<style type="text/css"> @keyframes glow { 0% { color:#FF0055; font-size:3.0em; filter:blur(0px); } 50% { color:black; font-size:3.4em; filter:blur(5px); } 100% { color:#FF0055; font-size:3.0em; filter:blur(0px); } } .title { font-family: "Old English Text MT"; color:#FF0055; text-decoration:none; text-align:center; font-size:3.0em; } .title:hover { color:#FF0055; text-decoration: none; font-size:3.0em; animation: glow 2s ease-in-out infinite; } .title:focus { color:#FF0055; text-decoration: none; } .title:active { content:"abc"; letter-spacing:-0.05em; } } </style> <a href='#' class='title'> # Globaler Süden </a> <font color="BB0000" size=6 face='Old English Text MT' style='text-align:center'> # Hunger und Armut </font> ![](https://codimd.elearningdienst.de/uploads/489ac7f3fe58d7df7460ffb16.svg.png) <a href="#quellen">[A]</a> <br><br><br><br><br><br><br><br> <a title='Verfasst von Bilal Amjahid'> # Was geht mich das an?</a> Hunger und Armut, das ewige Duo. Sie sind unweigerliche Erscheinungen, welche den Menschen ewig verfolgt hat und verfolgen wird. Selbst in der modernen Zivilisation, in der Technik den Menschen befähigt seine Schwächen zu überwinden, ist Hunger nicht besiegt und arme Menschen sind von dem "Fortschritt" ausgeschlossen. Ist Hunger der Fluch der Menschheit? Warum **leiden rund 25% aller Menschen an Mangelernährung?** Wie kann es sein, dass trotz genügend Nahrung kein Ende des Hungers in Sicht ist? Weshalb sind **Einkommen** so **ungleich verteilt?** Warum **sterben 30 bis 40 Millionen Menschen jährlich an Hunger und seinen Folgen?** Haben wir keine Verpflichtung den Hungernden zu helfen? Leben wir in einer eigenen, „ersten Welt“, die unsere Interessen zu einer privilegierten Priorität macht? Verraten wir nicht unsere Menschlichkeit und Ideale, indem wir das Leiden anderer nur stumm bemitleiden? Warum endet der Hunger trotz unserer Bemühungen nicht? Haben wir uns nicht mit dem <a title="Dieser Pakt ist eine Form des völkerrechtlichen Menschenrechtspostulats der Vereinigten Nationen als Vertrag, welcher von jedem Mitglied der UN unterzeichnet werden muss und sie dazu verpflichtet, im sozialpolitischen Bezug gerecht Zugang zu kulturellen, ökonomischen und sozialen Rechten zu gewährleisten." style="background-color:#77EEFF;color:#000000;border:2px; border-style:solid; border-color:#33AADD; padding: 0.1em">**UN-Sozialpakt**</a> zur Hilfe verpflichtet? Wo bleiben internationale Sozialversicherungen, die der Armut den Kampf ansagen? Können wir reinen Gewissens Millionen von Kindern verhungern lassen? Wieso ist unsere Welt in einen Globalen Norden und einen <a title="Hierbei handelt es sich um eine auf der Erde erfasste 'Zone', die besonders aufgrund mangelnder Industrialisierung, Wohlstand pro Kopf, fehlender Sozialsysteme, schwacher Infrastruktur und politischer Instabilität hervortritt." style="background-color:#77EEFF;color:#000000;border:2px; border-style:solid; border-color:#33AADD; padding: 0.1em">**Globalen Süden**</a> gespalten, eine **gesellschaftliche Grenze zwischen Wohlstand und Armut?** ![](https://i.imgur.com/5nvYjgM.jpg) <a href='#quellen'>[6]</a> <a href='#quellen'>[7]</a> <a href='#quellen'>[C]</a> <br><br><br><br><br><br><br><br> <a title='Verfasst von Bilal Amjahid'> # Was sind Hunger & Armut genau? Welche Pflichten haben wir? </a> 2009 definierten die vereinten Nationen Hunger als einen Zustand, in dem die Lebensmittelaufnahme bei **unter 2100 Kalorien** liegt. Dabei ist die Gefahr für heranwachsende Kinder besonders groß. Hier kann es zu Entwicklungsstörungen kommen, sowohl physisch als auch mental. Dies ergibt vor allem in Kombination mit Kinderarbeit fatale, lebenslange Folgen. Zudem sorgt der hungernde Zustand dafür, dass Kinder sich nicht auf ihre Bildung konzentrieren können. Daher können sich hungernde