentlich? #2 in unserer Reihe von Interviews mit unseren sieben explore-Förderprojekten. Diesmal mit Frank Thorhauer vom AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V. Er möchte eine rollende offene Werkstatt für Jugendliche auf brandenburger Land bringen.
AWO gibt es seit 1991 und hat ein vielfältiges Spektrum von der Hilfe zur Selbsthilfe . Was macht Straßensozialarbeit aus?
Jugendlichen in öffentlichen Räumen begegnen. Sie aufsuchen, Angebote machen, zuhören, Probleme zuhause, in der Schule, in der Clique lösen helfen. Der „professionelle Freund“. Bei Interesse Projekte gemeinsam entwickeln, Reisen unternehmen.
#### Streetwork in Marzahn, wie funktioniert das?
Drei Mitarbeiter im Team vor Ort, mehrmals wöchentliche Rundgänge durch den Kiez (dabei Besuch markanter Plätze, an denen Jugendliche sich treffen: Einkaufszentren, Jugendcubs, Parks), Gruppenaktionen planen und durchführen, Einzelbetreuungen, Vernetzungstreffen.
Seit wann bist Du beim Team in Marzahn dabei? Hast Du bereits vorher als Streetworker gearbeitet?
Seit einem Jahr bei Gangway, vorher 2 Jahre Betreuer in einem Flüchtlingsheim, vorher Freelance Berater für Entwicklungshilfe, vorher 4 jahre Entwicklungshilfe in Neu Delhi.
So bin ich jeden Dienstag unterwegs. Lastenrad, Multitool, Gangway Schild (gelasert).
Was war der Impuls zur Gründung der Werkstatt bzw. für das Projekt?
Open source und digitale Herstellung sind seit 5 jahren für mich mein Beitrag hin zu fairer und nachhaltiger Wirtschaft (ich bin Diplom Ökonom). Das ist der Impuls: Wir sind in der Lage, Werkzeuge und Dinge, die wir brauchen gemeinsam und lokal herzustellen.
Es gibt ja schon seit längerem bei Euch eine Fahrradwerkstatt – sind die beiden Werkstätten räumlich aneinandergekoppelt? Seht ihr selbst die beiden Werkstätten als Einheit oder sind das autonome Orte?
Der Raum, den wir nutzen, ist der Lagerraum der Fahrradwerkstatt, die einzige Verbindung ist am Anfang. Aber es gibt da jetzt natürlich einige Gemeinsamkeiten, auch schon wegen der Werkzeuge, die schon da sind.
Eure Werkstatt verfügt über ein Multitool, das CNC-Fräse, 3-D-Drucker und Lasercutter vereint. Was ist das Besondere an diesem Tool und wie bringst Du es zum Einsatz?
Im Kern ist es ein Mini Fab Lab. So etwas gibt es erst seit Kurzem. Die allermeisten Menschen haben nicht einmal einen 3D Drucker gesehen geschweige denn etwas damit gedruckt. Ich schleppe das Ding in Jugendclubs und demnächst in eine freie Schule („Street College“), drucke, fräse, laser, wie die Kids es wollen, lasse sie Werkzeugköpfe wechseln, Designs anfertigen. Einfach in Berührung mit der Technik kommen. Der nächste Schritt ist dann Ermutigung eigener Projekte und selbstständige Durchführung.
Flexi Rex ist sehr beliebt, wir nehmen ihn auf unseren Rundgängen mit und verschenken ihn. Ein freies Design von thingiverse.
Ihr setzt eher auf digitale Technik statt auf klassisches Handwerk. Welches Potenzial siehst Du für die Jugendarbeit darin?
Das Digitale ist die aktuelle Lebenswelt der Jugend. Sie dort abholen, ihnen dort begegnen, so wie Streetwork eben läuft, das ist der Punkt. Zur Zeit läuft es oft so ab: guck ins Netz, such Dir was aus, wir drucken oder lasern es. Der nächste Schritt ist dann das eigene Design über CAD, oder eben analoge Techniken. Besonders interessant finde ich und das ist der Kern der Hypothese: schnelles Prototypen. Lass uns hier und jetzt ein erstes Symbol für deinen Traum, das was dich zutiefst interessiert und antreibt, herstellen. Halt es in der Hand, entwickle es weiter, mach es groß, lebe damit, lebe davon. Das ist, was ich darin sehe: den individuellen Traum wahr werden lassen, vom Subjektiven ins Objektive, vom Immateriellen ins Materielle. Das war so noch nie möglich. In einer größeren Werkstatt kann der Mensch dann größere Maschinen nutzen und vor allem Gemeinschaft erleben, der andere Kern der Offenen Werkstatt-Logik. Gemeinsamkeit und Kreativität - im freien Fluss.
Hier haben wir mit doodle3d gearbeitet, das Zeichungnen in 3D-Modelle überträgt. Genau das richtige für Charlotte und Max.
