# Gesprächsvermerk Besprechung relilab 20201202 ## Lehren und Lernen - religionspädagogische Vernetzung ### Personen und Institute Elf Personen, darunter fünf aus religionspädagogischen (ALPIKA) Instituten in Deutschland, die sich als [Team](https://www.lehren-und-lernen.ch/team/) formieren, unterstützen zurzeit über das Internetportal "Lehren - Lernen - Digitalität"[1] vom Religionspädagogischen Institut RPI der Universität Luzern Menschen bei der Nutzung der über das Portal angebotenen Lernumgebung. Besucher:innen können Lehren und Lernen unter dem Vorzeichen der Digitalität reflektieren und sich in diesem Bereich weiterbilden. ### Das Comenius-Institut und die Universität Luzern Das Comenius-Institut beteiligt sich über Jörg Lohrer an dem Unterstützerkreis und initiierte die Beteiligung der Studienleitenden aus den ALKPIKA-Instituten. Alle Bausteine der Lernumgebung stehen – CC-BY lizensiert – frei zur Verfügung. David Wakefield leitet, neben seiner Funktion als Studienleitung am Religionspädagogischen Institut RPI der Universität Luzern, auch das Fachzentrum Katechese. Dieses Fachzentrum wird im Auftrag der Deutschschweizerischen Ordinarienkonferenz (DOK) geführt und ist am Religionspädagogischen Institut Luzern (RPI) angegliedert. Noch ist in der (deutschsprachigen) Schweiz im katholischen Bereich der Begriff "Katechese" gleichbedeutend mit dem Religionsunterricht, der je nach Kanton als schulisches Pflichtfach oder Wahlangebot in den Räumen der Schule oder aber – wie dem eigentlich Sinn von Katechese entsprechend – in den Räumen der Gemeinde durchgeführt wird. Das Religionspädagogische Institut RPI der Theologischen Fakultät an der Universität Luzern dient der Ausbildung von Religionspädagoginnen und Religionspädagogen in den Bereichen Religionsunterricht, Katechese und Kirchliche Jugendarbeit. (Katholisch) #### Weiterentwicklung des Konzepts David Wakefield bemüht sich mittels einer dialogischen Konzeptentwicklung um eine institutionelle Vernetzung zugunsten eines gemeinsamen und kontinuierlichen Ausbaus des Gesamtangebots von Lernumgebungsbausteinen. Aufgrund Herrn Wakefields Bemühungen, wandelt sich das bisher unverbindliche gegenseitige Kontakthalten in erste Verbindlichkeiten um. So hat zum Beispiel das Erzbistum Köln das Fort- und Weiterbildungskonzept des Portals mit der staatlichen, nordrhein-westfälischen Lehrerfortbildung vernetzt. > (Was heißt das konkret??) :::success Jörg 20201210-0930: > Konkret heißt das, dass durch die Beteiligung von [Dominik Arenz (Referent für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Katholischen Religionsunterricht im Erzbistum Köln)](https://www.erzbistum-koeln.de/kultur_und_bildung/schulen/religionsunterricht/kontakt/mitarbeiter/) und die Kommunikation mit [Paul Platzecker (Institut für Lehrerfortbildung, NRW)](https://www.ifl-fortbildung.de/index.php?id=23990&dsnr=100&kathaupt=213&kathauptalt=1) das Angebot für 2021 als Lehrerfortbildung in Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben wird. Die Kontaktaunahme von [Friederike Wenisch (Referentin für Digitalisierung im Bereich religiöser Bildung mit dem Schwerpunkt Religionsunterricht am PTZ Stuttgart)](https://www.ptz-rpi.de/ptz/das-sind-wir/) mit [Olav Richter (Studienleiter Medienpädagogik am rpi Karlsruhe)](https://www.ekiba.de/html/ansprechpartner/menschen_von_a_z323.html?