Kinder nur selten mittels Bildung aus ihrer Armut befreien, es entsteht eine Art 'Teufelskreis'. Hunger ist aber nur ein Aspekt eines größeren Problems: **der Armut**. Laut der vereinten Nationen hat Armut viele Symptome. Die finanzielle Mittellosigkeit äußert sich auch im eingeschränkten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und Bildung. Auch sind soziale Ausgrenzung und Diskriminierung Folgen von Armut. **$1.90 pro Tag**. Das ist laut der Weltbank die internationale Armutsgrenze. Zum Vergleich, in Deutschland lag 2020 die Armutsgrenze bei ~780€ pro Monat, also etwa 26€ pro Tag. 2015 schätzten Experten, dass etwa **10% der Menschheit von Armut betroffen** sind und durch verschiedene Faktoren, wie z.B. Pandemien, wird die Armut begünstigt. Tatsächlich ist die Anzahl an derjenigen, welche in Armut leben bis 2019 gesunken und erst durch die Corona-Pandemie ist die Zahl der in Armut lebenden Menschen wieder gestiegen. Daher ist es wichtig, dass staatliche Institutionen zusammenarbeiten um international Sozialversicherungen, Nahrungsversorgung, sowie andere, grundlegende lebensverbessernde Maßnahmen weltweit zugänglich zu machen. Die Mitgliedsstaaten der Vereinigten Nationen ratifizierten 1966 Sozialpakt und den Zivilpakt. In Kombination mit der allgemeinen Menschenrechtserklärung bilden dies den **Internationalen Menschenrechtskodex**. Besonders der Sozialpakt setzt sich dabei mit der Armut und Welthunger auseinander. So gewährt Artikel 11 des UN-Schutzpaktes Schutz vor Hunger als Menschenrecht. Dabei verpflichten sich die Staaten international zu kooperieren, um erforderliche Maßnahmen durchzusetzen. Zu diesen Maßnahmen zählen: * Verbesserung von Erzeugung und Weiterverarbeitung von Lebensmitteln durch wissenschaftliche Ansätze zur Nutzung lokaler Naturressourcen * Sicherung einer globalen und gerechten Verteilung von Nahrungsmitteln Jedoch muss auch erwähnt werden, dass die Vertragsstaaten sich nur verpflichtet haben, diese Vereinbarungen als **nur als langfristiges Ziel** anzuerkennen. Es gibt also keine Pflicht, diese Ziele direkt zeitnah umzusetzen. Diese lose Verantwortung resultierte daraus, dass die Verfasser Kompikationen bei der Rattifizierung dieser Verträge vorbeugen wollten. Daher stellt der internationale Menschenrechtskodex einen **Kompromiss** zwischen Realisierbarkeit und der Sicherung und Förderung der Menschheit dar. Auch das **Recht auf eine Sozialversicherung** ist im neunten Artikel des Sozialpaktes festgelegt. Jedoch ist der Begriff der Sozialversicherung nicht klar definiert. Aufgrund Meinungsverschiedenheiten ist der Begriff heute weit gefächert. Das zuständige Gremium hat dabei zwischen **funktionellen** und **institutionellen** **Aspekten** der sozialen Sicherheit differenziert. Folgende Aspekte werden aufgrund ihrer großen Lebensrisiken von den vereinigten Nationen als funktional kategorisiert: * Krankheit * Unfall * Invalidät * Arbeitslosigkeit * Verlust des Ernährers Diese Auslegung der Sozialversicherung bezweckt, dass die Pflichten der Vertragsstaaten konkretisiert wurden. Jedoch sind auch diese Aspkete nur langfristige, globale Ziele. Andererseits gewähren die institutionellen Aspekte den Vertragsstaaten mehr Souveränität in der Ausübung dieses Rechts. