--- title: Dekubitusprophylaxe in der Pflege - Text für Voiceover tags: Context Yellows --- :::spoiler **Linksammlung** {%hackmd PVz8QdxJSb2Gx9nKtrb2Ug %} ::: --- # Dekubitusprophylaxe in der Pflege - Text für Voiceover ## I - Prolog (Ziele des Standards) ### Folie 1.2 Ich lese gerade den aktuellen Pflegereport. Wusstest du, dass rund 65.000 Menschen pro Jahr im Krankenhaus einen Dekubitus entwickeln? ### Folie 1.3 Willkommen zu diesem Kurs! Hier erfährst du, was ein Dekubitus ist; wie du einen Dekubitus erkennen kannst; was du dagegen machen kannst; und wie du Angehörige beraten und anleiten kannst. Viel Spaß! ### Folie 1.4 Da wir uns in diesem Kurs mit Dekubitus beschäftigen, sollten wir natürlich wissen, was ein Dekubitus überhaupt ist. Nachdem wir nun wissen, was ein Dekubitus ist, schauen wir uns im nächsten Kapitel an, wie man einen Dekubitus erkennen kann. ## II - Dekubitus erkennen (Informationsammlung) ### Folie 2.2 Montagmorgen, 7 Uhr; nach einer Woche Urlaub beginnt eine neue Arbeitswoche für dich. Bei der morgendlichen Dienstübergabe berichtet der Nachtdienst von Patient Schmidt. Er ist 75 Jahre alt und wurde wegen einer schweren Lungenentzündung in der vergangenen Woche im Krankenhaus aufgenommen. Deine Kollegin berichtet, dass der Patient die meiste Zeit halbsitzend schläft, weil er schlecht Luft bekommt. Da er Fieber hat, soll er nur zur Toilette aufstehen. Herr Schmidt schwitzt aufgrund des Fiebers zeitweise sehr stark, dann ist das ganze Bett bis auf das Laken nass. Auch hat Herr Schmidt tröpfelnden Harnabgang. Herr Schmidt müsste eigentlich viel trinken, aber wenn man ihn nicht daran erinnert, vergisst er es. Appetit hat er auch keinen, am liebsten isst er etwas Frisches, wie z.B. Obst. Milch und Milchprodukte, wie z.B. Joghurt mag er gar nicht. Mittags isst er auch kaum etwas. ### Folie 2.3 Nach der Dienstübergabe machst du dich direkt auf den Weg, um Herrn Schmidt zu sehen. Auf dem Weg zu seinem Zimmer, überlegst du, welche Stellen besonders gefährdet sind. ### Folie 2.4 Je nach Position sind auch Schulterblatt, Ellbogen und der Hinterkopf Stellen, an denen ein Dekubitus häufig auftritt. Warum denkst du sind es gerade diese Stellen? ### Folie 2.5 Schauen wir uns nun an, ob es bereits Anzeichen eines Dekubitus bei unserem Patienten Herrn Schmidt gibt. Hmm, eine rötliche Stelle an der Ferse. Welche Möglichkeit haben wir zu überprüfen, ob es sich um einen beginnenden Dekubitus handelt? Bei einer rötlichen Stelle können wir den Fingertest anwenden. Wird die Stelle erst weiß und dann wieder rot, liegt kein Dekubitus vor. Bleibt die Stelle rot und verfärbt sich nicht weiß-gelblich, liegt ein Dekubitus der Kategorie 1 vor. ### Folie 2.6.1 Du gehst wieder aus dem Zimmer und triffst auf dem Flur einen Kollegen. Ihr unterhaltet euch über die verschiedenen Dekubituskategorien. Er erzählt, dass er letztes Jahr einen Fall mit einem Dekubitus der Kategorie 3 gesehen hat. Wie viele Kategorien, denkst du, gibt es? ### Folie 2.6.2 Nun ist es natürlich auch hilfreich zu wissen, wie sich die Kategorien unterscheiden. Versuche für die Kategorien die passende Beschreibung zu finden. ### Folie 2.7 Unsere Aufgabe ist es sicherzustellen, dass es nicht zu einem Dekubitus kommt. Deswegen werden wir eine Risikoeinschätzung für Herrn Schmidt durchführen. Die Einschätzung erfolgt in den Kategorien: - Sensorisches Empfindungsvermögen - Aktivität - Reibung und Scherkräfte - Ernährung - Mobilität - und Feuchtigkeit Hilfreich ist hierbei auch die Braden Skala. Du kannst sie dir hier herunterladen. ### Folie 2.8.1 Bei unserem Patienten Herrn Schmidt sind besonders die geringe Mobilität, fehlende Motivation und ein schwaches Empfindungsvermögen die zentralen Risikofaktoren. Doch wie sieht es allgemein aus? Was denkst du, sind Faktoren, die einen Dekubitus begünstigen können? :::warning Bei Herrn Schmidt liegen folgende Risikofaktoren vor: - ihm fehlt die Motivation sich mehr zu bewegen - er schwitzt stark und hat einen tröpfelnden Harnabgang. Dadurch ist die Haut an den gefährdeten Stellen feucht. - er trinkt ohne Aufforderung zu wenig - und zuhause wurde nicht eine richtige Lagerungstechnik