# Sharing: Tradition modern & effizient --- ## 1. Shares & Sharer ... and nothing else matters * to share (eng.) = sich etwas teilen, etwas gemeinsam benutzen, an etwas Teilhabe haben (dt.) * Tradition: "Teilen" zum Nutzen vieler Menschen ist der Urgedanke von (öffentlichen) Bibliotheken und ist ein Kern unserer Identität. Sharing kann ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und einer gerechteren Verteilung von Ressourcen aller Art sein. * Die zentrale Idee: Erweiterung des Verständnisses von dem, für das was wir uns zuständig sehen. Bestände nennen wir Shares, die Nutzenden (und nicht nur die!) werden zu "Sharern" * Neben Medien verstehen wir unter Shares zum Beispiel: Information & Wissen & Erfahrung & Expertise & Kontakte & Objekte... * Statt Mitarbeitenden auf der einen und Nutzenden in verschiedenen Statusgruppen auf der anderen Seite sehen wir alle Menschen in der Bibliothek (inklusive uns selbst!) als Sharer. * "Nutzenden" empfangen nicht nur Dienstleistungen, sondern können aktiv an den Aufgaben der Sharing-Bibliothek teilhaben. * Die Bibliothek übernimmt noch stärker als bisher die Rolle einer Treuhänderin und hat zum Auftrag, allen "sharern" Anteil / Teilhabe zu ermöglichen. --- ## 2. Sharing ist digital – Unsere Dienstleistungen sind es nicht nur * Unserer wichtigster Service ist eine Digitale Sharing Plattform (Arbeitstitel: *Folio++*), die eine starke Nutzerparizipation (kooperative Sacherschließung, Nutzern-helfen-Nutzern, etc. ) ermöglicht. * Diese Plattform verbindet bereits bestehende und neue Angebote unter einem Dach und ist der zentrale Einstieg in unser Angebot. * Die Bibliothek nimmt einen kurativen Auftrag wahr und steht für die Qualität und Relevanz der Shares. * Ein Vorteil für die Goethe-Universität ist die starke Erweiterung unsers Angebots an Shares, mit der wir auch eine größere Zielgruppe ansprechen als bisher. * Die "sharer" profitieren auch davon, dass "shares" gleichwertig nebeneinander steht auf die gleiche Weise angefragt werden kann. * Im Gegensatz zu Suchmaschinen "kümmern" wir uns um die Beschaffung von Shares (inkl. einer transparenten Qualitätsprüfung, welche den Ansprüchen einer wissenschaftlichen Einrichtung genügt) und stellen Verbindungen & Kontakte her - gerade auch in die Gesellschaft hinein. --- ## 3. Services aus Nutzungsdaten und Interaktion * Wir gehen einen mutigen Schritt: Mit dem Einverständnis der Sharer nutzen wir die Daten unserer zentralen Sharing-Plattform für die Erstellung zielgenauer und aktueller Dienstleitungen unter Beachtung des Datenschutzes. * Unseren Services unterliegen Angebot und Nachfrage und entstehen und vergehen schneller als bisher * Wir tuen das nicht mehr, was nicht mehr nachgefragt wird. --- ## 4. Sharing hat Grenzen – Unsere Prioritäten und unsere Reichweite * Die Kuration der Shares ist eine zentrale Aufgabe der Bibliothek - doch alles hat Grenzen. * Je näher an Stakeholdern & Informationsträgern – desto mehr (1) passende Shares lassen wir in den Kreislauf einfließen (2) desto intensiver kümmern wir uns um seine Erhaltung. * Für manche Shares sind wir nur eine Art Bühne bzw. stellen grundlegende Infrastruktur zur Verfügung (z.B. Objekte wie Fahrräder / Food-Sharing o.ä.). --- ## 5. Gemeinsame Verantwortung & geteilte Aufgaben * Den Sharing-Gedanken auch nach Innen zu leben, erfordert neues Mindset für uns als Mitarbeitende und Änderungen im Organisationsdesign. * Ziel ist es Selbstorganisation und gestalterische Freiheiten bei der Erfüllung von Aufgaben zu ermöglichen und zu fördern. Dafür tritt strenge Hierachie zugunsten von verabredeten Rahmenbedingungen und klaren Spielregen in der Bedeutung zurück. * Die Grenzen zwischen Nutzergruppen & Bibliotheksmitarbeiter verschwimmen – d.h. Aufgaben können auf alle Sharer aufgeteilt werden und (früher so genannte) Nutzende werden quasi zu neuen Mitarbeitenden. * Die Aufgabenverteilung erfolgt nach Interesse & Kapazität & Kompetenzen oder Expertise d.h. das Kollektiv findet eine gute Lösung unsere Arbeit zu erledigen. Unsere Kernprozesse werden digitaler und erfolgen unter Einbindung aller Sharer (via Ticketsystem). --- <!-- Feedback:** Punkte bisher noch nicht so sprechend. Moderationskarten 5 Minuten Redezeit ! -->
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