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Sozialversicherungen können Staaten auch zusätzliche Versicherungen garantieren, sollte eine eigene staatliche Untersuchung einen Bedarf feststellen. Äußerdem können Staaten weitere Aspekte, wie zB den Mutterschutz konkreter definieren. Dennoch müssen diese institutionellen Aspekte auch in das Gesetz der jeweiligen Staaten aufgenommen werden. --- **Fazit:** Hunger ist eine physischer Körperzustand, in dem ein Mensch über einen längeren Zeitraum hinweg weniger als 2100 Kalorien zu sich genommen hat. Dies führt zu verheerenden Folgen wie Entwicklungsstörungen von Kindern oder einer niedrigeren Lebenserwartung. Zudem ist Hunger eine Äußerung von Armut. Armut tritt laut der Weltbank dann ein, wenn eine Person weniger als $1.90 täglich verdient. In Ländern wie Deutschland verdienen die Menschen durchschnittlich das 13-fache dieser Summe. Aufgrund der Pandemie ist die der in Armut lebenden Menschen erstmals gestiegen. Der allgemeine Menschnrechtskodex etabliert bei den Mitgliedsstaaten das langfristige Ziel der allgemeinen Förderung und Sicherung der Menschheit.Da die Mitgliedsstaaten nur dazu verpflichtet sind, diese Ziele als langfristige Ziele anzuerkennen, gibt es nur eine lose Verpflichtung der Mitgliedsstaaten. Sogenannten 'Entwicklungsländern' wird besonders viel Unterstützung zugesprochen, um Rechte wie das Recht auf Ernährung oder Sozialversicherung zu realisieren. <iframe width="600" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/D4MWJ4jKXk0"></iframe> <a href='#quellen'>[2]</a> <a href='#quellen'>[8]</a> <a href='#quellen'>[9]</a> <a href='#quellen'>[10]</a> <br><br><br><br><br><br><br><br> <a title='Verfasst von Anas Farhat Liassy'> # Geteilte Welt? Globaler Norden und Süden im Fokus </a> Der Globale Süden als Begriff wurde vermutlich erstmals von der Weltbank für entwicklungspolitische Debatten eingeführt. Hierbei handelt es sich um eine auf der Erde erfasste "Zone" die besonders aufgrund mangelnder Industrialisierung, Wohlstand pro Kopf, fehlender Sozialsysteme, mangelhafter Infrastruktur und politischer Instabilität hervortritt. Der Globale Norden hingegen steht für die wohlhabenden Industrieländer welche die Probleme des Globalen Südens meist nicht aufweisen. Die Unterteilung der Länder in Nord- und Südzone wurde durch die ältere im Kalten Krieg genutzte Differenzierung ersetzt, welche die Länder in 1. Welt amerikanisch dominiert, 2. Welt sowjetisch dominiert und 3. Welt blocklos einteilte. Die Begriffe Globaler Norden und Globaler Süden werden mittlerweile in Gesellschaftswissenschaften verwendet, während in der Politik Begriffe wie Entwicklungs- und Schwellenländer weiterhin genutzt werden. ![](https://i.imgur.com/a65QGTG.png) <font size= 3 style='text-align:center'> Human Development Index report (published in 2020). </font> <font color='12394b' size=2 style='text-align:center'> Very high (≥ 0.800) </font> ; <font color='358993' size=2 style='text-align:center'> High (0.700–0.799) </font> ;<font color='5bdc3cb' size=2 style='text-align:center'> Medium (0.550–0.699) </font>; <font color='b1c6c6' size=2 style='text-align:center'> Low (≤ 0.549) </font>; <font color='b9b9b9' size=2 style='text-align:center'> Data unavailable (0.000) </font> Probleme der Begriffe globaler Süden/Norden erscheinen vorallem aufgrund der pauschalen Kategorisierung der Länder aufgrund deren Standortes, was öfters eine Diskrepanz zu den tatsächlichen Zuständen darstellt. Die Einteilung wird öfters so bestimmt, indem man die Hälfte der planetarischen Landmassen in Norden und Süden unterteilt um die Entwicklung der Länder zu visualisieren. Die daraus resultierende Unauthenzitität ist, dass z.B. in den Gebieten des Globalen Süden Länder existieren welche einen höheren Entwicklungsindex besitzen als einige Länder im Globalen Norden. So haben die Vereinigte Arabische Emirate einen höheren Index als Rumänien. Wichtig ist hierbei zu beachten dass einige Länder des Globalen Südens seit den 90er-Jahren Entwicklungsschübe zu verzeichnen hatten. <a href='#quellen'>[7]</a> <a href='#quellen'>[12]</a> <a href='#quellen'>[13]</a> <br><br><br><br><br><br><br><br> <a title='Verfasst von Tim Wertich'> # Ursachen & Folgen des Welthungers </a> Der Welthunger sowie die damit verbunde Armut sind ein ***multikausales Geflecht***, welches aus einer