&tab=detail&scene=detail&m=6241&e=6350&id=2019) und Steffen Volck (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg) für die Lehrkräftefortbildungen in Baden-Württemberg intendiert ebenfalls die Ausschreibung der Weiterentwicklung des Fortbildungsformates für die amtlichen Lehrkräfte. [Dazu hier im Video die ersten beiden Minuten](https://vod-progressive.akamaized.net/exp=1607608579~acl=%2Fvimeo-prod-skyfire-std-us%2F01%2F2716%2F19%2F488584199%2F2194934340.mp4~hmac=c99c0c2530fa20b4f75cbc7fcb30108107e5e2377b73b6d47d8333fc74d9811d/vimeo-prod-skyfire-std-us/01/2716/19/488584199/2194934340.mp4?filename=Steffen+Volck.mp4). ::: #### Perspektiven von Fortbildung, Vernetzung und Werkstattmöglichkeiten Wo Verknüpfungen geschaffen werden zwischen den Domänen Lernmodulentwicklung, Lernmodulvermittlung, Abnehmer:innenvernetzung, Staatlich-Kirchlich-Vernetzung, Multinationalität konkretisieren weitere Perspektiven die Effekte dieser Netzwerkbewegung: Das RPI der Uni Luzern hat Mittel, um 2021 Lernmodule anzureichern. Methodisch ungeeignet für eine Vorratsorganisation von digital gestützten Fort- bzw. Weiterbildungsmodulen sind die anwendungsorientierten Veranstaltungsformen Openreli, #relichat (Twitter) und #relicamp. Für eine entwicklungsorientierte Institutionalisierung im multinationalen Erschließungsgebiet, möchte die Initiative zunächst einen zündenden Namen setzen, der in den sozialen Medien und im außerschulischen Bereich einladend und markant wirkt. Der Name "Lehren – Lernen – Digitalität" bediente eine Dienstleistung für die gesetzlich geregelte formale Weiterbildung im einschlägigen Bereich. Dem unbeschadet, kann eine Namensänderung den Entwicklungsort für neue Formate oder Formatzusammenstellungen und für eine religionsdidaktische und religionspädagogische Verbreiterung auch in der informellen Weiterbildung betonen. > [was meint das?] :::success Jörg 20201210-1000: > Das meint zum Einen, dass das bisherige Format bislang noch nicht im Blick hatte, die Lernartefakte der Teilnehmenden substantiell und qualitativ zu sichern und öffentlich zugänglich zu machen. Zum Anderen meint das, dass die Weiterentwicklung unter einem neuen Namen firmieren sollte, der anschlussfähiger und fokussierter die Digitalität für weitere Formate religiöser Bildung erschließt, als die bisherige Ausrichtung, die Medienpädagogik und Mediendidaktik zum Schwerpunkt hatte. ::: Das soll der Name "relilab" ausdrücken, denn dieser Begriff leistet dreierlei: :::success Jörg 20201210-1015: 1. **reli**lab Hier kommt die **religionspädagogische und religionsdidaktische Erschließungsperspektive von Digitalität in der Lehrkräftefortbildung** zum Ausdruck. Die namentliche Nennung der Fachdidaktik zeigt, dass es hier um religiöse Bildung geht. 2. reli**lab** Das "Labor" steht allen religionsdidaktisch und religionspädagogisch Aktiven offen, die mit neuen Dingen bestehende Barrieren bzw. Werkzeugunzulänglichkeiten überwinden möchten. (Vorschlag Martin-20201207-1354). Die namentliche Nennung des **Werkstattcharakters** öffnet das Lernfeld für **Erprobungsmöglichkeiten praxisrelevanter Unterrichtsmethoden** und intendiert die wissenschaftliche Begleitung dieses Prozesses und die Entwicklung von Qualitätskriterien für die produzierten Lernartefakte bzw. #OER (Open Educational Resources). 3. **relilab** Der gemeinsam erarbeitete und von allen Projektpartnern vereinbarte Name, konkretisiert das Gesamtvorhaben der **Vernetzung** und öffnet die Fortbildung für weitere Kooperationen um **Anschlussfähigkeit** zu gewährleisten. ::: Das RPI der Uni Luzern registriert vorsorglich dafür die Domains relilab.ch und relilab.org. Das CI registriert vorsorglich die Domain relilab.de (5,82 EUR für 1 Jahr), bevor diese Domainnamen von Dritten weggeschnappt werden. Der Werkstattgedanke bei relilab Die zunehmend institutionelle Verankerung führt zu einer Konzentration auf eine gemeinsame Wertschöpfungskette, wo die jeweils begrenzten Ressourcen im Verbund mehr bewirken, als unter den Bedingungen der Beliebigkeit. Die Akkumulation von OER-Bausteinen finanzierte sich mit einer zahlungspflichtigen Weiterbildung für 20 Teilnehmer:innen. Die Einnahmen deckten die Kosten für Referent:innen und für die technische Bausteinentwicklung. Mit diesem OER-Kern konnten 17.000 andere Menschen erreicht werden. Durch die erweiterte Nutzung wurden auch Institutionen darauf aufmerksam. Relilab soll ein kontinuierlicher Knotenpunkt für religionsdidaktische