# Bericht aus dem Senat vom 22.06.2022
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(Bericht Alex. Pott, Ergänzungen H.-Ch. Grunau)
## Aktuelles:
Herausforderung Studierendenwerk: Kurzarbeit wird beendet, aber Nachfrage nach Essen bleibt auf niedrigem Niveau. Zwei neue Studierendenvertreter werden benannt.
Ukraine: Es gibt weitere Mittel des Landes.
Energieversorgung: Rektor malt Szenario an die Wand, dass Uni möglicherweise im Winter auf Minimalbetrieb umstellen muss wegen fehlenden Gases. Z.B. distant teaching wg. kalter
Hoersaele.
Wissenschaftszeitarbeitsgesetz wird zur Zeit evaluiert. Es gibt demnächst einen "Professoren lunch" zu dem Thema.
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## Präsentation des Kustodie-Projekts der OVGU
Projektleitung. Frau Prof. Susanne Peters und Frau PD Nora Pleßke (Lehrstuhl für Anglistische Kultur- und Literaturwissenschaft)
Aus der Selbstdarstellung des Projekts: "Die Kustodie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg widmet sich seit 2018 dem wissenschaftlich, materiellen Erbe der Hochschule. Das 25-jährige Jubiläum bot Gelegenheit, materiale Überlieferungen der zusammengeschlossenen Magdeburger Technischen Universität, der Pädagogischen Hochschule und der Medizinischen Akademie kulturhistorisch aufzuarbeiten; die Objekte und Sammlungen dienen dabei als Zeugen der Zeit und erfüllen identitätsstiftende Funktionen, die sich über die Universitätsgeschichte entwickelten. Das Ziel der Kustodie ist es demnach, das universitäre Kulturgut zu erschließen und die Ergebnisse auch einer nicht-wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich zu machen."
In der Lehre wird die Kustodie in den Studiengang "Cultural Engineering"
integriert.
Präsentation wird online gestellt.
Vision: Ein Universitätsmuseum! Anregung: Schon mal vorab Vitrine im neuen welcome center.
Der Rektor erwähnt das Jubiläum 30 Jahre OVGU im nächsten Jahr, in dem sich die Uni besonders präsentieren will. Evtl. können Kustodien mit berücksichtigt werden.
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## Bericht aus der EDV- und Geraetekommission
(vgl. auch den Bericht von Herrn Prof. Kahle)
Es geht um Grossgeräte >200 T€ - so etwas haben wir nicht!
Von allgemeinem Interesse: 2023 und 2024 werden insgesamt
2 Mio € in die Erneuerung des Uni-Daten-Netzes investiert.
Viele der Mittel sind schon durch Berufungszusagen gebunden.
Problematisch: Man kauft einmal etwas für viel Geld, aber die Folgekosten müssen aus laufenden Haushaltsmitteln bestritten werden. Man kann nur hoffen, dass jemand, der ein Großgerät bekommt, dann so forschungsstark ist, dass er beim Mittelverteilungsmodell bzw. über die Drittmitteloverheads mehr bekommt.
Herr Preim meint, wenn man bei der Antragstellung ehrlich die Folgekosten benennt, senkt man die Bewillingungschancen.
Rektor berichtet, dass manchmal Großgeräte gekauft werden, die dann quasi nie genutzt werden...
(einstimmiger Beschluss bei 2 nicht professoralen Enthaltungen)
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## Bericht der Klimakommission
(Ioannis Armoutis, studentisches Mitglied)
- Ein Ziel ist die Erarbeitung einer Definition von "Klimaneutralität" für die OVGU.
- Gesucht werden Mitglieder dieser Kommission aus der Gruppe der wissenschaftlichen und wissenschaftsunterstützenden Mitarbeitenden. Dazu eine Veranstaltung am 8.7. um 11 Uhr im Konferenzraum der UB.
- Uni überdenkt ihr Energiekonzept, weil die Gaspreise mehr noch als vieles andere in die Höhe schießen. Dazu kommen noch Materialengpässe (Stahlrohre beispielsweise sind derzeit nicht erhätlich), weshalb die Bauarbeiten schon arg in Verzug geraten sind. Ob wir am Ende auf grünen Wasserstoff setzen können?
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## Bericht aus der KSL
(vgl. Bericht von Herrn Prof. Deckelnick)
Es werden Ordnungen zur Organisation der Immatrikulation
geaendert (Bewerbungsfristen wieder wie vor Corona), also 15.09. zum WiSe. Nachfrage, ob man nicht beim 30.09. bleiben kann: Es wird dann zeitlich doch recht eng, aber im Falle eines Falles aktzeptiert man auch späte Bewerbungen.
Es fällt auf, dass die Formulierung in der Imma-Ordnung (Deutsche können sich zum 15.09. bewerben, Ausländer bis zum 15.07.) nicht das abbildet, was gemeint ist (nämlich die Frage, wo die Hochschulzugangsberechtigung erworben wurde). Wird entsprechend geändert.
(Einstimmige Beschlüsse bei einzelnen Enthaltungen)
Des weiteren passieren Aenderungen von einer SPO und einer
Gebuehrenordnung (Zertifikatsweiterbildungsprogramm) den Senat.
(Beschluesse bei einmalig einer Neinstimme und einzelnen Enthaltungen)
Information, dass der Fonds "Studium und Lehre" neu aufgelegt wird. Aufruf, bis zum 31.07. Anträge einzureichen:
https://www.ovgu.de/Universit%C3%A4t/Organisation/Rektorat/Prorektorin+f%C3%BCr+Studium+und+Lehre/Fonds+f%C3%BCr+Studium+und+Lehre+2022.html
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## Bericht des Büros fuer Gleichstellungsfragen (BfG)
Die scheidende Gleichstellungsbeauftragte der OVGU, Frau Dr. Tiefel,
berichtet ueber ihre Arbeit und reflektiert das Gleichstellungskonzept
unserer Universitaet. Einige Punkte:
- Das BfG sieht sich neben seiner Kontrollfunktion vor allem als
Beratungs-, Koordinierungs- und Servicestelle.