Diversität an Quellen hervorging und sich über Jahrhunderte ausgeprägt hat. Ein stets bestehender Faktor dieser Ausprägung sind **Naturkatastrophen** wie Dürren, Desertifikation, Bodenerosionen oder Überschwemmungen, die für einen längeren Zeitraum Ernten zerstören und damit bereits einen essentiellen Unterschied in Aufstiegschancen zu Industrienationen je nach geografischer Lage darstellen. Es zeigte sich sehr früh, dass die **fehlende Resilienz** vieler Völker im globalen Süden für wirtschaftliche Devolution und eine notwendige langfristige Planung für den Verbrauch von Vorräten und der Agrarwirtschaft sorgte. Hinzu kommt, dass unter aktuellen Umständen der <a title="Unter dem Begriff Klimawandel versteht man allgemein den anthropogenen Einfluss auf das Klima der Erde." style="background-color:#77EEFF;color:#000000;border:2px; border-style:solid; border-color:#33AADD; padding: 0.1em">**Klimawandel**</a> die Schwere und Frequenz der Ereignisse steigert. Ebenso früh erwies sich eine **standortgerechte Landwirtschaft** als ein Fundament der **Wirtschaftsstabilität**, allerdings erfordert sie je nach Region und klimatischen Bedingungen einen größeren technologischen und finanziellen Aufwand, welchen sich einige Nationen des globalen Südens flächendeckend nicht leisten konnten bzw. können. Eine vergleichsweise moderne Ursache ist die **wirtschaftliche Schwäche** und einhergehende **Armut** einiger Entwicklungsländer, wodurch oftmals eine konstante staatlich bedingte Essenszufuhr, ein Bildungskonzept und Gesundsheitssystme nicht gewährleistet werden können, wobei diese Attribute eine sich entwickelnde Gesellschaft erst ermöglichen. Die vorige fehlende Resilienz und Stabilität zeigen sich auch beim **Einfluss weltpolitischer Ereignisse** auf den globalen Süden. So resultieren etwa die Coronakrise, der Ukrainekrieg, der kalte Krieg oder globale Wirtschaftskrisen in einer Menge von Problemen. Industrieländer sind davon kaum betroffen, da sie sich schnell an spontane Fluktuierungen dynamisch anpassen und reagieren können, wohingegen Entwicklungsländer ohnehin gegen ihre Instabilität ankämpfen. Außerdem sind weitere Konsequenzen von internationalen Gewaltakten eine Vielzahl an Flüchtlingen, zerstörte Infrastruktur, vollständiger Besitzverlust einiger Individuen oder lokale Handelszusammenbrüche (Nahrungsmittel werden dann rar und teuer). Die **politische Ebene** innerhalb des globalen Südens war bislang selten sonderlich transparent und nach den Bedürfnissen der unteren Bevölkerungsschicht gerichtet, weshalb **Korruption** und Landraub omnipräsent sind und die **Disparitäten** innerhalb der Gesellschaft fördern, wenn nicht auch noch die Machtverhältnisse auf die Reichen verteilt werden. Im **globalen Markt** haben Entwicklungsländer ebenfalls eine untergeordnete Stellung und unterliegen wiederholt ungerechten Handelsabkommen, Verträgen und Marktrechten. In Kombination mit der hohen Exportrate des globalen Südens ergibt sich ein System der Supression, welches von Industrienationen willkürlich regelt. --- Die verheerendste **Folge** des akuten Hungers im globalen Süden ist dessen Einfluss auf die **folgenden Generationen**, welche meist unter dem Einfluss sozial-ökonomisch schwacher Verhältnisse nicht angemessen ernährt oder gebildet werden können, wozu eine unterernährte schwangere Mutter auch zu biologischen Fehlbildungen und frühem Untergewicht des Kindes führen können. Somit stellen Armut und Hunger einen sich selbst erhaltenden **Zyklus** dar, welcher durch die genannten äußeren u. inneren Faktoren umso dramatischer verläuft. <a href='#quellen'>[1]</a> <a href='#quellen'>[3]</a> <a href='#quellen'>[4]</a> <a href='#quellen'>[5]</a> <br><br><br><br><br><br><br><br> <a title='Verfasst von Cornelius Czuprin'> # Selbsterhaltung des Systems </a> Warum ändert sich das Problem in der Region kaum bis gar nicht oder wird es sogar noch schlimmer? Die Antwort zur Selbstpreservierung des aktuellen Zustandes ist nicht ganz einfach zu beantworten. Um der Armut entgegen zunwirken werden zwar jedes Jahr große Mengen an Lebensmittel in den Globlen Süden exportiert, jedoch ist es vorallem entscheident, wie sich solche Länder selbst ernähren können, damit sie nicht mehr Abhängig von Außenstehenden sind. Das Stichwort hierzu lautet Hilfe zur Sebsthilfe ![](https://i.imgur.com/LoMr5Z6.jpg) <a href='#quellen'>[B]</a> Durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, hat sich die Situation nochmal stärker verschlimmert. So sind beispielsweise viel Länder auf Nahrungsrohstoffimporte aus den jeweiligen Ländern angewiesen. Da diese jetzt nur noch beschränkt bzw. garnicht beispielsweise Weizen exportiern, steigt das Nahrungsdefizit in jenen Ländern wieder deutlich an. <br><br><br><br><br><br><br><br> # Gibt es noch Hoffnung für die Zukunft? Lösungen, um dieses Problem anzugehen, gibt es mehrere. Diese lassen sich allerdings in zwei Überkategorien einordnen: zum einen ist das Direkthilfe, zum anderen die indirekte Hilfe zur Selbsthilfe. <a title='Verfasst von Cornelius Czuprin'> ## Hilfe zur Selbsthilfe </a> Bei der Hilfe zur Selbsthilfe geht es vor allem darum, langfristig Probleme in einem Staat zu lösen. Die kann mit ganz grundlegenden Sachen wie der Lieferung von Agrarmaschinen, einem resistenten und leistungsfähigen Saatgut und Schulungen der Angestellten für die Versorgung von Lebensmitteln anfangen. Wenn beispielsweise dies gewährleistet wird, kann sich die Hilfe auch auf den Ausbau der Wirtschaftssektoren auswirken. So kann ein Land von äußeren finanziellen Hilfeleistungen unabhängig werden, wenn es durch den Export von Agrarprodukten oder anderen Dienstleistungen finanziell unabhängig wird. <a title='Verfasst von Cornelius Czuprin'> ## Direkte Hilfen </a> Um möglichst schnell Hilfe leisten zu können, ist die Hilfe zur Selbsthilfe eher unpassend. Damit diese "wirkt", dauert es immer etwas Zeit. Die direkte Hilfe wirkt hingegen akut. In der Regel wird sie bei unvorhersehbaren Katastrophen eingesetzt, sie kann allerdings auch über einen längeren Zeitraum andauern. Bestehen tut sie überwiegend aus humanitären Hilfsgütern. Der Nachteil dieser Hilfen ist, dass sie abhängig von außenstehenden Hilfeleistenden ist. Die hilfenehmenden Länder sind dadurch abhängig von den Hilfeleistenden. <a title='Verfasst von Bilal Amjahid'> ## Heutige Beispiele und historische Strategien von Entwicklungsländern</a> Zahlreiche ehemaligen Entwicklungsländer haben den Industrialisierungsprozess hinter sich gelegt und damit ihren Lebensstandard deutlich verbessert. Doch welche Mittel stehen einem Entwicklungsstaat zur Verfügung? 1. Stärkung der eigenen Wirtschaft durch **Hinderung des freien Wettbewerbs** Der internationale Menschenrechtskodex spricht Entwicklungsländern zusätzlich zu der wirtschaftlichen Hilfe besondere Rechte zu. Allgemein gilt z.B., dass ausländische Menschen nicht diskriminiert werden dürfen, jedoch wird diese Regelung für Entwicklungsländer gelockert. Jene dürfen, insofern es ihre eigene Volkswirtschaft erfordert, Ausländer wirtschaftlich benachteiligen. Dies wird vorallem durch Zölle und Steuern bezweckt. Somit können sich auch **kleine Firmen** innerhalb des Entwicklungslandes **gegen** große, **ausländische Konzerne behaupten**. Zudem schafft dies auch **Arbeitsplätze** und bekämpft damit die Armut. Die **Binnenwirtschaft** wird also gefördert. 2. Stärkung der eigenen Wirtschaft durch **Attraktivieren der Geschäftsmöglichkeiten** Das Ziel dieser Strategie ist es, **durch attraktive Rahmenbedingungen** ausländische **Investoren anzulocken**. Jene schaffen anschließend **Arbeitsplätze**. Gerade gepaart mit einem Ausbau der Infrastruktur ist diese Strategie sehr erfolgreich. So schaffte es China nach einer langen Periode der Planwirtschaft sich wirtschaftlich zu erholen und zu einer wirtschaftlichen Supermacht aufzusteigen. 