<!-- .slide: data-background="#d07f0d" -->
### *More than Cheesecake?*
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# Musik - Evolutionäre Ursprünge
***
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- Arthur C Clark in "Childhood's End":
- Ausserirdische versuchen den Zweck hinter menschlicher Musik zu ergründen
- Musik steht in keiner "notwendigen" Beziehung zur Welt
- Debatte seit 150 Jahren
- 1871 Darwin "Abstammung des Menschen": 10 Seiten der Musik gewidmet!
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#### Literatur - maßgeblich für die aktuelle Debatte(n)
Autor|Titel|Publisher
---|---|---
**Mithen** S (2006) |**The Singing Neanderthals**: The Origins of Music, Language, Mind and Body|Harvard University Press
**Wallin, Merker, Brown** (2000) |**The origins of music**|MIT Press
**Zatorre & Peretz** (2001) |**The biological foundations of music**|NYAS
**Patel** AD (2010) |**Music, biological evolution, and the brain**|In: Levander & Henry: Emerging Disciplines, Rice University Press
**Pinker** S (1997)|**How the Mind works**|W.W. Norton
**Gould** SJ (1999) |**Exaptation: A Crucial Tool for an Evolutionary Psychology**|Social Issues 47(3):43-65
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#### Literatur - Weitere Empfehlungen
Autor|Titel|Publisher
---|---|---
**Juslin & Sloboda** (2010) |**Handbook of music and emotion**|Oxford University Press
**Margulis** E (2013) |**On Repeat: How Music plays the Mind**|Oxford University Press
**Fitch** T (2010) |**The Evolution of Language**|Cambridge University Press
**Wilson** EO (2012) |**The Social Conquest of Earth**| Liveright
sowie ausgewählte Originalartikel (peer-reviewed) des internationalen Schrifttums (a.k.a. "**Papers**")
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# Music - What is it good for?
#### Theorien und Spekulationen über das „Warum“ von Musik
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#### „Warum“ – eigentlich zwei verschiedene Fragen
- Wie und wodurch?
- Entstehen der Voraussetzungen
- Z.B. Zweibeinigkeit
- Wozu und weshalb?
- Ursprünglicher „Nutzen“
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*Verhaltensbiologie*
### Wann darf man von Evolution im biologischen Sinne sprechen?
Vier entscheidende "Indizien":
- alt
- adaptiv
- universell
- spontan
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# Evolutionstheorien der Musik
***
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# Adaptive Theorien
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### Theorie 1: Biologische Gründe
#### Wichtige Unterscheidung:
- **Effekte** von Musik (Emotionen)
- vs. **Nutzen** von Musik (vgl Tierlaute haben alle einen Zweck)
---
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#### Biologische Gründe
- Wahrnehmungstraining für die Ohren
- Motorisches Training (z.B. Feinmotorik, Sprechapparat)
- Einschüchterungsgebaren AVID (Joseph Jordania)
- Safe Time Passing (David Huron)
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### Theorie 2: Protosprache
#### Darwin:
- Darwin: Musik geht Sprache voraus, Protosprache
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#### Vertreter Protosprache
- Idee weiterentwickelt von
- Steven Mithen (kognitiver Archäologe) in "The Singing Neanderthals"
- Tecumseh Fitch (kognitiver Biologe) in "The Evolution of Language"
- nicht mehr so stark an Darwins Sex-Idee gebunden
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#### Ko-Evolution mit Sprache
- Musikalische Proto-Sprache (Brown, Fitch, Dunbar)
- „Hmmmmm”-Theorie der Neandertaler (Mithen)
** Mithen in "The Singing Neanderthals": Hmmmmm = holistisch, manipulativ, multi-modal, musikalisch, mimetisch
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### Theorie 3: Sex
#### PRO:
- Schon Darwin zieht die Parallele zu sexuellem "Display" Verhalten
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#### Vertreter Sex
- v.a. Geoffrey Miller
---
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#### Balz-Ornament
- Zurschaustellung von geistiger „Fitness“ & Proteismus
- Zurschaustellung eines Handicaps
- Zurschaustellung von Zurschaustellung (runaway-Prozess und sexy sons)
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#### CONTRA?