#### Was sind die Hauptaktivitäten, die durch die explore-Förderung möglich wurden?
die Makerkutsche und der Lasercutter, und unabhängig von Kreisförderungen in der Lausitz aktiv zu sein
Die meisten Leute haben noch nie einen 3D Drucker gesehen. Manche noch nie davon gehört.
#### Welche Techniken/Handwerke würdest Du gerne noch in Eurer Werkstatt unterbringen oder als mobiles Angebot umsetzen?
Als nächsten wollen wir einen 3D-Scanner bauen. Und eine größere CNC-Fräse anschaffen/ bauen. Meine Idee: einerseits Made in Marzahn Werkstatt ausbauen, andererseits mehr Teams von Gangway oder anderen Trägern mit Multitools ausstatten, um die Mobilität zu nutzen und ein Einzugsgebiet für die feste Werkstatt zu schaffen. Und mein nächster Schritt ist das Lernen eines CAD-Programmes.
#### Kommst Du über die Werkstatt/den mobilen Einsatz des Multitools in regelmäßigen Kontakt mit den Jugendlichen? Kommen Jugendliche über einen längeren Zeitraum zu Euch in die Werkstatt?
Ich gehe hin zu den Jugendlichen. Ich glaube, daran scheitern eben auch die Maker Bewegung und offene Werkstätten oft: Man muss sich trauen, Fehler zu machen, sich auslachen zu lassen, wenn man mit der frechen Jugend konfrontiert ist. Deswegen scheint es wichtig, eben genau jemanden von „ihnen“ auch als Mitbetreiber der Werkstatt zu kriegen. Das dauert allerdings Zeit.
#### Dein Eindruck: Was macht das Umsetzen eigener Projekte/Ideen mit den Jugendlichen?
Das kann ich so noch nicht sagen. Ich denke, wir sind in einer Beobachtungsphase, auf beiden Seiten. Ich lasse einfach Artefakte fallen und tauche regelmäßig auf. Irgendwann sind selbstgemachte Sachen vielleicht Normalität und das Selbermachen eben auch.
#### Welches Handwerk/DIY-Aktivität würdest Du persönlich gerne ausprobieren?
Tiefziehen
### Was wünschst Du Dir für die Makerkutsche?
Das Jugendliche sich durch ihr selbermachen verwirklichen können und ihre Anliegen an die Gesellschaft richten können.
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# Antrag auf Verlängerung der Projektzeitraumes bis 31.12
Hiermit beantragen wir eine Verlängerung des Projektzeitraums bis 31.12, da sich die Suche nach einen geeigneten Anhänger schwieriger als gedacht verhalten hat. Die Anschaffung des da das Ausgesuchte
Planung der Sachkosten 1200 Euro:
6500 Euro Anschaffung Anhänger bis zum 20.09.2019
6050 Euro Anschaffung Lasercutter FSL Muse Desktop Laser 20x12 L -> Lieferung bis Nov.2019
-> Unterdeckung der Kosten werden durch Spenden kofinanziert.
# Zwischenbericht explore Projekt: maker:kutsche
Mobile offene Werkstatt für die ländliche Region
regelmäßige Betreuung von Partnern:
* Erfinderclub Paul-Fahlisch-Gymnasium Lübbenau im Bereich Produktentwicklung, Technik, Programmierung und 3D Druck
* Technikschule cleverinside im Bereich Veranstaltungen und Modellbau AG
* JIM Brandenburg Süd im Bereich Digital - Analog
* JIM Schipkau -> Aufbau 3D Drucken und Werkstatt in Schipkau
# 2019
**7./8.2**
Gemeinsamer Bau des Spieles "Cornhole" für den SpieleCUP OSL im AWO Freizeitladen Lübbenau und AWO KJBS Schwarzheide, andere Jugendclubs im Landkreis haben das Angebot leider nicht angenommen.