3. Stärkung der eigenen Wirtschaft durch **Investitionen in moderne Technologien** Diese Strategie hat mehrere Vorteile. Investitionen in moderne Technologien, wie z.B. Solaranlagen, sind sehr umweltfreundlich. Beispielsweise investiert Marokko stark in **Solaranlagen**. Damit wollen sie einerseits unabhängig von fossilen Treibstoffen werden und andererseits sich am Wettlauf der erneuerbaren Energien beteiligen. Dabei wollen sie auch viel der erzeugten Stroms verkaufen und Vorreiter auf dem Gebiet des Umweltschutzes werden. Sie sind sogar an das europäische Stromnetz angeschlossen. Jedoch werden für solche Investitionen ein großes Startkapital benötigt. Ein anderes Beispiel ist Tuvalu, ein Inselstaat im pazifischem Ozean. Dieser nutzte seine zugeteilte Internet-Domain "**.tv**" . Da die Abkürzung TV international meist für Television steht, ist sie besonders unter Webseiten von Fernsehsendern sehr beliebt. Tuvalu nutzte dies zu seinen Gunsten und verkaufte seine Verwaltungsrechte an der Domain für jährlich 50 Millionen USD. Dies ermöglichte dem Staat die Verrichtung der Aufnahmegebühr für den Beitritt in die Vereinten Nationen. Diese Strategien sind natürlich nicht einfach replizierbar, jedoch veranschaulichen sie gut das **wirtschaftliche Potential**, welches in **neuen Technologien** liegt. Gerade in Kombination mit lokalen Gegebenheiten, wie z.B. Rohstoffen oder vielen Sonnenstunden/starken Winden können Entwicklungsländer **ihre eigene Umgebung zu ihrem Vorteil nutzen** und sich damit gegen ausländische Konzerne behaupten. <a href='#quellen'>[14]</a> <a href='#quellen'>[15]</a><a href='#quellen'>[16]</a><a href='#quellen'>[17]</a> <a href='#quellen'>[18]</a><a href='#quellen'>[19]</a> <a title='Verfasst von Cornelius Czuprin'> ## Wirkung von Entwicklungshilfen </a> ![](https://i.imgur.com/bHycZ8b.jpg) eigene Darstellung <br> Viele Länder im globalen Süden stecken in einer Spirale der Armut fest, aus welcher sie sich ohne externe Hilfen nur schwer befreien können. Die Armut eines Landes hat fast immer eine Unterernährung der Bevölkerung zur Folge, welche teilweise in Form von Aufständen wiedergespiegelt wird. Da die Menschen teilweise am Existenzminimum leben müssen, werden Entscheidungen beispielsweise über die Bestellung der Felder nur für die nächste Ernte geplant. Dadurch sind sie zum einen anfällig für Hungersnöte bei Ernteausfällen, zum anderen kann so kaum Entwicklung in vielen Sektoren stattfinden. Dies führt zu Instabilität im Land, was der Armut nicht entgegen wirkt. Durch externe Enteicklungshilfen, beispielsweise durch Geberländer oder Privatgeldern kann diesem Verlauf entgegengewirkt werden. Diese Hilfen können ganz verschieden sein. So können es zum Beispiel humanitäre Hilfen sein, welche die Grundversorgung des Landes sicher stellen soll. Es gibt zudem aber auch finanzielle oder materielle Hilfen, welche in Form von Maschienen, dem Ausbau der Infrastruktur oder Bildungseinrichtungen dienen kann. Dadurch kann primär die Nahrungsproduktion erhöht werden, was oftmals im globalen Süden einen Engpass darstellt. So muss die Bevölkerung nicht mehr lebensnotwendige Produkte für sich selber herstellen, sondern kann auch Waren für den Export produzieren. Durch solche Exporte kann ein Land einen eigenen Einkommensfluss erzeugen, was es finanziell unabhängig von externen Hilfeleistungen macht. Dies ist nur eine sehr vereinfachte Dargestellung, da es deutlich mehr Faktoren gibt, die den wirtschaftlichen Verlauf eines Landes darstellen. Jedoch kann man so die Wirkung von Hilfen gut vereinfacht