--- title: 4. Notensystem tags: notenlesen description: --- # 4. Notensystem Jetzt können wir schon Melodien aufschreiben, Tonhöhe notieren Die grafischen Elemente der modernen Notenschrift sind zunächst das Notensystem aus fünf Linien, auf dem neben Informationen über Tempo, Taktart, Dynamik und Instrumentation die Tonhöhen durch die vertikale Position definiert. Notensystem Notenlinien Hilfslinien Notenschlüssel Taktart Taktstrich Schlussstrich Hohe Töne möchten wir weiter oben anordnen, tiefe Töne weiter unten. Jetzt brauchen wir aber noch einen Bezugswert, damit wir wissen, welche Tonhöhe wirklich gemeint ist. Dafür wurde der Notenschlüssel erfunden. Da es so viele verschiedene Instrumente mit so unterschiedlichen Tonhöhen gibt, wurden verschiedene Notenschlüssel erfunden. Der gebräuchslichste Notenschlüssel ist der Violinen-Schlüssel, der auch G-Schlüssel genannt wird. D Notenschlüssel geben in der Musik an, auf welcher Notenlinie ein Ton liegt. Die beiden wichtigsten Notenschlüssel sind: Violinschlüssel, auch G-Schlüssel genannt (um ihn geht es in unseren Arbeitsblättern, er wird am häufigsten verwendet) Bassschlüssel, auch F-Schlüssel genannt Außerdem gibt es auch noch diese Notenschlüssel: Altschlüssel Tenorschlüssel ```abc X: 1 L: 1/8 C2 D2 E2 F2 G2 A2 B2 c2 | ``` Zwei Notenlinien repräsentieren den Abstand einer Terz; der Abstand einer zwischen den Linien liegenden Note zu einer auf einer der Nachbarlinien liegenden beträgt eine Sekunde. Der Notenschlüssel am Beginn jedes Systems legt einen Referenzton für eine bestimmte Notenlinie fest, aus der sich die anderen Tonhöhen ableiten lassen: auf der Abbildung der Ton g’ auf der zweiten Linie von unten. Im Bild kann man also nicht nur die relativen Notenabstände (Terz und Sekunde) ablesen, sondern auch aus dem Violinschlüssel schließen, dass die Töne a’–c’’ und a’–h’ gemeint sind. Für Töne, die zu hoch oder tief sind, um auf den Linien Platz zu finden, werden Hilfslinien verwendet. Klaviernotation In mehrstimmigen Musikstücken ist es üblich, mehrere Notensysteme untereinanderzusetzen, die jeweils eine Stimme enthalten, so dass die gleichzeitigen musikalischen Ereignisse übereinander angeordnet sind. Man spricht dann von einer Partitur. Dabei erhalten Liniensysteme für tiefere Töne meist einen Bassschlüssel, der im Unterschied zum Violinschlüssel das kleine f als Referenzton auf der zweitoberen Linie markiert.