# Materialien: Grundlagentexte, Perlen, Phantastisches und Abwegiges zur Medienkultur :-)
# Materialien
> Diese Zusammenstellung wird laufend aktualisiert ...
## Plattformen, Newsletter
### [Kanal #54books.](https://www.54books.de/)
Everything 54books: Artikel, Anregungen, Diskussion auf Diskord
Bitte **Einladungslink** erfragen! (die Email von H.I. findet sich oben und unten!)
### Das DFG-Projekt „[Schreibweisen der Gegenwart.](https://germanistik.uni-greifswald.de/institut/arbeitsbereiche/neuere-deutsche-literatur/dfg-projekt-schreibweisen-der-gegenwart/)
Zeitreflexion und literarische Verfahren nach der Digitalisierung“ (2020-2022) fragt nach Wechselwirkungen von Zeitreflexion und literarischen Verfahren unter den Bedingungen der Digitalisierung und reagiert damit auf eine neue, bislang nicht erforschte Fokussierung auf Gegenwart in literarischen und zeitdiagnostischen Texten. Ob Blogs, Facebook oder Twitter Publikationsort, Thema oder Strukturelement sind, sie verändern die Art und Weise, wie ein Text gemacht wird, wie und was erzählt wird – und wie Gegenwart gedacht wird.
### [Phoneurie, Newsletter](https://www.beritglanz.de/phoneurie/) von [Berit Glanz](https://www.beritglanz.de/)
> "... Der Name des Newsletters ist angelehnt an den Begriff “**Phoneur**”, der 2005 von Robert Fluke formuliert wurde, um Menschen zu beschreiben, die sich zwischen virtuellen und realen Räumen hin- und herbewegen. Inspiriert wurde der Begriff von dem Flaneur, der an der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert an Popularität gewann. Der Flaneur war eine oft männliche Figur, die sich ziellos durch die neue Urbanität treiben ließ, dem dort überall wahrnehmbaren Medienwandel und der fortschreitenden Modernisierung mit offenen Augen begegnete. Ein Jahrhundert später muss das Flanieren neu gedacht werden, um die allgegenwärtige Verzahnung von virtuellem und realem Raum mitzubedenken."
## Vorträge, Diskussionsrunden
## [Chatbot GPT – Das Ende der Kreativität?](https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-philosophie/video/chatbot-gpt---das-ende-der-kreativitaet?urn=urn:srf:video:ea9632d4-54c9-4bdf-b226-fdf4215348b9)
> Mithilfe künstlicher Intelligenz entstehen Texte, Gemälde, Musikstücke auf Knopfdruck, in Sekundenschnelle. Schüler und Studentinnen lassen sich Arbeiten von der Sprachsoftware schreiben, die sich gegenwärtig nur schwerlich als Plagiate enttarnen lassen dürften. Wissenschaftler und KI-Expertinnen warnen vor Datenschutz- und Datensicherheitslücken, aber auch vor einer Verengung des Wissensbestands, weil ein Chatbot nur neu kombiniert, womit er gefüttert wurde. Chatbots könnten zu Fake-News-Schleudern und letztlich zur Gefahr für die Demokratie verkommen. Hat der Mensch als kreatives, denkendes Wesen ausgedient? Oder eröffnen sich ungeahnte Ressourcen, die schöpferischen Kräfte auszuweiten? Barbara Bleisch und Wolfram Eilenberger diskutieren am Philosophischen Stammtisch mit der Kulturwissenschaftlerin Mercedes Bunz und dem Philosophen und Literaturwissenschaftler Hannes Bajohr.
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### Von der spekulativen Medientheorie zur Netzkritik
23. Januar 1997 Geert Lovink
Ausschnitte eines Vortrags von Geert Lovink am ICC, Tokyo, 19.12.96
https://www.telepolis.de/features/Von-der-spekulativen-Medientheorie-zur-Netzkritik-3411000.html
> Geert Lovink liefert in diesem Text einen Aufriß der jüngeren Geistesgeschichte im Feld der Medientheorie der letzten 15 Jahre. "Helden der Postmoderne" wie Jean Baudrillard müssen in diesem Text Federn lassen, ebenso wie Stars der deutschen Medientheorie wie Norbert Bolz oder Friedrich Kittler. Doch Lovink kritisiert nicht um des Kritisierens willen, sondern versucht schlüssig nachzuweisen, inwiefern die Medientheorie bisher versagt hat, und wozu die via "Nettime" verbreitete Netzkritik angetreten ist.