darstellen. <a title='Verfasst von Cornelius Czuprin'> ## Kritik an Entwicklungshilfen </a> Entwicklungshilfen werden allerding nicht nur positiv aufgefasst. An ihnen gibt es auch Kritikpunkte, der Grund dafür ist multikausal. Bei vielen Entwicklungshilfen wird vor allem kritisiert, dass ein Großteil der Hilfen nicht dahin fließt, wo er hingehören sollte. So sind laut verschiedener Angaben etwa 600 Mrd. USD der insgesamt etwa 800 Mrd. USD an die Eliten des Landes geflossen. Zudem ist die Koordination der Hilfen oftmals nicht optimal. <br><br><br><br><br><br><br><br> <a title='Verfasst von Bilal Amjahid'> # Organisatorisches </a> Autoren der Texte können eingesehen werden, wenn mit der Maus über den Titel des Abschnittes gefahren wird. Ansonsten gibt es hier eine Übersicht: <font color="336663" size=4 face='Bahnschrift Light' style='font-weight:bold'> Anas Liassy: * Geteilte Welt? Globaler Norden und Süden im Fokus * Begriffsdefinition Globaler Norden/Süden * Probleme bei der Verwendung des Begriffs Cornelius Czprin: * Selbstpreservierung des Zustandes * Gibt es noch Hoffnung für die Zukunft? * Kritik an Entwicklungshilfen / generelle Wirkung externer Hilfen Tim Wertich: * Ursachen & Folgen des Welthungers Bilal Amjahid: * Was geht mich das an? * Was sind Hunger & Armut genau? Welche Pflichten haben wir? * Heutige Beispiele und historische Strategien von Entwicklungsländern (unter 'Gibt es noch Hoffnung für die Zukunft?') </font> <br><br><br><br><br><br><br><br> <style type="text/css"> .source { color:#ff5500; text-decoration: none } .source:focus { color:#ff5500; text-decoration: none } .source:hover { color:cyan; font-weight:800; text-decoration: none } </style> <p id='quellen'></p> ***Quellen*** <p style="border:6px; border-style:dotted; border-color:#FF7700; padding: 5em;"> [A] <a title='Eine Grafik zur globalen Einteilung der Nationen in globalen Süden und globalen Norden nach Entwicklungs- und Armutsstatus.' class='source' href='https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nord-S%C3%BCd-Konflikt#/media/Datei%3AGlobal_North_and_Global_South.svg'>Wikipedia</a> (18.5.2022)<br> [B] <a title='Ein Balkendiagramm über die "Anteil von Russland und der Ukraine an den Importen von Weizen in afrikanischen und den am wenigsten entwickelten Ländern im Jahr 2020".' class='source' href='https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1298023/umfrage/importabhaengigkeit-russland-ukraine-weizen/'>Statista</a> (18.5.2022)<br> [C] <a title='Ein Foto über die indische Hungersnot in der Provinz Madras 1878.' class='source' href='https://www.sozialpakt.info/hunger-3261/'>UN-Sozialpakt</a> (2.6.2022)<br><br> [1] <a title='Ein Artikel, welcher die übergreifenden Entwicklungen des Welthungers aus Daten von sozialpolitischen Institutionen und Organen der UN zusammenfasst.' class='source' href='https://www.welthungerhilfe.de/hunger/'>Welthungerhilfe</a> (18.5.2022)<br> [2] <a title='Ein Artikel, welcher die Lebensumstände in Entwicklungsländern bezüglich der sich entwickelnden Armut thematisiert.' class='source' href='http://webarchive.loc.gov/all/20090902122713/http://www.wfp.org/hunger/what-is'>Welternährungsprogramm der UN</a> (18.5.2022)<br> [3] <a title='Ein ausführlicher Artikel, der einen statistischen Ansatz für die Einschätzung des Ausmaßes des Welthungers versucht.' class='source' href='https://www.bpb.de/themen/globalisierung/welternaehrung/178487/hunger-in-der-welt/'>Bundeszentrale für politische Bildung</a> (25.5.2022)<br> [4] <a title='Ein Artikel, welcher die unterschiedliche Perspektivik und Entwicklungsunterschiede aufgreift und im allgemeinen über Welthunger aufklären möchte.' class='source' href='https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/216225/welthunger-und-welternaehrung/'>Bundeszentrale für