**18.2**
Multiplikatorenschulung für Erzieher und Heilerzieher der AWO Schulen Lübbenau : offene Werkstätten für die Jugendarbeit
**19.20.2**
Schulung AWO Erzieher/ Heilerziehungspfler: Siebdruck - zwischen Kunst und Handwerk
**März**
2 RepairDAYs im März in Schwarzheide: Wir reparieren unseren Jugendclub Reperaturen im Jugendclub durch 5 Jugendliche
27.3
Robotertag Spremberg der Offenen Werkstatt Spremberg und dem Netzwerk offener Werkstätten
2TN aus Lübbenau
**März bis April** Jugendbeteiligung: selber machen:
-> Entwicklung von Ideen:
- offene Reperaturwerkstatt auf dem Skaterpark Schwarzheide für Skater und Biker
- eigener selbstverwalteter Jugendraum der Jugendlich mit Billiard
ab September 2019: Ausbau der eigenen Jugendraumes
**4-7.4**
Teilnahme an der dt-pl Partnerbörse und Weiterbildung im MINKT Bereich: Experiment Austausch des DPJW
**12.-14. April:**
Unterstützung dt.-pl. Kinderkunstfestival
20 deutsche Kinder 20 Polnische aus den beiden Partnerstädten
pädagogische Begleitung, technische Unterstützung der Künstler mit Werkzeug
**April bis Juni**
3 Monate regelmäßiger Nähworkshop am Dienstag "Taschen, die passen" im Freizeitladen Lübbenau als Nachmittags AG der Oberschule Lübbenau
-> Bildung einer AG Nähen im Jugendclub ab August 2019 mit mind 5 Teilnehmer
**4-5.5**
explore Workshop des VOW
**6.-8.5**
Gemeinschaftsstand des now-bb.de auf re:publica (mit fablabCB und der machbar Potsdam) als GIG-makerspace (globalinnovationgathering) vom 6-8.Mai
Zur gleichzeitig stadtfindenen Tincon.org - teenageinternetwork convention wurden täglich zwei 3D Druck WS durch die Makerkutsche durchgeführt
**10-11.5**
100 Jahre AWO: Paletten Bühne Bauen mit 5 Jugendlichen
Einweisung PA Technik (2)
Seife Selber machen mit der Jugendgruppe(10) Help_the_Sharks Luckau
**17.5-19.5**
Gemeinschaftsstand des Netzwerk Bradnenburger Werkstätten now-bb.de auf der makerfair Berlin vom -> 60 Schüler aus dem Landkreis OSL besuchten den Stand am Schülertag. Erfinderclub stellte Legomaschine und Projekt Vakuumsaugstrahlen für den Textildruck vor.
**27/28.5**
zusammen mit Turingbus der OKF und GI:
für Gymnasium Lübbenau, AWO Erzieherschule und AWO Pflegeschule und Jenaplanschule Lübbenau,(WS Sensoren+Arduino, WS Nähen und Sticken, WS Games selber machen, WS ChatbotProgrammierung, WS Smart Audio-Devices, WS Schrott steuern
97 Teilnehmer geringe Erfahrung mit Technik
dannach 2h Experten-Diskussion "Smart Devices": Alexa und Siri Schlagen zurück
**12-14.6**
Flossbau mit der Werner-Seelenbinder-Grundschule
Unterstützung der ehrenamtlichen in Technikschule Cleverinside.de:
- Sommerlager Natur und Technik 7.7-14.7 in der AWO Station Lübbenau
- 15.7-19.7 Mediencamp in der AWO Station Lübbenau (3D Drucken für Trickfilmkulissen), Logo Sticken
**15.6**
Eröffnung Landpartie Brandenburg im AWO RehaGUT Kemlitz: Siebdruck Beutel mit Kindern und Jugendlichen (ca 60)
**19.6**
mobile Medienpädagogik und mobile Offne Werstatt, Erfahrungsaustausch Werkstatt jumbler
**Juli:**
Mediencamp des Schlupfwinkel Weisswasser e.V. in der AWO Station Lübbenau
Entwicklung Logo mit der CAMP-Filmcrew und Umsetzung mittels Stickmaschine auf Klamotten
**23/24.8**
WasserMarsch 2019
150 Beutel Siebdrucken mit 3 Jugendlichen zum Wassermarsch 24h Spendenlauf
ART-Workshop Beutel schönermachen ->
Evaluation Fazit:
selbermachen schafft Verbindung zum Produkt und der Veranstalltung
Mehrwehrt für die Jugendliche
Bindung zum Solidaritätsprojekt mit
**19-25.8**
CCCAMP Mildenberg, zusammen mit FablabCB, machbarPotsdam Village auf dem CAMP, verschiedene Angebote
**3.9-5.9**
Klausurtagung Fachkräfte Jugendarbeit:
WS: Selbermachen -> Jugendliche begleiten und empowern zum Selbermachen
Demokratiebildung, Fähigkeiten ausprobieren, offene Werkstattformate für die Jugendbeteiligung 10 Leute
**5.9.**
MINT-Tag offene Werkstatt Spremberg
Vortrag Praktisch MINT - Trial and Error in der Außerschulischen Bildung
formelle Bildung vs nonformelle Bildung
7.9
KartonPerformance zusammen mit der LÜBBENAUBRÜCKE
Baue deine Stadt
16.10
Bau
**geplant sind noch**
* Repaircafe in Raddusch zusammen mit der Spreeakademie im Oktober
* mehrere Termine Making/offene Werkstatt als Methode zur Jugendbeteiligung: "einfach machen" & "deine Stadt reparieren" & "Ich will was machen" & "Zukunftswerkstatt"
* und Schulung mehrer Kollegen (20) zu dem Thema Making und Jugendbeteiligung
* 13.11 Tag der Erfinderin in allen brandenburger offenen Werkstätten: NOW-bb.de
## Anhängerkauf
Anzahlung 1000 Euro
Vorunterschrift auf Kaufvertrag
AWO Regional Verband Brandenburg SÜD e.V.
Jugendarbeit OSL, Projekt explore maker:kutsche KST 63242