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#### CONTRA:
- Kaum sexuelle Dimorphismen (nur ein Geschlecht tut es; unterschiedliche Hirnstruktur etc)
- Verhalten sollte erst mit Geschlechtsreife auftreten
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### Theorie 4: Mutter-Kind-Interaktion
#### PRO:
- Menschen-Kinder sind geburtskanalabhängig "Frühgeburten" und sehr lange totalabhängig
- Mutter und Kind müssen auditorisch-nichtlinguistisch kommunizieren lange vor der Sprachentwicklung
- Kein Fell zum Reinklammern, dadurch physische Distanz zu überbrücken (Hände frei)
- Motherese repetitiv, zwischen Singen und Sprechen
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#### Vertreter:
- Dean Falk
- Alan Dissanayake
- Liza Margulis
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## Theorie 5: Soziale Bindung in Gruppen
#### PRO:
- In vielen Kulturen ist Musik eine Gruppen-, keine Zweieraktivität (oder einer-für-viele)
- Teilen der emotionalen Erfahrung
- fördert Kooperation und prosoziales Verhalten, Kohäsion
- Konfliktreduktion
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#### Vertreter
- EO Wilson
- Physiker Juan Roederer 1984
- Neurobiologe Walter Freeman
- Psychologe Steven Brown
- Evolutionsbiologe Robin Dunbar
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#### Sozialer Nutzen
- Gruppenzusammenhalt; Signalisieren von Koalitionen (Hagen)
- Gruppenkoordination (Hau-ruck!)
- Konfliktvermeidung
- Vokale Mutter-Kind-Interaktion
- Transgenerationale Kommunikation
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Edward O. Wilson 2012 in "The Social Conquest of Earth":
#### Multi-Level Selection Theory
Biologische Evolution kann simultan/parallel auf individueller und Gruppen-Ebene ablaufen
- Relative Tonhöhenwahrnehmung erlaubt mehreren Individuen, ihre Stimmen zu verschmelzen
- Gemeinsamer Beat als Rahmen für Koordination
- Elizabeth Margulis (2013) in "On Repeat: how Music plays the Mind": Musik hat viele Wiederholungen, anders als Sprache
- als Einladung zum Mitmachen
- Theorie ist zunehmend auf dem Vormarsch
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# Nicht-adaptive Theorien
***
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#### Musik hat gar keine Funktion
- NAPS : Musik wie Zucker, Fett, Alkohol
- Cheesecake (Pinker), spandrels, Kratzen
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### Theorie 6: Reine Kulturelle Erfindung
- Schrift als Beispiel für eine Erfindung mit umwälzenden Kulturevolutionären Auswirkungen (vor 5000 Jahren, Mesopotamien):
- keine Evolution, rein kulturelle Erfindung
- macht sich aber andere, biologisch evolutionäre Hirnprozesse zu nutze (Sprache, visuelle Formerkennung, feinmotorische Kontrolle)
- Stanislas Dehaene (Neurowissenschaftler):
- Kulturelles Recycling von Gehirnschaltkreisen, die sich aus anderen Gründen entwickelt haben
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#### PRO:
- Kein Überlebenswert
- Leistungen (auditive Musikverarbeitung) kommt in keiner anderen Tierart vor
- Nebenprodukt anderer mentaler Leistungen
- Pinker: Musik = Lust-Technik
- nutzt andere Hirnfunktionen, die ihrerseits alt, adaptiv, universell und spontan sind
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### Pinkers FÜNF:
- Sprache: Prosodie, linguistische
- Auditorische Szenenanalyse, Schallquellendifferenzierung
- Emotionale Vokalisation, pitch und rhythmische
- Habitat-Selektion (ist es hier sicher? Tiere, Wetter, Wind)
- Motorische Kontrolle (Nietzsche "hören mit den Muskeln", Bewegungsdrang)
Die Lust (Belohnung) kommt deswegen zustande, weil die genutzten Hirnprozesse ihrerseits adaptiv sind
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#### Vertreter
- William James, Nebenprodukt des Hörsystems, biologisch ungeplante Errungenschaft
- Steven Pinker "How the Mind works" (1997): Pinker bietet für fast jede mentale Kapazität biologische Gründe; nennt Musik als Gegenbeispiel
- Musik Erfindung aufgrund starker Verbindung zu Pleasure (Lust)
- Vergnügungstechnologie, ein Cocktail der eine Vielzahl von lustauslösenden unterschiedlichen Hirnstrukturen stimuliert
- nutzt andere Hirnfunktionen, die ihrerseits alt und universell und spontan sind
- Pinker betont, dass nur weil etwas eine nichtadaptive Erfindung (biologischer "Nutzen") ist, noch kein Urteil über seinen kulturellen "Wert", vgl. Schrift
- Gary Marcus
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#### CONTRA?
