zurück zu [Block 1](https://hackmd.io/@bangert/ws_gg_ueb) --- <!-- .slide: data-background="#a83f2c" --> ## 3 Blocks zur Forschung *** - Planung Übesitzungen - Planung Unterrichtseinheiten - "Pausen" --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> Block *** ## Planung Unterrichtseinheiten *** --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> ### PRACTICE vs. PERFORMANCE - im Unterricht *** - Verhindern, dass Lernende in Performance-Modus geratem (vor Lehrpersonen *konzertieren*) - Interventionen skalieren, abhängig davon welchen Modus Lernende nutzen - *Lernmodus*: **Exploration und Freiheiten ermutigen** - *Performance-Modus*: **Stop teaching! Now!** - 2-3 Wochen vor Stichtag --- <!-- .slide: data-background="#de061a" --> *** ### Gestaltung einzelner *Unterrichts*einheiten *** --- <!-- .slide: data-background="#d9b42c" --> *** ### Ziele setzen - Unterricht *** - Forschung: Die besten **Lernenden**(\*) zeichnen sich aus durch - **spezifische Ziele** - **größeres Durchhaltevermögen** - **Bereitschaft zu scheitern** ---- (*d.h. Fortschreitenden*) (Alles notwendige Voraussetzungen für Lernerfolg) --- <!-- .slide: data-background="#d9b42c" --> *** ### Ziele setzen - Unterricht *** - Forschung: **Positive Effekte** von bewussten Zielsetzungen: - stimulieren kurzfristig Motivation - verbessern langfristig die Leistungen - verstärken Fokus und Aufmerksamkeit - kultivieren Selbstregulation durch Impulskontrolle - helfen Ressourcen (\*) besser einzuteilen > All das zusammen &rarr; positive Emotionen &rarr; Treibstoff für noch mehr Motivation --- <!-- .slide: data-background="#d9b42c" --> *** ### Ziele setzen - Unterricht *** - **Sechs Voraussetzungen** für Wirksamkeit von Zielen 1. **Wer** setzt das Ziel? 2. Ziele müssen einen **Wert für den Zielsetzenden** haben 3. Ziele müssen **spezifisch** sein 4. Ziele müssen **realistisch und realisierbar** sein. 5. Sowohl **kurz- als auch langfristige** Ziele 6. Zielsetzende müssen die Frage nach dem **Wie** beantworten können --- <!-- .slide: data-background="#d9b42c" --> *** ### Ziele setzen - Unterricht *** - Sinn einer **Unterrichtsvereinbarung** - Lehrende können und dürfen Lernende ermutigen - direkt zu Beginn einer Unterrichtsbeziehung ihre Ziele zu überlegen und... - gemeinsam schriftlich festzuhalten! ---- <!-- .slide: data-background="#d9b42c" --> *** ### Ziele setzen - Unterricht *** - Sinn einer **Unterrichtsvereinbarung** - Wenn Ziele nicht (im verabredeten Tempo) erreicht werden - kann es für beide Parteien erhellend sein, sich das Dokument noch einmal vorzunehmen: - Lernende: Wo hätte ich mehr machen können? - Lehrende: Wo war ich didaktisch ungeschickt? --- <!-- .slide: data-background="#ffffff" --> *** #### Im Unterricht *** ### Schwierigkeitsgrad dosieren *** - [Guidance Hypothese] - "Desirable Difficulties" ---- <!-- .slide: data-background="#ffffff" --> *** ### Schwierigkeitsgrad: *Guidance Hypothese* *** - ***Guidance Hypothese*** - "Hilfsmittel" - in ML Theorie: Feedback, bei dem - der Lernende **physisch geführt** wird oder - die Möglichkeit des Erscheinens von **Fehlern blockiert** wird - kann den **Lernerfolg verhindern**, wenn das Lernen dadurch zu sehr erleichtert wird (Salmoni et al. 1984) - Gründe: - Verändertes Propriozeptives Feedback - Entfernen der "Anstrengung" ---- <!-- .slide: data-background="#ffffff" --> *** ### Schwierigkeitsgrad: *Guidance Hypothese* *** - **Voraussetzung für Gelingen** einer *Guidance*: - Hilfsmittel wird **nicht routinemäßig** eingesetzt - Hilfsmittel wird **nicht über längere Zeiträume** eingesetzt - Hilfsmittel wird so **früh wie möglich wieder entzogen** - bevor die Motorprogramme des Schülers eine Abhängigkeit entwickelt haben --- <!