# Session 2 - Inhalteplanung ## Produkt 1: T-Shirt + **Thema:** Produktion ist schmutzig. + **Ist-Zustand:** Wir zeigen Fakten aus der Textilindustrie. Toxide. Müll. Mengen. Fast Fashion. Etc. + **Utopie:** Repair - T-Shirt flicken, Langelebigkeit z.B. durch klassiche Mode, Bioabbaubarkeit (Rot) DARSTELLUNG Marktstand (große Tonne): T-Shirt wird gezeigt Satellit (Objekt): übergroßes T-Shirt wird als Display genutzt, um den ökologischen Rucksack darzustellen Satellit 2 (kleine Tonne): Flicken Satellit 3 (kleine Tonne): Acrylglasfront, T-Shirt oben noch ganz steckt in Schredder und wird als Exponat scheinbar gehächselt, darunter Tonne voller gehächselter Kleidung Satellit 4 (Objekte): (sehr viele) T-shirts hängen in Kleiderschranksituation von der "Decke", stellen den durchschnittlichen T-Shirtverbrauch/pro Kopf in 10 Jahren(???) dar ## Produkt 2: Strohschuh/Kompostierbares Einweggeschirr + **Thema:** Müllbehandlung. + **Ist-Zustand:** Wir zeigen die Mengen, die ein durchschnittlicher Haushalt produziert. + **Utopie:** Mülltrennung und Recycling. Beispiel Biomüll. Der kann gesammelt werden und kompostiert oder zu Biogas verarbeitet (Kaskadennutzung) und anschließend kompostiert werden. (Im Biomüll liegen vielleicht auch bioabbaubare Bastschuhe) DARSTELLUNG Marktstand (große Tonne): Strohschuh oder Palmblätter-Einweg-Geschirr Satellit 1 - HandsOn (große Tonne): Müllmengen-Visualisierung: Menschen können sich in eine fiktive Müllmenge legen und fotografieren. Müllmenge entspricht einer durchschnittlichen deutschen Müllmenge für den Zeitpunkt x Satellit 2 (Fläche): Kleine Infobox -> Vermittlungsziel: Bio-Rohstoffe sind auch wertvolle Schätze, die nicht ungetrennt weggeschmissen werden sollten Satellit 3 (kleine Tonne): Acrylglasfront, im Inneren wird Biotonne und Biovergäranlage erklärt (a) Anwendung, Bedienungshinweise für Biotonne erklären (b) Ablauf in Biovergäranlage transparent machen und dadurch Konsumenten zu Experten machen ## Produkt 3: Smartphones + **Thema:** Ressourengewinnung und Verknappung + **Ist-Zustand**: Ressourcenminen, Kinderarbeit, Ressourcenknappheit etc. + **Utopie**: Langlebigkeit durch Reparierbarkeit und Updatebarkeit. Materialien leicht zu trennen (Batterie aus Fairphone entfernen), damit man die Ressourcen daraus leicht zurückgewinnen kann. Design für Recycling. DARSTELLUNG Markstand (große Tonne): Fairphone, lässt Reparieren zu Satellit 1 (Fläche): Explosions-Darstellung. Einzelkomponenten einzeln erklärt. Satellit 2 (Fläche): Rohstoff-Weg - Blick in den Weg davor (zeigen wo die Rohstoffe herkommen, was beim Abbau alles passieren muss -> Vermittlungs-Ziel: Einzelmaterialien sind wertvolle Schätze) Satellit 3 - HandsOn (kleine Tonne): Tonne offen, Blick auf Füllung aus weggeworfenenen Alt-Handys, darunter Klappen oder Schiebeelemente rund um die Tonne, darauf werden nach dem aufklappen die recyclebaren Edelemetalle und seltenen Erden als wertscvolle Rohstoffe in Objektform gezeigt (Gold, Glas, Alu, . . .) ## Produkt 4: Auf einem Grid basierender umbaubarer mitwachsender Stuhl. + **Thema**: Design für die Kreislaufwirtschaft insbesondere für Re-Use + **Ist-Zustand:** Dinge sind so gestaltet, dass man sie nicht mehr verwenden kann. Sie erfüllen nur ein Zweck. Spezielle Bauteile, für die es keinen Ersatz gibt. + **Utopie**: Leichte Umnutzbarkeit (ReUse) und