<!-- .slide: data-background="#de061a" --> --- <!-- .slide: data-background="#d9b42c" --> *** ### Allerlei Klausurfragen *** (20/20/10) --- <!-- .slide: data-background="#d9b42c" --> #### TEIL 1 (20 P.) *** Multiple Choice (10x2) ---- <!-- .slide: data-background="#ff0" --> Um welche Schlussweise handelt es sich jeweils (Deduktion, Induktion, Abduktion)? - Eine Taube ist ein Vogel und kann Fliegen. Ein Rotkehlchen ist ein Vogel und kann Fliegen. Also können alle Vögel Fliegen. - Das Päckchen liegt vor der Haustür. Der Postbote muss es dort abgelegt haben. - Wasser gefriert unter null Grad Celsius. Im Gefrierfach hat es -16 Grad Celsius. Wenn ich Wasser hineinstelle, wird es gefrieren. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Welchen Frequenzbereich umfasst das menschliche Hörvermögen typischerweise? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Wie ist in der Wellenausbreitung der Zusammenhang zwischen Frequenz f, Wellenlänge &lambda; und Schallausbreitungsgeschwindigkeit c? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Ein Tonhöhenunterschied von einem Halbton entspricht welchem relativen Frequenzverhältnis? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Wie sind gemäß den Überlegungen von Pythagoras die Frequenzverhältnisse (näherungsweise) der Intervalltöne bei (a) einer Oktave (b) einer reinen Quarte \(c\) einer großen Terz? ---- <!-- .slide: data-background="#ff0" --> Welchen statistischen Test würde man einsetzen, wenn man die Mittelwerte zweier Gruppen in einem Between-Subjects-Design vergleichen will (Annahme: Daten sind normalverteilt)? ---- <!-- .slide: data-background="#f00" --> Wer war einer der “Väter“ des Empirismus, der auch für die „Idolenlehre“ bekannt ist? ---- <!-- .slide: data-background="#f00" --> Welches der Folgenden kann NICHT aus der abgebildeten Art von Gehirndaten extrahiert werden? ---- <!-- .slide: data-background="#ff0" --> Welches der Folgenden ist am wahrscheinlichsten geeignet, p-Hacking zu reduzieren und gute Wissenschaft zu fördern? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Welche neuronalen Kerne enthalten Strukturen der so genannten „Hörbahn“? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was ist nach Blauert in Bezug auf die auditive Wahrnehmung psychophysikalisch zu unterschieden? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Wieviele Intensitätsgrößenordnungen (Zehnerpotenzen) liegen zwischen menschlicher Hörschwelle (0 dB) und Schmerzschwelle (130 dB)? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was ist typischen musikalischen Skalen der meisten Kulturen rund um den Globus gemeinsam? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was sind Funktion und Zweck der Gehörknöchelchen des Mittelohrs? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Welche der folgenden gehören nicht zu den acht unabhängigen neuronalen Mechanismen emotionaler Musikwirkung nach Juslin & Västfjäll (2008/2013)? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Gustav Theodor Fechner traf die wichtige begriffliche Unterscheidung in Bezug auf die Zuordnungsebenen physikalischer Prozesse zu subjektivem Erleben. Welche? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Wie nennt man die elektrischen Impulse, die sich entlang eines Axons ausbreiten? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was ist nicht Teil einer Nervenzelle? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Wie nennt man die Botenstoffe, die Informationen über den synaptischen Spalt hinweg übertragen? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Wieviele Neuronen hat das erwachsene menschliche Gehirn ungefähr? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Anhand welcher musikalischer Parameter klassifizieren innerhalb westeuropäischer Musiktradition enkulturierte, 5-jährige Kinder Melodien als emotional fröhlich/traurig? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Wie nennt man die beschleunigte kognitive Verarbeitung durch Echtzeit-Vorhersage des wahrscheinlichsten nächsten Events und Abgleich der Sinnesinformation mit dieser Erwartung? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was ist laut Henkjan Honing (Honing & Ploeger 2012) der eigentliche Untersuchungsgegenstand der Cognitive Neuroscience of Music – in Abgenzung zu welcher Schlüsselunterscheidung? ---- <!-- .slide: data-background="#f00" --> Was bezeichnet Richard Feynman mit dem Begriff "Cargo Cult Science"? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> In einem Experiment soll der Einfluss der Raumtemperatur auf die Schnelligkeit von Pianisten getestet werden. Dazu wird die Raumtemperatur vom Forscher verändert. Was ist die abhängige, was ist die unabhängige Variable in diesem Experiment? --- <!-- .slide: data-background="#d9b42c" --> #### TEIL 2 (20 P.) *** Kurzantworten (4x5) ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Wie wird an einer Synapse neuronale Information auf die nächste Nervenzelle übertragen? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was beschreibt die Hebb’sche Lernregel und wie lautet sie? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was versteht man unter Refraktärzeit; wie lang ist sie im menschlichen Nervensystem typischerweise und wie lang in Nervenzellen des Hörnervs? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Worin besteht der Unterschied zwischen schematischer und veridikaler Expektanz? ---- <!-- .slide: data-background="#ff0" --> Erkläre kurz den Unterschied zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen. ---- <!-- .slide: data-background="#f00" --> Was bezeichnet Richard Feynman mit dem Begriff "Cargo Cult Science"? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> In einem Experiment soll der Einfluss der Raumtemperatur auf die Schnelligkeit von Pianisten getestet werden. Dazu wird der Raumtemperatur vom Forscher verändert. Was ist die abhängige, was ist die unabhängige Variable in diesem Experiment? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Seit etwa wieviel Jahren weist das Gehirn der Gattung Mensch laut einigen Spekulationen aufgrund einer Mutation das heutige Sprach- und möglicherweise Musikvermögen auf und wie ist der Name des betreffenden Gens? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was ist laut Henkjan Honing (Honing & Ploeger 2012) der eigentliche Untersuchungsgegenstand der Cognitive Neuroscience of Music und auf welche wichtige Schlüsselunterscheidung wird hingewiesen? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was ist ein komplex-harmonischer Ton? Erläutern Sie und geben Sie ein Beispiel. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Gegeben sei ein Kammerton a1 = 440 Hz. Berechnen Sie die Frequenz folgender Intervalle über diesem a1: 1. Oktave 2. reine Quinte 3. reine Quarte. Geben Sie jeweils zwei Ergebnisse an: - gemäß Pythagoras - für gleichschwebend temperierte Stimmung. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Erläutern Sie die Bedeutung des Begriffs „Just Noticeable Difference (JND)“. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Worin unterscheiden sich sensorische und kontextuelle Dissonanz. Erläutern Sie. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> In einer fMRI-Studie zur Tonhöhenwahrnehmung fanden Foster & Zatorre (2010), dass beim „relativen Hören“ und bei der Erkennung transponierter Melodien ein Hirnareal beteiligt ist, das sich außerhalb des Hörkortex befindet. Um welches handelt es sich und welche Aufgabe übernimmt es in Bezug auf das Hören transponierter Musik? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Warum ist es notwendig, dass das Hörsystem einzelne Bestandteile des Schallereignisses „erfindet“, um es in ein Hörereignis umzuwandeln? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> David Hurons Kontrastaffekt-Theorie bietet eine plausible Spekulation, warum es bei besonders lustvoll empfundenen musikalischen Momenten (Chills) zu einer paradoxen Aktivierung von Hirnarealen und zu physiologischen Reaktionen kommt, die normalerweise mit Angst und Gefahr verbunden sind. Beschreiben Sie die vermuteten Vorgänge im Gehirn. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Erläutern Sie die Bedeutung des Begriffs „Psychologische Distanz“ in Bezug auf Tonhöhen. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> In einer Studie hörten sich 10 Teilnehmende Musik an und gaben ein subjektives Urteil über deren „Groovy-ness“ auf einer Skala von 1-9. Die 10 Antworten für den Song ‘Happy’ (Pharrell Williams) waren: > 7, 5, 8, 7, 6, 8, 4, 9, 7, 8. Berechnen Sie den Erwartungswert (Mittelwert), Modus (Modalwert) und Median für diesen Datensatz. Welches Lagemaß (central tendency) würden Sie für diesen Datensatz als geeignet auswählen und warum? (Hinweis, falls Sie auf Outlier prüfen möchten: Die Standardabweichung für diesen Datensatz beträgt 1.5) ---- <!-- .slide: data-background="#f00" --> Beschreiben Sie einige Methoden, die typischerweise in der Ethnographie / Ethnomusikologie genutzt werden. ---- <!-- .slide: data-background="#f00" --> Skizzieren Sie einige Vor- und Nachteile von Feldexperimenten. ---- <!-- .slide: data-background="#f00" --> Skizzieren Sie einige Vor- und Nachteile der Extraktion akustischer / musikalischer Features mit computationalen Methoden (z.B. MIRtoolbox, opensmile, librosa, IDyOM, IDyOT etc.) --- <!-- .slide: data-background="#d9b42c" --> #### TEIL 3 (10 P.) *** Ausführliche Darlegung "Pick one" (1x10) ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was sind die sechs Teilaufgaben der Wahrnehmung nach Goldstein (2002)? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Wie ist der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Aufmerksamkeit? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Erläutern Sie einige Unterschiede zwischen expressiver und induzierter Emotion in Bezug auf Instrumentalmusik. Beschreiben Sie jeweils ein Beispiel für eine empirische Studie, in der expressive beziehungsweise induzierte musikalische Emotionswirkung untersucht wird. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Beschreiben Sie (mathematisch oder in Worten) den psychophysischen Zusammenhang zwischen Reizintensität und Erlebnisintensität nach Weber, Weber/Fechner, und Stevens und geben Sie jeweils ein Beispiel. ---- <!-- .slide: data-background="#f00" --> Erläutern Sie das Konzept der auditorischen „Maskierung“, beschreiben Sie verschiedene der zu dem Begriff gehörigen Wahrnehmungsstrategien und geben Sie Beispiele. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Erklären Sie aus kognitiver Perspektive, wie und warum ein musikalischer Trugschluss so wirkt, wie er wirkt, und auf welchen Voraussetzungen das Phänomen beruht. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Sie planen eine Studie zur folgenden Frage: “Hat kultureller Hintergund einen Einfluss auf die Perzeption von musikalischer Konsonanz und Dissonanz?” Überführen Sie die Frage in eine Hypothese und beschreiben Sie eine qualitative oder eine quantitative Methode und Analyse, die die Frage beantworten könnte. ---- <!-- .slide: data-background="#f00" --> Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen zwischen den behavioralen, kognitivistischen und biologischen Sichtweisen der Psychologie? (Bedenken Sie die “Debatten” Determinismus/Willensfreiheit, Nature/Nurture, reduktionistisch/ganzheitlich) Beschreiben Sie am Beispiel eines musikalischen Verhaltens (Lernen eines neuen Instruments), wie jede der drei Sichtweisen ein solches Verhalten erklären könnte. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Welche beiden neuronalen Strategien nutzt der Hörnerv, um Information über Frequenz/Tonhöhe zu übertragen? Benennen und erklären Sie beide und begründen Sie die Notwendigkeit von zwei anstatt lediglich einer Strategie. ---- <!-- .slide: data-background="#ff0" --> Fertigen Sie eine Liste der Invarianzen menschlicher Musikwahrnehmung für die Kategorien Frequenzstruktur, Intensitätsstruktur, Zeitstruktur an. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Warum gefallen „uns“ Konsonanzen besser als Dissonanzen? Erläutern Sie die beitragenden und ineinandergreifenden Phänomene und Prozesse und nehmen Sie auch kurz Bezug darauf, warum zu Beginn der Aufgabenstellung „uns“ in Anführungszeichen gesetzt wurde. ---- <!-- .slide: data-background="#ff0" --> Wie geht das Gehirn mit MP3-Musik um? ---- <!-- .slide: data-background="#ff0" --> Entlang der Hörbahn werden die Nervenbahnen nur zu einem Teil gekreuzt, ein weiterer Teil verbleibt auf derselben Seite. So empfängt der Obere Olivenkern jeder Seite neuronalen Input von beiden Ohren. Wozu wird diese Information genutzt und auf welche Parameter des Schallsignals wird dabei zurückgegriffen? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Beschreiben Sie (in Formeln und in Worten) den psychophysischen Zusammenhang zwischen Reizintensität und Erlebnisintensität nach Weber, Weber/Fechner, und Stevens, und geben Sie jeweils ein Beispiel. ---- <!-- .slide: data-background="#f00" --> Erläutern Sie die Dual Stream Hypothesis. (Achtung: Fangfrage) ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was bedeuten die Begriffe „Telefonprinzip“ und „Ortsprinzip“ im Hörnerv? Was ist der Unterschied zwischen den beiden Strategien; was sind die jeweiligen Vor-/Nachteile; wofür werden sie genutzt? Welcher psychoakustische Effekt in der Musik lässt sich wahrscheinlich auf das Telefonprinzip zurückführen? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Im auditorischen Kortex des Menschen findet man eine hemisphärische Spezialisierung für hohe Frequenzauflösung (präzise Tonhöhe) bzw. für hohe Zeitauflösung - welche davon auf welcher Seite? Zatorre et al. (2002) schlagen eine Erklärung vor, warum eine solche Arbeitsteilung notwendig und nützlich ist. Erläutern Sie die Kernideen der Überlegungen und Befunde in eigenen Worten. ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Beschreiben Sie die Theorien von (a) Hermann Helmholtz und (b) Carl Stumpf zur Wahrnehmung von Konsonanz und Dissonanz unter Herausstellung ihrer Unterschiede. Welche der beiden ist nach aktueller empirischer Befundlage (welche?) die vermutlich zutreffendere Theorie? ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Was halten Affen von Musik? (Beschreiben Sie einige empirische Hauptbefunde im Vergleich zu menschlichen Hörern.) ---- <!-- .slide: data-background="#2d625f" --> Beschreiben Sie das experimentelle Design des so genannten Probe Tone Paradigm (Krumhansl & Kessler 1982)? Warum sind die Ergebnisse dieser Studie wichtig für das Verständnis von Tonräumen und ihrer musikalischen Nutzung? Eine Kartierung der multidimensionalen Skalierung der Erhebungsdaten erinnert an Gebäck – welches und warum?
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