-- .slide: data-background="#ffffff" --> *** ### Schwierigkeitsgrad dosieren *** - ***Desirable Difficulties*** (Robert Bjork) - = intentionale Hindernisse, die das Tempo, mit Lernende **Information absorbieren, verlangsamen** sollen - Ringen/*Struggle* als notwendige Komponente des Lernens - Effekt: **verbesserte Langzeitspeicherung** der Kompetenz oder Fertigkeit --- <!-- .slide: data-background="#ffffff" --> *** #### Schwierigkeitsgrad dosieren *** ### Desirable Difficulties *** - Hintergrund - Je schwerer die Aufgabe &rarr; desto **mehr neuronale Aktivität** &rarr; desto mehr **Neuroplastizität**. - *Forschung*: - Lösungen, die Lernende **für sich selbst erarbeiten**, bleiben stabiler hängen - Ziel ist ein **Deep Learning**, das langfristig wirksam ist ---- - *Schematheorie*: Erst mit ausreichend Training werden Aufgaben zunehmend müheloser --- <!-- .slide: data-background="#ffffff" --> *** ### Schwierigkeitsgrad: *Desirable Difficulties* *** im Unterricht - Lehrende - **sollten** Desirable Difficulties einsetzen - haben die Aufgabe, einen Hindernisparcours aus "erstrebenswerten Schwierigkeiten" zu entwerfen und immer **anzubieten** - DD in der Lehre sind keine leichte Aufgabe: - Widerwillige Schüler, - fordernde Eltern, - hohe Erwartungen, - kurze Timelines - Desirable Difficulties vorzuenthalten, kann schaden --- <!-- .slide: data-background="#ffffff" --> *** ### Schwierigkeitsgrad: *Desirable Difficulties* *** im Unterricht - Dosierung - Zu wenig Hürden, und nichts wird erreicht ausser Langeweile - diese nicht zurückhalten, um "nett" oder beliebt zu sein - Zu viele Hürden, und Lerner werden ängstlich (*Fight-or-Flight-Response*) --- <!-- .slide: data-background="#ffffff" --> *** ### Schwierigkeitsgrad: *Desirable Difficulties* *** im Unterricht *** - Wichtigkeit des "**Begehrenswert**": - Schwierigkeiten (Hürden) können schnell unbegehrenswert werden, wenn sie zu früh oder zu schnell in den Weg des Lernenden geworfen werden - DD sollten sich nicht anfühlen wie *Road Blocks*, sondern wie *Challenges* --- <!-- .slide: data-background="#ffffff" --> *** ### Schwierigkeitsgrad: *Desirable Difficulties* *** im Unterricht *** - Strenge nicht verwechseln mit Schikane - Challenges servieren mit Sorgfalt und Empathie - kein Platz für Missbrauch! - Psychisch missbräuchliches Lehren - nicht nur moralisch verwerflich - langfristig schlicht **ineffektiv** - Das richtige Maß zu finden, ist die hohe Kunst des Unterrichtens --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback *** > Allg. Definition Feedback: Jede Information, die Lernenden verfügbar ist --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback *** ML: **Knowledge of Performance** und **Knowledge of Results** *** - **Knowledge of Results** - Information über das **Ergebnis** einer Handlung - z.B. Punktestand im Sport etc. - KR in der Musik ist - die erzeugte hörbare Musik - Verbales Feedback wie z.B.: > "Die Passage klang am Ende schneller als am Anfang!" --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback *** ML: **Knowledge of Performance** und **Knowledge of Results** *** - **Knowledge of Performance**: - Information über die Bewegung oder **Technik**, die zu dem (gewünschten oder unerwünschten) Ergebnis *führte* - KP-Feedback z.B.: > "Du hast dein Gewicht im Oberkörper etwas verlagert, hast dich in die Tonleiter hineingelehnt, wodurch sie gegen Ende etwas