Anpassbarkeit sogar durch die KundInnen selbst. DARSTELLUNG: Marktstand (große Tonne): Berlin-Grid-Möbelstück (positives Beispiel) Satellit 1 (Fläche): Fast-Furniture Nachteile, Aufwand Herstellung -> Materialien sind Schätze, sollten nicht weggeschmissen, sondern umgenutzt werden Satellit 2 (Objekte): an "Decke" hängende Sperrmüllmöbel (die noch sehr gut sind) die pro Person durchschnittlich pro Jahr (???) weggeworfen werden Satellit 3 (Objekte): wieviel Holz braucht es für die Herstellung eines Möbels, kleine Tonnen voller geschreddertem Holz oder Holzabfällen, ein kleiner (Wegwerf)-Schrank von Ikea davor ## Produkt 5: Produkte die selten genutzt werden (zum Mieten) + **Thema:** Andere Nutzungsmodelle + **Ist-Zustand**: Komplexe Lieferketten. + **Utopie:** Andere Nutzungsmodelle - Leasen statt kaufen (RENT) und damit Anreize für andere Vermarktungsmodelle schaffen (Hersteller konstruiert langlebiger, vermietet und bereitet auf statt ständig neu zu produzieren) Marktstand (große Tonne): Mietstation mit fiktiven Angebot Werkzeuge, Musikinstrumente, etc. . . Satellit 1 (Objekte): in "Muschel" hängen in jeder Tonne Beispiele von sehr selten genutzten Objekten die jeder daheim hat, Angabe wie oft diese pro Kopf/pro Jahr genutzt werden ## Produkt 6: Recht auf Reparatur - Toaster und Waschmaschine (Weiß nicht, ob der Toaster gut geeignet ist. Für den Pitch reicht es vielleicht. In der echten Ausstellung nochmal nachrecherchieren) + **Thema:** Reparatur + **Ist-Zustan**: Geplante Obsoleszenz. Die Lebensdauer vieler Dinge hat sich stark verkürzt. Schnell inkompatibel werdende Geräte. Reparatur ist nicht mehr erwünscht oder wird sogar aktiv unmöglich gemacht durch verklebte Gehäuse oder spezielle Bits. Recht auf Reperatur (superaktuell!!!) Marktstand (große Tonne): Reperaturwerkstatt, z.B. mit Toaster, der leicht zu reparieren ist. Er hat Schrauben zum öffnen. Ist gut dokumentiert (z.B. mittels einer Explosionszeichnung). Hat Standarddräht als Glühdrähte. Man kann die Stromzufuhr ausstecken usw. Satellit 1 (Objekte): eine 40 Jahre alte Waschmaschine (funktioniert und ist reparierbar und anhand Serviceheft nachvollziehbar schon repariert worden) gegenüber einer 2,5 Jahre alten "modernen" Maschine die defekt ist und aus Gründen nicht reparabel ist Satellit 2 (Flächen): mehrere Elektrogeräte mit Expolsionszeichnung von den Geräten. Im Detail zeigen was für Materialient sind und wie diese verbunden sind . https://germanwatch.org/sites/default/files/publication/22035.pdf ## Produkt 7: Yoga-Stunden? + **Thema:** Gesundheit, Vermeidung, "grünes Wachstum" bzw. Überproduktion + **Ist Zustand**: Überproduktion zeigen. Wir produzieren viel zu viel Quark, den eigentlich keiner unbedingt brauchte. + **Utopie**: Konsumiere weniger, weil Du z.B. Zeit investierst in die Reparatur von Dingen oder gern auch Sport machst anstatt Consumer-Elektronik zu kaufen oder anderen ressourcenintensiven Hobbys nachzugehen <br> <br> <br> . . . .. . . . . AB HIER WENIGER WICHTIG: # "R"-Lebnispark (AT) >Über das Dokument: Ideensammlung von Rugwind mit Lars Zimmermann für die Circular Economy-Ausstellung bei der BUGA23. Zwischenstand 4.1.22 # I. Hauptnarrativ – die Handlungen = R Kreislaufwirtschaft ist ein großes komplexes Thema (es steckt das Wort Wirtschaft darin, es umfasst also fast alles.) Im Kern geht es um **spezielle Handlungen**, die im Englischen unter den “R” gesammelt werden: Reduce, Reuse, Repair, Refurbish, Recycle, Rot. Sie sind **Leitlinien für Einzelentscheidungen** sowohl für Unternehmen als auch KonsumentInnen. Wir wollen die “R” vermitteln und damit eine “zirkuläre Alphabetisierung” erreichen. Die Besuchenden sollen die “R” kennenlernen, Beispiele dafür sehen und hinterher das Wissen selbst kreativ anwenden können auf ihren Alltag. | <center> | <center> | <center> | | -------- | -------- | -------- | | <center>Reduce <br>**Vermeiden (Verringern / Reduzieren)**| <center>Reuse <br> **Wiederverwenden** | <center> Repair <br>**Reparieren**</center> | | <center>Refurbish <br>**Wiederaufbereiten (Erneuern)**</center> | <center>Recycle <br> **Recyceln**</center>| <center>Rot <br>**Kompostieren**</center> | ##### Hinweis 1: es gibt übrigens noch mehr “R” - Remanufacturing, Refuse, Rent, Repurpose, Rethink … Aber belassen wir es bei denen oben. ##### Hinweis 2: Wir sehen das Problem der englischen Buchsten. Es gab die Idee, aus den Deutschen Worten ein Akronym zu bilden und es gleich als Marke zu verwenden. Konnte ich aber nicht Lösen. Die Anfangsbuchstaben sind: ( RV )( W )( R )( EA )( R )( VK ) … <br> # II. Stationen Die Ausstellung hat verschiedene Stationen. Diese können nach drei Ideen strukturiert sein. Oder man kann **beide Varianten parallel** haben. ## Variante A – Nach Themenkomplexen Die Stationen sind Darstellungen von Fakten bestenfalls ansprechend visualisiert. Die Fakten zeigen den linearen nicht nachhaltigen Ist-Zustand aber auch Möglichkeiten, hier mit Rs anzusetzen. Ich lerne etwas über die “R” am Eingang. Dann gehe ich zu den Stationen, wo ich einige davon wiedertreffe. Beispiele: ![](https://i.imgur.com/Hzwu39s.png) + Eine Visualisierung zeigt mir, wie viel Müll anfällt. Es gibt Fakten und Zahlen. Auf der einen Seite ist aber der Biomüll separiert. Ein Beispiel für “ROT”. Ich lerne auch etwas über die Biotonne und die in Mannheim aktuell entstehende Biogasanlage als Kreislaufstrategie “REUSE”. ![](https://i.imgur.com/NfBQUan.png) + Ein T-Shirt. Ich lerne etwas über die Fakten hinter unserem Textilkonsum. Der ökologische Fußabdruck des T-Shirts ist als T-Shirt dargestellt. Nebem dem T-Shirt liegt ein kleines Reparatur-Set und ein Flicken. Ein Beispiel für REPAIR. Der Flicken besteht aus biologisch abbaubarem Textil. Ein Beispiel für ROT. ![](https://i.imgur.com/yBJgAVF.png) + Die Station lässt mich unter die Erde schauen, wo Minaralien liegen und abgebaut werden. Fakten zu Ressouren und zur Umweltvernichtung durch Ressourcenabbau sind dargestellt und erklärt. Daneben sehe ich die kleine Batterierückgabebox. Ein Beispiel für RECYCLE. ![](https://i.imgur.com/3ReZo5C.png) + Ein Shop. Wir finden Informationen zum Shopping in Deutschland. Wie viel wird weggeworfen, wie viel vernichtet, wie viel Verpackungen verbraucht usw. Daneben positive Beispiele. Z.B. eine Glasröhre aus dem Unverpacktladen (REUSE/REDUCE), eine Jeans die man mieten kann (REUSE, RECYCLE), Gerettete Lebensmittel wie Foodsaver oder Imperfect Foods (REDUCE) ## Variante B – Nach R Jedes “R” bekommt eine eigene Station. Dort sind verschiedene teils interaktive Elemente und Exponate gezeigt, die dieses R speziell vermitteln. ![](https://i.imgur.com/avACQS1.png) Bei ROT z.B. eine Schale in der gerade