OER-Bausteine sein, der durch Eigen- und Fremdproduktionen gespeist wird. Das Weiterbildungsformat soll z.B. unter jährlicher Revision asynchrone und synchrone Elemente zusammenführen, womit ortsunabhängige Arbeit und auch regionale Gruppen (digital oder präsentisch) möglich sind. Relilab benötigt technische Betreiber, relilab-nutzende institutionelle Bildungsanbieter, Bausteinlieferanten und ein wissenschaftliches Audit. Die CI-Arbeitsplanung beschreibt ein Projekt, das hier angeknüpft werden kann. "Digitale Bildung in evangelischen Schulen – DiBeS". Die Unterrichtseinheiten, die die Absolvent:innen der religionspädagogischen, wahlangebotenen Weiterbildung am RPI der Theologischen Fakultät an der Universität Luzern als Leistungsnachweise herstellen, sind quasi OER-Nebenprodukte, für die Unternehmung "Lehren - Lernen - Digitalität" keinen Erschließungs- und Bereitstellungsauftrag hat. > [Kontextgebundenheit ist zu berücksichtigen] *(20201207 Berufsschule, Förderunterricht, Ev. Schule, Konfi, Lehrer:innenbildung)* Der Ausstoß dieses OER-Materials ist, durch rpi-virtuell erschlossen, wiederum im Materialpool von rpi-virtuell ein wertvolles Gut. Würde dieses "relilab" durch weitere Weiterbildungsträger genutzt werden, wüchse die Menge und Vielfalt von OER-Material an. :::info Martin 20201207-1351: Würden Menschen für dieses relilab, über weitere Weiterbildungsträger vermittelnd oder direkt, OER-Materialien produzieren, so wüchse nicht nur die Menge an OER-Artefakten, sondern auch die didaktische Vielfalt des Gesamtangebots. ::: > 20201203 ??????Bitte weiter erläutern Das wäre auch im Sinne des vorgenannten Projektes DiBeS. *(20201207-0930 im alten Text wird nicht genau unterschieden zwischen Konsument und Produzent-> Vielfalt)* Ein Lernmodul der Weiterbildung über "Lehren - Lernen - Digitalität" behandelt als Lehrgegenstand Open Educational Resources. An die Gestaltung des Lehrgegenstands können Ansprüche "Lehren - Lernen - Digitalität" und von rpi-virtuell vereinbar gerichtet werden. Nach der OER-Schulung werden beliebige andere Inhalte der Lernplattform gewählt, um eigene OER-Artefakte herzustellen. Außerhalb des Weiterbildungsregime mit Leistungsnachweis, könnte die Qualitätssicherung der freiwillig erstellten OER-Artefakte über ein Peer-Review-Verfahren erfolgen. [erläutern, verstehe ich nicht; wie soll das organisiert werden? Was sind die Qualifikationen und Kriterien für das peer-review-Verfahren?] :::success Jörg 20201210-1030: Die Lernmodule zielen auf den Erwerb von Kompetenzen. Bei der Erarbeitung entstehen Lernartefakte (für die auch Leistungsnachweise möglich sind). Für deren Veröffentlichung bedarf es Qualitätskriterien (Lizenzierung, Urheberrechtsklärungen, didaktische Reflexion, technische Formate), die in den Lerngruppen entwickelt, gemeinsam und gegenseitig Anwendung finden. Dies führt wiederum in einem Qualitätskreislauf zur Veränderung der Lernmodule. ::: *20201207 Teilnehmer produzieren OER, TN sind Teil einer Veranstaltung einer Institution. Institution gibt OER zur Begutachtung an Peers, Zugangsvoraussetzung für Materialpool* "Lehren - Lernen - Digitalität" hat die Lernumgebung selbst und die OER-Materialien als Leistungsnachweis im Fokus. Rpi-virtuell hat die Verwertungsumgebung für die OER-Materialien im Blickpunkt. reli.ch wird auch nie einen eigenen Materialpool eröffnen. Vom Produkt OER-Material her gedacht will sich rpi-virtuell in die Fortbildung rein engagieren. Im Portal "Lehren - Lernen - Digitalität" bzw "relilab.ch" würde z.B. ein OER-Lernmodul angeboten werden, wobei dieses Modul durchaus bei religionsunterricht.net bereitstehen könnte und die Herstellung von OER-Module in der DiBeS-Projektumgebung von rpi-virtuell stattfinden würde. Mit der Kooperation mit dem RPI der Theologischen Fakultät an der Universität Luzern kommt rpi-virtuell dem Arbeitsvorhaben DiBeS näher. > (Das sehe ich nicht so, wieso