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#### CONTRA:
- alt
- Schrift ist kulturell sehr jung
- Musik viel älter
- universell
- Schrift ist nicht universell (25% rezenter Kulturen schriftlos)
- Musik ist universell
- spontan
- Musik entwickelt sich früh und spontan in Kindern
- Schrift muss explizit unterrichtet werden und ist kognitiv mühsam
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#### Theorie 7: Exaptation
- eine Funktion, die unabhängig ist von den ursprünglichen evolutionshistorischen Gründen seiner Adaptation
- Ergebnis des sehr komplexen Hirns, nicht weil diese Fähigkeit ursprünglich selektionsgetrieben ist
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<!-- .slide: data-background="#2d625f" -->
#### Vertreter
- Stephen J Gould
- Essay 1991: Viele kulturelle Kernkompetenzen Nebenprodukte eines Gehirns, das aus anderen Gründen sehr, sehr groß geworden war
*Gould SJ (1999) Exaptation: A Crucial Tool for an Evolutionary Psychology.
Social Issues 47(3):43-65*
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# Integrierende Theorien
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### Theorie 8: Genetisch-kulturelle Ko-Evolution
- Kultur und Biologie in Feedback-Loop
- Kulturelle Erfindungen können nach und nach die Biologie einer Spezies nachhaltig modulieren und zu genetisch vererbbaren Eigenschaften führen
- Bsp.: Laktose-Verträglichkeit als positive Genmutation
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#### Patel-Modell
- Kultureller Teilmechanismus:
- Erfindung von Musik analog zur Erfindung von Feuer: Nichtadaptive Erfindung mit so großem Nutzen dass bald universell
- Vor der Schriftsprache Musik als Merkhilfe für Geschichten und Traditionen über Generationen hinweg
- Genetischer Teilmechanismus:
- Bsp.1: Biologischer Anthropologe Richard Wrangham in "Catching Fire: how Cooking made us human" (2009):
- Kontrolle des Feuers als kulturelle Erfindung → genetische Folgen
- Feuer → Garen → Fleisch und Gemüse leichter verdaulich → Weniger Energie für Verdauung → mehr Energie für andere Großverbraucher v.a. HIRN (20% Grundumsatz bei 2% Körpermasse).
- Bsp.2: Gen**defekt** für Laktose**toleranz**
- Empirische Evidenz für musikbedingte Anpassungen im biologischen Gehirn
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<!-- .slide: data-background="#2d625f" -->
#### Vertreter
- Patel AD (2010) Music, biological evolution, and the brain
- Gary Tomlinson in "A million Years of Music" (2015)
- Mark Changizi, Director of Human Cognition at 2AI Labs
- Bangert (2008 / 2012 Hypothese) "A Cultural Meme-Gene Highjacking of Sexual Selection" ( schon **Theorie 9** ? )
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### Active Music Making
#### as Bond and *Social Glue*
***
- Interactional Coordination
- Komplexe kollaborative Musik
- Hochkonzentrierte immersive Minuten → *no time for beef*
- Bindung kognitiver Ressourcen → *no nerve for beef*
- Music as a mental place / time window for
- suspension of everyday worries
- suspension of interpersonal *bad vibes*
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<!-- .slide: data-background="#a83f2c" -->
Gelehrtendebatten schön und gut...
## Wie kommen wir an Evidenz heran?
-- wenn Experimente nicht möglich sind -- oder doch? --
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<!-- .slide: data-background="#a83f2c" -->
#### Methoden der Biomusikologie
- Archäologie: Wer, wie, wo, seit wann?
