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tags: prebachelor
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# Outline
## Unsere Motivation:
### Beyond problem-solving
In den letzten Jahren hat es sich etabliert, dass Design erst „User-Centered”, und darauf aufbauend auch „Human-Centered” sein sollte. In einer Zeit in der so gestaltete Produkte und Services jedoch unvorhersehbare Folgen auf viel mehr Stakeholder hat wie angenommen, darunter auch „nicht-menschliche”, kann es jedoch nicht mehr reichen sich nur um das Individuum zu kümmern.
Wir würden gerne erkunden, wie man holistischere Ansätze im Design nutzen kann, um auch Gesellschaft und Umwelt mit in den Designprozess einzubeziehen.
### Rolle: Life Systems Architects
Die Rolle von Gestalter*innen sehen wir in der Zukunft als Vermittler zwischen verschiedenen Disziplinen. Nicht nur Technologie und Design formen das Ergebnis, sondern auch vermehrt Einflüsse aus anderen Wissenschaften und der Kunst. Schaffen wir es, nicht nur *interdisziplinär* zu arbeiten, sondern vielleicht sogar [*antidiziplinär*](https://jods.mitpress.mit.edu/pub/designandscience)?
Ein gutes Leitbild, an welchem wir unseren Bachelor orientieren wollen, fanden wir in der Ausschreibung für das EU-Programm [*FETPROACT-2-2014 - Knowing, doing, being: cognition beyond problem solving*](https://cordis.europa.eu/programme/id/H2020_FETPROACT-2-2014):
> Approaches for understanding the long-term development of individual and social knowledge and identities, especially in highly heterogeneous and dynamic settings (reflecting aspects of e.g. diversity, urban change, migration, social and gender divides, multiculturalism, inter-disciplinarity, etc.). Proposals are expected to take into account the role of technologies and infrastructures in this, as well as how these facilitate or hamper societal changes.
## Themen und Fragestellungen
Wir befinden uns noch in der Phase in der wir Themengebiete und Fragestellungen herausarbeiten, die lohnenswert wären zu bearbeiten. Dabei lassen sich die meisten Themen auf zwei (sich überschneidende) Bereiche festlegen.
### Post "Human-Centered" Design
Wie entwickelt man Systeme, die kontext-sensitiv handeln, wenn der Kontext einen größeren Scope als die Situation des Nutzenden hat? Wie schafft man eine positive Entwicklung in der Beziehung zwischen Mensch und Natur? Wenn *living things* als Produkte und Interaktionspartner in unser Leben treten, welche Beziehung haben wir ihnen gegenüber? Können sie ihre eigene *Agency* haben, ohne dass es für Menschen gefährlich wird?
### Selbstbestimmung in der Zukunft
Wenn sich der allgegenwärtige Computer etabliert hat: Welche Rolle hat der Mensch? Sind wir noch in Kontrolle? Sollten wir überhaupt Kontrolle haben? Darf Design unsichtbar werden, oder führt es zu einem unmittelbaren Kontrollverlust? Sollte man eher Werkzeuge statt Produktlösungen gestalten?