- Hohe zeitliche Belastung durch Gremienarbeit, u.a. Begleitung von
Berufungsverfahren
- Das BfG kuemmert sich neben koordinierenden und unterstuetzenden Taetigkeiten
vor allem um das Professorinnenprogramm, die Dorothea Erxleben- und Marianne
Schminder-Gastprofessuren.
- Das BfG hilft den Fakultaeten bei der Erstellung, Evaluation und Fortschreibung
der lokalen Gleichstellungskonzepte
- Gleichstellung ist umfassend zu verstehen und beschraenkt sich nicht auf
Geschlechtergerechtigkeit - wenngleich "selbst hier" noch viel zu tun ist.
- Das BfG wirbt fuer seine Unterstuetzungsangebote und seine theoretische
Arbeit auch Drittmittel ein.
- Das BfG kommt bei Verbundantraegen immer mehr ins Spiel, weil diese nur
bei einem ueberzeugenden Konzept zur Gleichstellungs- und Diversitaetsthematik
ueberhaupt noch eine Foerderchance haben.
- Weiterentwicklung der OVGU als attraktiver Ort zum Studieren, Lehren und
Arbeiten - erfordert anderes Selbstverstaendnis u.a. als Arbeitgeberin.
- Gleichstellung ist eine umfassende Dauer- und Querschnittsaufgabe
- Anzahl der weiblichen Professuren an der OVGU (13 %) deutlich hinter dem Bundesschnitt (27 %)
Die Leistungen des BfG werden in den Wortbeiträgen hochgelobt.
Der Senat tut sich aber schwer, Gleichstellung als gemeinsame Querschnittsaufgabe aller Akteur/innen zu identifizieren und zu priorisieren.
Am Rande wird erwähnt, dass die Dorothea-Erxleben-Professur in diesem Herbst nicht ausgeschrieben wird (Finanzprobleme). Das Rektorat versucht, eine Lösung zu finden. Rektor erwähnt aber die angespannte Finanzlage der Uni (Energiepreise). Es wird erwähnt, dass es auch die Marianne Schminder Gastprofessur gibt und eine Professur mit dem Schwerpunkt Geschlechterforschung, die auch nicht im Etat verankert ist. Der Kanzler stellt klar, dass nicht alle Projekte in diesem Umfang weiterfinanziert werden koennen.
Die Diskussion zur Erxleben Professur ist recht intensiv und emotional. Frau Dr. Tiefel merkt an, dass die Erxleben-Professur Voraussetzung für das eine oder andere Drittmittelprogramm ist. Dieses sei die einzige Gleichstellungsmaßnahme der OVGU, die von der DFG als "best practise" erwähnt werde.
Wichtig sei, so ein weiterer Redebeitrag, das Gleichstellungsbüro weiter ausreichend gut zu finanzieren um die erfolgreiche Arbeit nicht ungewollt "abzuwürgen".
Die sehr detaillierte Präsentation ist angefügt.
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## Verschiedenes:
- Informationen zur Studienwerbung auf Initiative von Herrn Prof. Speck und uns,
aus Anlass des Nichtstattfindens eines klassischen Studieninformationstages.
Dieses Thema soll im Herbst umfassend aufgegriffen werden und dann
insbesondere ueber die Zukunft eines Studieninformationstages
entschieden werden.
- Sommerfest am 29.6. in der Festung Mark, Kaffee und Kuchen sind umsonst.
Diverse Rufe:
- Prorektorin Relja hat einen Ruf auf W3 in Ulm erhalten.
- Ruferteilungen Anästhesie
- Ruferteilung Strahlentherapie
- Medizindidaktik (Platz Nummer 3) hat abgelehnt, Liste also erschöpft.
- Ruferteilung Sozialforschung
- Ruferteilung VWL-Makroökonomie
Rufannahme Biologie neuronaler Schaltkreise
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## Nicht öffentlich.
## Protokoll
## Berufungen:
### FME: W2-Professur für Interventionelle Radiologie
(befristet auf 5 Jahre, kein TT, Aufwertung einer Oberarztstelle zur Professur)
3er Liste, Platz 3 eine Frau. Platz 2 ist von hier,
sein "Chef" stimmberechtigtes Mitglied der BK,
wird erst in der Schlussphase auf Draengen des
Rektorats aus der BK genommen (ohne Ersatz).
3 beratende BK-Mitglieder haben zu dieser Person
ebenfalls wissenschaftliche Kontakte.
8 Bewerbungen (darunter 1 von Frauen).
Fuer jede/n eingeladene/n Bewerber/in nimmt sich die Kommission
70 Minuten Zeit, die jeweiligen Programmpunkte werden fuer alle
Bewerber/innen gebuendelt abgearbeitet, so dass diese praktisch
den ganzen Tag miteinander verbringen koennen. Die Bewerber/innen
duerfen sogar die Vortraege und Lehrproben der Konkurrent/inn/en
anhoeren!
(Beschluss: Prof: 11 J, 0 N, 0 E, sonstige: 6 J, 0 N, 1 E)
### Verleihung der Bezeichnung apl. Prof:
1 x FME (offenbar sehr stark, hat sogar externen Ruf abgelehnt)
(Beschluss: Prof: 10 J, 1 N, 0 E, sonstige: 5 J, 0 N, 2 E)
Ende 17:00 Uhr