geachtet. ::: ### Folie 2.8.2 Doch wie sieht es allgemein aus? Was denkst du, sind Faktoren, die einen Dekubitus begünstigen können? ### Folie 2.8.3 Besonders im hohen Alter ist das Risiko eines Dekubitus deutlich höher. Gründe dafür sind: - Die Haut wird dünner und damit anfälliger. - Unterhautfettgewebe nimmt ab. - Degeneration der Kapillaren. - Abnahme der Schmerzempfindlichkeit. - Abnahme des Durstempfindens. - sowie eine verlangsamte Reaktion des Immunsystems. ### Folie 2.9 Damit haben wir das Ende dieses Kapitels erreicht und schon einige Informationen zu unserem Patienten sammeln können. Im nächsten Kapitel geht es weiter mit dem Maßnahmenplan. ## III - Dekubitusrisiko verringern (Maßnahmenplan) ### Folie 3.2.1 Durch die Risikoeinschätzung konnten wir schon wichtige Informationen zu unserem Patienten sammeln. Im nächsten Schritt wollen wir einen passenden Maßnahmenplan erstellen. Dafür werden wir zunächst eine neue Maßnahme hinzufügen. ### Folie 3.2.2 Beginnen wir mit der Auswahl eines passenden Themenfelds. ### Folie 3.2.3 Wähle im zweiten Schritt die passende Maßnahme aus. ### Folie 3.2.4 Sehr gut! Was wäre für unsere Maßnahme eine passende Beschreibung? ### Folie 3.2.5 Und zuletzt muss die Maßnahme noch zeitlich eingeordnet werden. Klicke hierfür auf das Plussymbol. ### Folie 3.2.6 Gut gemacht! Damit haben wir schließlich eine passende Maßnahme erstellt. ### Folie 3.3.1 Ein zentraler Punkt bei der Dekubitusprophylaxe ist es, den Auflagedruck zu verringern. Hierbei können verschiedene Lagerungstechniken helfen. Eine mögliche Lagerungsform ist die 30 Grad-Schräglage. Diese Lagerung wird von den meisten Patienten toleriert. Eine weitere Lagerungstechnik ist die sogenannte 135 Grad-Lagerung. ### Folie 3.3.2 Betroffene oder gefährdete Körperstellen können bei der Freilagerung vollständig entlastet werden. Achte hierbei darauf, dass angrenzende Körperstellen nicht mehr belastet werden. ### Folie 3.4 Hier siehst du noch weitere Lagerunstechniken: ### Folie 3.5 Alle vorgestellten Lagerungstechniken funktionieren auf einer normalen Schaumstoffmatratze. Es gibt aber auch spezielle Hilfsmittel, welche ebenfalls verwendet werden können. Hier siehst du ein Beispiel für eine Antidekubituswechseldruckmatratze, für eine Weichlagerungsmatratze und für Antidekubitusunterlagen. Ziel dieser Hilfsmittel ist es, den Druck gleichmäßig zu verteilen und für eine regelmäßige Druckentlastung zu sorgen. ### Folie 3.6.1 Es gibt auch noch weitere Hilfsmittel, welche du hier siehst. Es werden heutzutage aber nicht mehr alle empfohlen. Finde in der nächsten Übung heraus, welche Hilfsmittel nicht mehr verwendet werden sollen. ### Folie 3.6.2 Hier siehst du nochmal eine Übersicht der verschiedenen Hilfsmittel. ### Folie 3.7 Glückwunsch! Du bist ans Ende angelangt und hast damit wichtige Punkte für den Maßnahmenplan kennengelernt. Als nächstes schauen wir uns an, wie Angehörige beraten und angeleitet werden können. ## IV - Angehörige beraten und anleiten ### Folie 4.2.1 Unserem Patienten Herrn Schmidt geht es bereits besser und er kann bald auch wieder nach Hause. Zuhause wird sich seine Frau um ihn kümmern. ### Folie 4.2.2 Heute triffst du sie zu einem gemeinsamen Gespräch. ### Folie 4.10 Glückwunsch! Damit bist du am Ende dieses Trainings! Hier nochmal ein kleiner Rückblick: Du hast gelernt, warum die Dekubitusprophylaxe so wichtig ist und was bei einer Vernachlässigung dieser passieren kann. Außerdem hast du dich mit dem Dekubitus beschäftigt, was das überhaupt ist und wie er entsteht. Dabei hast du die Entstehungsphasen, die Ursachen und die häufig betroffenen Stellen gelernt. Du kennst jetzt die vier Kategorien eines Dekubitus und kannst, wie bei Herrn Schmidt, eine Risikoeinschätzung durchführen und geeignete Maßnahmen festlegen. Zu den Maßnahmen hast du was über Lagerungstechniken gelernt und wann du welche am besten anwendest. Du kennst jetzt Matratzenarten und deren Anwendung bei einem Dekubitusrisiko. Außerdem hast du was über aktuelle und empfohlene Hilfsmittel gelernt und alte Hilfsmittel kennengelernt und warum diese nicht mehr angewendet werden. Da kannst du mal sehen, wie viel du bereits geschafft hast!