politische Bildung</a> (25.5.2022)<br> [5] <a title='Ein Artikel, welcher aus Expertenansichten Ursachen, die außenpolitische Abhängigkeit und die gesellschaftliche Problematik des Welthungers angeht.' class='source' href='https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/258027/welternaehrungstag/'>Bundeszentrale für politische Bildung</a> (25.5.2022)<br> [6] <a title='Frontseite des Praetor Verlags mit grundlegenden Informationen über den Sozialpakt der UN.' class='source' href='https://www.sozialpakt.info/'>UN-Sozialpakt</a> (13.6.2022)<br> [7] <a title='Ein kurzer Artikel über die Begriffserklärungen des Globalen Nordens/Südens.' class='source' href='https://www.faire-metropole-ruhr.de/wissenswertes/globaler-sueden-globaler-norden.html'>Faire Metropole Ruhr</a> (13.6.2022)<br> [8] <a title='Ein Artikel, der aus eigenen Datenlagen die Historie des Welthungers einschätzt und daraus Prognosen für zukünftige Entwicklungen aufstellt.' class='source' href='https://www.worldbank.org/en/news/press-release/2015/10/04/world-bank-forecasts-global-poverty-to-fall-below-10-for-first-time-major-hurdles-remain-in-goal-to-end-poverty-by-2030'>Weltbank</a> (14.6.2022)<br> [9] <a title='Ein Artikel, in dem Armut, seine Folgen, Erfassung sowie die Bekämpfung von Armut thematisiert werden.' class='source' href='https://www.un.org/en/global-issues/ending-poverty#:~:text=In%202015%2C%20more%20than%20736,sanitation%2C%20to%20name%20a%20few.'>Vereinigten Nationen</a> (14.6.2022)<br> [10] <a title='Artikel mit zahlreichen Statistiken, welche den Effekt der Coronapandemie veranschaulicht und die sozialen Notmaßnahmen von Regierungen vergleicht.' class='source' href='https://unstats.un.org/sdgs/report/2021/goal-01/'>Vereinigten Nationen</a> (14.6.2022)<br> [11] <a title='Ein Artikel, welcher Entwicklungshilfe definiert und in verschiedene Kategorien unterteilt und erläutert.' class='source' href='https://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungszusammenarbeit'>Wikipedia</a> (15.6.2022)<br> [12] <a title='Ein Artikel, welcher die Begriffe Globaler Süden/Norden definiert.' class='source' href='https://de.wikipedia.org/wiki/Globaler_Süden'>Wikipedia</a> (14.6.2022)<br> [13] <a title='Ein Artikel über den Human Development Index (Index der menschlichen Entwicklung) und seiner globalen Veranschaulichung.' class='source' href='https://de.wikipedia.org/wiki/Index_der_menschlichen_Entwicklung#/media/Datei:2020_UN_Human_Development_Report.svg'>Wikipedia</a> (14.6.2022)<br> [14] <a title='Dieser Artikel befasst sich spezifisch mit der Rolle der Entwicklungsländern innerhalb des UN-Sozialpaktes.' class='source' href='https://www.sozialpakt.info/entwicklungslaender-3191/'>UN-Sozialpakt</a>(15.6.2022) <br> [15] <a title='Ein Padlet, welches sich oberflächlich mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Chinas befasst.' class='source' href='https://padlet.com/SchuleMiteinanderGestalten/yb215ygqwndmq90m'>Padlet</a>(15.6.2022) <br> [16] <a title='Ein Artikel eines amerikanischen Instituts, welcher Lösungsansätze für Enwicklungsländer darlegt.' class='source' href='https://www.brookings.edu/blog/future-development/2019/02/20/4-lessons-for-developing-countries-from-advanced-economies-past/'>Brooking</a>(15.6.2022) <br> [17] <a title='Ein umfassender Eintrag über den Staat Marokko.' class='source' href='https://de.wikipedia.org/wiki/Marokko'>Wikipedia</a>(15.6.2022) <br> [18] <a title='Ein Artikel, der Tuvalu detailliert beschreibt.' class='source' href='https://de.wikipedia.org/wiki/Tuvalu#Informations-_und_Telekommunikationswirtschaft'>Wikipedia</a>(15.6.2022) <br> [19] <a title='Ein Artikel, welcher genauer auf die Bedeutung der Toplevel-Domain .tv eingeht.' class='source' href='https://de.wikipedia.org/wiki/.tv'>Wikipedia</a>(15.6.2022) </p>