## Grundlagentexte
### [Kursbuch Medienkultur](https://https://www.amazon.de/Kursbuch-Medienkultur-ma%C3%9Fgeblichen-Theorien-Baudrillard/dp/3421053103/): Die maßgeblichen Theorien von Brecht bis Baudrillard Taschenbuch – 1. November 1999
Herausgeber: Claus Pias, Lorenz Engell, Oliver Fahle , Joseph Vogl, Britta Neitzel, 544 Seiten, Paperback
**[-> Inhaltsverzeichnis](https://www.gbv.de/dms/hebis-darmstadt/toc/94175691.pdf)**
In Zusammenarbeit mit der Fakultät für Medien der Bauhaus-Universität Weimar herausgegebene Buch fasst die wichtigsten Positionen zur Medienkultur unseres Jahrhunderts in Originaltexten zusammen. Es wendet sich gleichermaßen an Studenten wie Dozenten der Medien- und Kulturwissenschaften und gibt ihnen - übersichtlich geordnet und kommentiert - eine strukturierte Einführung in die Medientheorie an die Hand. Viele Texte werden hier erstmals oder seit langer Zeit wieder auf Deutsch zugänglich gemacht.
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> Das Medium ist die Botschaft. Gelegentlich hat man ja das Gefühl zu verstehen, was Herbert Marshall McLuhan vor fast 40 Jahren damit meinte. Unlängst wieder eine kleine Hilfestellung im Fernsehen - Boris Beckers reklamedienliche Feststellung Ich bin drin!". Die Zeiten einer visionären Medienwissenschaft, wie sie der legendäre kanadische Literaturwissenschaftler betrieben hat, sind gezählt. Und trotzdem behält McLuhan Recht, weil sein Slogan so etwas wie die analytische Übereinkunft aller an Kommunikationstheorien interessierten Denkrichtungen formuliert: Medien stellen das, was sie speichern, vermitteln und verarbeiten jeweils unter die Bedingungen, die sie selbst schaffen und sind. Zuerst teilen sie sich also immer selbst mit.
> Das ist die Chance der Wissenschaft, denn das macht Kommunikationskanäle zu systematisierbaren Objekten - das ist aber auch der Fluch der Herausgeber von Medien-Readern, denn die müssen der Verschiedenheit der theoretischen Zugangsweisen zum Komplex "Medienwissenschaft" gerecht werden, etwa den aus der Systemtheorie, aus der Kybernetik, der Soziologie oder den Geistes- und Kulturwissenschaften.
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> Die fünf Herausgeber dieses Readers, allesamt Medienwissenschaftler an der jungen Weimarer Bauhaus-Universität, versuchen es denn auch nur mit einer vorsichtigen und sicher korrigierbaren Kanonisierung". Ziel ihrer Textauswahl ist es, eine Topographie von Fragen zu verzeichnen, die die Richtung medienwissenschaftlicher Arbeit [...] bis auf weiteres bestimmen wird.
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> Die Auswahl ist klug getroffen, das Buch übersichtlich und sinnvoll strukturiert. Es unterteilt sich in 9 Themenkreise wie Wahrnehmung", Technologien des Unbewußten", Zeit der Kybernetik" oder Formationen des Wissens". Die vier bis fünf Texte pro Rubrik sind darüberhinaus mit Einleitungen versehen, so daß sich auch diejenigen zurechtfinden dürften, die mit dem Kursbuch Medienkultur die Fährte aufnehmen wollen. --Nikolaus Stemmer
### **Walter Benjamin Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit**
https://archive.org/details/DasKunstwerkImZeitalterSeinerTechnischenReproduzierbarkeit
### **Marshall McLuhan: heiße Medien und kalte**
https://de.wikipedia.org/wiki/Understanding_Media
https://www.thegamecrafter.com/games/the-medium
### **Niklas Luhmann: Die Unwahrscheinlichkeit der Kommunikation**
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https://www.academia.edu/33020375/Unwahrscheinlichkeit_und_Medien_der_Kommunikation_in_der_Systemtheorie_von_Niklas_Luhmann
https://www.repetico.de/card-83500464
### **Régis Debray: Für eine Mediologie**
https://web.archive.org/web/20070616193516/http://www.avinus-magazin.eu/html/weber_-_zur_konstruktion_von_j.html
### [Die neue Macht des Plattformkapitalismus](https://www.philomag.de/artikel/die-neue-macht-des-plattformkapitalismus)
> Der Medien- und Literaturwissenschaftler Joseph Vogl zeigt in Kapital und Ressentiment, wie der digitale Finanzmarkt alle demokratischen Kontrollen lahmlegt.
> Aus heutiger Perspektive kann der barbarische Manchesterkapitalismus des 19. Jahrhunderts fast ein Sehnsuchtsort sein. Zu seiner ausbeuterischen Industrialisierung schien es zumindest noch ein Außen zu geben. Dem digitalen Finanzmarktkapitalismus der Gegenwart hingegen droht keine kollektive Revolte – Entsolidarisierung ist sein Prinzip. Er kann durch Politik nicht eingehegt werden – sie hat ihn installiert. Seine Krisen verzögern nichts – sie sind Katalysatoren.
Christoph Ernst / Jens Schröter (Hrsg.)
[MEDIEN, INTERFACES UND IMPLIZITES WISSEN](https://mediarep.org/bitstream/handle/doc/1820/Navigationen_17_2_2017_ERNST_SCHROETER_Medien_Interfaces_und_implizites_Wissen.pdf?sequence=1&isAllowed=y)