###### tags: `EF` `Wirtschaft` `Sowi` # Bedürfnisse Unter Bedürfnissen versteht man Mangelerscheinungen, die den Wunsch auslösen, diesen Mangel zu beseitigen. Wenn das Bedürfnis konkreter wird und sich auf ein konkretes Produkt richtet, bezeichnet man dies als Bedarf. Sobald der Bedarf am Markt geltend gemacht wird, entsteht Nachfrage. Grundsätzlich geht die Ökonomik davon aus, dass Bedürfnisse unbegrenzt sind. ## Einteilung der Bedürfnisse Die Bedürfnisse, die Menschen haben, lassen sich unterschiedlich kategorisieren. Eine häufige Gliederung unterscheidet zwischen „primären", d.h. angeborenen und triebhaften Bedürfnissen, und „sekundären", d.h. aus den sozialen Kontakten erworbenen Bedürfnissen. Eine andere Unterteilung stammt vom amerikanischen Psychologen A. Maslow. Dieser unterscheidet fünf Bedürfnisebenen: 1. Grundbedürfnisse / physiologische Bedürfnisse, d.h. Hunger, Durst, Verlangen nach Schlaf, Wohnung und Sexualität. 2. Sicherheitsbedürfnisse, die sich darauf richten, die Befriedigung der Grundbedürfnisse auch langfristig zu sichern 3. Soziale Bedürfnisse, d.h. der Wunsch nach Zugehörigkeit und dem Leben in einer Gemeinschaft. 4. Individualbedürfnisse, d.h. Wertschätzung und der Weunsch nach Anerkennung und Bestätigung durch andere Personen 5. Selbstverwirklichung, d.h. Wünsche sich selbst zu entwickeln und von der Bestätigung durch die Gesellschaft zu lösen. ![](https://i.imgur.com/9tTpAIz.png) Die verschiedenen Ebenen bauen dabei laut Maslow aufeinander auf. Zunächst müssen die Grundbedürfnisse befriedigt sein, bevor Bedürfnisse auf höheren Ebenen auftauchen. Maslow nimmt an, dass bei einem Kind nur dann der Wunsch nach Liebe und Zuneigung entsteht, wenn es keine Sorgen um Nahrung mehr hat. Kinder die nie Geborgenheit und Liebe erfahren haben, werden ihr GEschick kaum in die eigene Hand nehmen können und sich selbst verwirklichen können.