sollte das so sein?) > :::success Jörg 20201210-1000: > Weil hier sowohl die Anschlussfähigkeit für andere Fortbildungsformate gegeben und intendiert ist, als auch eine Verschränkung der Lernmodule mit Bildungsevents und der Lernbausteinproduktion (inkl. Qualitätskriterien) ein Grundgerüst bietet, das weitere skalierbare Formate ermöglicht. > ::: Das Fachzentrum Katechese ist in diesem Beispiel noch nicht um eine Beigabe gebeten worden. Das RPI der Uni Luzern muss das Unternehmen vorerst mit der zahlungspflichtigen Nutzung finanzieren. Die jetzige Website hat David Wakefield selbst erstellt, weil kein Geld für eine Agentur zur Verfügung steht. Die Kooperation zwischen der Uni Luzern und dem CI zielt nicht auf den Austausch von Geld oder Dienstleistungen ab. Auch soll kein geldwertes Konfliktpotential für einen unverschuldeten Leistungsverzug begründet werden. Die ALPIKA-Leiter verlangen eine Digitalisierungsstrategie von der ALPIKA-Gruppe Online-Lernen und das relilab kann genau diesen Bedarf abdecken. > Nein, das ist nicht so. Ich habe lediglich davon berichtet, dass nach Einschätzung des Austausches bei der ALPIKA Leitendenkonferenz es keine gemeinsame Digitalisierungsstrategie der Institute gibt und sich daraus der Wunsch ableitet, mit der AG online am 01.03.2021 ins Gespräch zu kommen. > :::success Jörg 20201210-1040: > Sehe ich genauso. Die AG Online hat beratende Funktion kommuniziert ihre Expertise. OER benötigt ein Netzwerk des Vertrauens und verlangt mit Kirche und Institutionen abgestimmte Arbeitsvorgänge zur Qualitätssicherung, die eine Kriterienentwicklung voraussetzt. > Wer agiert dazu wie? > :::success Jörg 20201210-1040: > Zunächst braucht es vom Comenius-Institut eine formale Kooperationsvereinbarung mit der Universität Luzern für die Entwicklung und Begleitung des relilab. Diese zielt zunächst weder auf finanzielle Investitionen noch den Austausch von Dienstleistungen ab sondern in erster Linie auf die substantielle Verortung des Gesamtprojektes in gemeinsamer Trägerschaft. Das RPI in der Uni Luzern ist momentan in Verhandlung mit der Theologischen Fakultät, ob es nicht möglich ist, dieses Weiterbildungsformat im Theologiestudium und im höheren Lehramt für Gymnasiallehrer:innen als Lehrveranstaltung aufzunehmen. Dann braucht es noch weitere Anforderungen. > Was ist damit gemeint? > :::success Jörg 20201210-1050: > Da müsste man nochmal nachhaken Die Begegnung mit OER während des Studiums ist anzustreben. Der Namenswechsel zu relilab wäre ein Lichtsignal von dieser Kooperation. Das Modell der kooperativen Weiterbildung stößt bei dem Netzwerk Weiterbildungsforschung in der Schweiz auf Interesse. Unter dem Dachbegriff relilab können die Zuständigkeitsunterschiede variabel gehandhabt werden, ohne nach außen Verwirrung zu stiften. 13 Januar 2021 Besprechung Entwurf zur Beteiligung von rpi-virtuell 1. Formate identifizieren - Modellhaftes Begleiten eines Lernmaterialentwicklungsprozesses - Qualifizierung von Material - offene Struktur als Angebot für die Evangelischen Schulen - Bereitstellung der Möglichkeiten, die rpi-virtuell bietet - Unterstützung für die Vernetzung der Institute - eventuell wissenschaftliche Begleitung (könnte CI - darf aber auch Viera Pierker) Wo nützen uns diese Initiativen für andere Dinge. Auch im Blick auf unsere Kerndienste, Material, Blogs stehen dafür zur Verfügung und können von den Entwicklungen profitieren. Joachim hätte gerne Fokussierung auf die Materialpoolreife und Kooperation mit den Instituten. Bitte nicht Blinddarm sein. Erkennbar als Institut in unserer Qualität und in dem was wir beitragen. Wir haben einiges beizutragen und das sollte auch deutlich werden. Die Ziele formulieren, die wir erreichen wollen 3. Beteiligungsform -> CI rpi-virtuell 4. Aufwand 6. Kommunikation - wer kommt wie wo vor? Nicht im Werkstattraum festhängen offene Struktur als Angebot für die Evangelischen Schulen