- Kulturelle Studien an rezenten „Urvölkern“
- Hirnforschung: Beteiligte Areale
- Psychologie und Soziologie = „Experimentelle Archäologie“
- Musiktheorie und Analysen: Analogien zu anderen Kompetenzen
- Linguistik: Gemeinsamkeiten / Unterschiede zur Sprache
- Vergleichende (Verhaltens)Biologie
- Ontogenese: (früh)kindliche Entwicklung von Musik
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# Fragen und Annäherungen
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 1. Musik im Gehirn
- Musikverarbeitung im Gehirn
- Gehirn: Funktion verstehen über Dysfunktion: Aphasie, Amusie, Williams-Syndrom, Inselbegabte
- Musik- und Sprachverarbeitung im Gehirn – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 2. Geboren mit Musik
- Sprechen und Singen fürs Baby
- Musik in der kindlichen Entwicklung verankert
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 3. Sprache
- Was erzählt uns die Sprachevolution über die Musik? „Musilanguage“ & co
- Gehirne und Sprache der Vorfahren
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 4. Die Musik des Lebens
- Rhythmen des Lebens – Innere Uhren
- Naturgeräusche, Imitation und „Musikalische Universalien“
- Rhythmus, Zweibeinigkeit und Tanz
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 5. "Pet Sounds"
- Was lernen wir vom Tier?
- Vögel und Wale
- Primaten
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 6. Evolutionsstrategien
- Themen und Methoden der Biomusikologie
- Grundverständnis der Mechanismen der Evolution
- Sinnfreie Evolution – Selbstläuferprozesse
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#### 7. Die Verwandten – Gattung Homo
- Hatte Musik jemals einen „Überlebensvorteil“?
- Leben und Musik der Neandertaler
- Frühmenschen – Lebensbedingungen; Übergang zum Homo sapiens
- "*Hmmmmm*" **
** *Mithen in "The Singing Neanderthals": Hmmmmm = holistisch, manipulativ, multi-modal, musikalisch, mimetisch*
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 8. Musik und Kult
- Emotionale Wirkungen von Musik
- Rituelle, kultische, religiöse Nutzung von Musik
- Schamanen und Heiler
- Kulturen: Musik, Gesang, Instrumente, Tanz rezenter „Urvölker“
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 9. Die Gruppe
- „Wer stellte die erste Frage?“ - Evolution des Chorsingens
- Gruppenzusammenhalt und Kooperation
- Konfliktvermeidung
- Bewegungskoordination - Dreschen, Mahlen und Hauruck
- Heulende Wölfe, grollende Löwen: Musik zur Einschüchterung und AVID-Hypothese
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 10. Sex I – Sexuelle Selektion im Tierreich
- Sexuelle Selektion - Geschichte einer Theorie
- Ornamente: Pfauenfedern & Co.
- Balz, DNA, Fitness – Werbung im Tierreich
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 11. Sex II – Sexuelle Selektion und Musik?
- Millers Selektionshypothese für Musik – pro und contra
- Experimentelle Archäologie - Studien im Hier und Jetzt
- Partnerwerbung im Pleistozän
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 12. Nachdenken über Musik
- Ist Musik überhaupt eine evolutionäre Entwicklung? Oder eine rein kulturelle Errungenschaft?
- Denker über Musik - Komponisten, Philosophen, historische Figuren
- Ästhetik und Kitschbegriff: „Schöne Musik“ - gute Musik oder hübsche Musik?
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 13. Das ästhetische Gehirn
- Das künstlerische Gehirn
- Ästhetik – Vom biologischen Nutzen der Schönheit
- Proteismus: Geistesblitze und Improvisation
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<!-- .slide: data-background="#532e22" -->
#### 14. Musikkonsum Heute
- “Emotional responses to music” (Patrik Juslin & Daniel Västfjäll 2008)
- ein kontroverser Aufsatz und die Reaktionen
- Musik: Absurde Genußsuche oder gefahrloser Zeitvertreib?
- Die Charts der beliebtesten Gründe, aus denen wir (heute) Musik konsumieren
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<!-- .slide: data-background="#fff" -->
***
# Beispiel
***
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<!-- .slide: data-background="#2d625f" -->
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### Active Music Making
#### as Bond and *Social Glue*
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- Gemeinsames Musizieren im Kreis
- "um das Herdfeuer"
- nicht vor (oder für) Publikum
- Interaktion zwischen den Beteiligten
- Verteilung von Blickbewegungen
- Empathiegehalt von Blickaustausch
- Synchronisation von Verhalten
- besonders unmittelbar NACH dem Musizieren
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