bioabbaubare Schuhe vergammeln. Bei REPAIR ein Fairphone mit austauschbarem AKKU und co. REFURBISH zeigt eine instandgesetzte Waschmaschine usw. Jede Station versetzt mich also in die Lage, ein R tiefer zu durchdringen. “Achte beim Kauf darauf, dass Schrauben dran sind, damit Du es öffnen kannst für die Reparatur.” Usw. Wo vermitteln diese Stationen den aktuellen Ist-Zustand (z.B. wie viel wird tatsächlich repariert)? ## Variante C (finale Variante für Pitch?!) – Nach Produkten Jeder Station wird ein Produkt zugeordnet an denen man die Rs und/oder die Themen aus Varianten A und B thematisch abarbeiten kann. # III. Visuelles Narrativ ? Wie kann man das zu einem Gesamtbild zusammenstricken? Bisher gab es da keine richtige Einigung. Aber hier ein paar Ideen, die man auch kombinieren kann. ### 1. Material? → Nur “Schöner" Müll ("Wertstoffhof") Die Infrastruktur ist aus Reststoffen vom Gelände und vom Wertstoffhof zusammengebaut. Man achtet darauf, nur Materialien zu wählen, die nicht nach muffigem Müll aussehen, sondern weiterhin schön sind, auch nach längerer Standzeit. Z.B. Edelstahlteile von Waschmaschinen usw. ### Variante zu 1: Konstruktion nimmt Thema auf Jede Station nimmt sich ein spezielles Material zum Thema vom Wertstoffhof und versucht in seiner Ausführung das Thema der Station mitzukommunizieren. Eine Station ist kreativ wiedergenutzt. Eine Station ist kompostierbar. Eine Station ist ein aufpolierter alter Messestand (Refurbish). ### 2. Achterbahn/Rummel Man greift den R-lebnispark auf und erschafft den visuellen Eindruck von **Fahrgeschäften.** Vielleicht eine Achterbahn, die sich durchzieht. Die Einzelstationen brauchen dann jeweils ein interaktives Element. ![](https://i.imgur.com/XbtHJzZ.png) ### 3. Interaktive Werkstatt Alles ist eine Werkstatt. Man tritt an Werkbänke. Und zerkleinert z.B. Spreu für ROT. Nimmt den Schraubendreher in die HAND und baut Elemente neu zusammen bei REUSE. Man REPARIERT bei RePair usw. Man trennt Komponenten oder zerschreddert Kunststoffdeckel bei RECYCLE We**R**kstatt. We-R-kstatt. Wi**R**kstatt-We**R**kstatt. WeRk statt Müll. We**r**k statt Müll. # IV. Jenseits der Ausstellung: Das R-Bingo/Handlungs-Bingo Die Konzentration auf diese Handlungen gibt Raum für viele interessante Ideen. Z.B. eine R-Bingo-Karte. Die BesucherInnen können sie mit nach Hause nehmen und dort eintragen, wenn sie zuhause etwas gemacht haben. Spiele. Wettbewerbe etc. <br> <br> # Aussortiert ### III./4. Blumenbeet/Kirschblüte Cradle to Cradle nutzt für die Erklärung der Kreislaufwirtschaft gern einen Kirschbaum. Der produziert jedes Jahr ein Übermaß. Doch aus Blüten, Blättern und Früchten wird wieder Humus für das nächste Jahr. Parallel produziert der Baum frische Luft, Holz, Wohnraum für viele Lebewesen usw. Wir greifen die Baummetapher auf und kletten wir ein Eichhörnchen in die Krone. Die einzelnen Stationen dann Blüten, Blätter, Wurzeln, Äste – Tische, die wie Blumen aussehen. Darauf Exponate. Über jeder “R” Station schwebt hoch im Himmel wie einen Blüte ein Schild oder Helium-Ballon mit dem “R” drauf. Diese Ballons oder Schilder winken mir schon von weitem zu. Ich kann in die Kreislaufblüte laufen. (Sehr kitschig…) ![](https://i.imgur.com/bFLNbGJ.png) [IMG source](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kirschbl%C3%BCte_und_B%C3%A4nderschnecke.JPG)