schneller wurde." - KP ist *häufigste Form* augmentierten Feedbacks im Instrumentalunterricht --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback *** ML: **Knowledge of Performance** und **Knowledge of Results** *** - **Knowledge of Results** - **Generell sparsam einsetzen**, besonders im Instrumentalunterricht: - In der Musik ist KR fast immer bereits in der KP enthalten - d.h. Lernende wissen oft selbst sehr genau, was gerade schiefgelaufen ist - zusätzliche KR würde das Offensichtliche nur weiter "reinreiben" (emotional unsensibel). --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Inhärentes und Augmentiertes Feedback *** - **Inhärentes** Feedback - Unmittelbar - Hörsinn (Klang, akustisches Ergebnis) - Tastsinn - Propriozeption - steht **Lernenden direkt, Lehrenden nur eingeschränkt** zur Verfügung - Problem: Alles nicht leicht verbalisierbar. --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Inhärentes und Augmentiertes Feedback *** - **Augmentiertes** Feedback - Information, über die die **Lehrperson Kontrolle** hat - Verbalisierung ist typisches Beispiel für Augmentiertes FB - Lehrperson kann das Lernen mit dieser Information beeinflussen kann, je nachdem...: - ob sie gegeben wird oder nicht - wann sie gegeben wird - in welcher Form sie gegeben wird --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Inhärentes und Augmentiertes Feedback *** > ML Forschung: Augmentiertes Feedback ist **die eine wichtigste Variable**, die (neben dem Üben selbst) den Ertrag des motorischen Lernens beeinflusst. --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Zeitpunkt** #### *Wann* Feedback geben *** 1. Vorher 2. Währenddessen 3. Hinterher - Sofort (instantaneous) - Verzögert (delayed) - Später (later) --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Zeitpunkt** #### *Wann* Feedback geben *** 1. **Vorher** - Instruktionen und Tips geben, bevor Student\*in eine Passage spielt - **effektiv und effizient**, v.a. weil die Konzentration des Schülers dadurch auf die anstehende Aufgabe fokussiert wird (Aufmerksamkeitsfokus) --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Zeitpunkt** #### *Wann* Feedback geben *** 2. **Währenddessen** - "Konkurrentes Augmentiertes Feedback" - Verbale Kommentare, positive/negative Gesten, Mimik der Lehrperson während der studentischen Bewegungsausführung - ML Forschung: **Sehr sparsam** einsetzen! Gründe &dArr; ---- <!-- .slide: data-background="#a92323" --> *Fünf Probleme des konkurrenten Feedback* *** 1. Verbale Kommentare können körperliche Empfindungen u.U. nicht adäquat beschreiben ---- <!-- .slide: data-background="#a92323" --> *Fünf Probleme des konkurrenten Feedback* *** 2. Sprachinput wird im Schülerhirn kognitiv anders verarbeitet als die eigene Propriozeption. Beides gleichzeitig und parallel tun zu müssen, verlangsamt und behindert beide Prozesse ---- <!-- .slide: data-background="#a92323" --> *Fünf Probleme des konkurrenten Feedback* *** 3. Verbale gleichzeitige Information wird priorisiert - und kann dadurch das Erspüren und Verarbeiten der eigenen Propriozeption regelrecht blockieren ---- <!-- .slide: data-background="#a92323" --> *Fünf Probleme des konkurrenten Feedback* *** 4. Belohnende und bestrafende Mimik kann unbewusst das eigentliche Lernziel durch das extrinsische Belohnungsziel ersetzen: So spielen, dass es den Lehrer erfreut &rarr; verhindert echtes Lernen ---- <!-- .slide: data-background="#a92323" --> *Fünf Probleme des konkurrenten Feedback* *** 5. Eine Form der *Guidance Hypothesis*: Führendes Hilfsmittel, verbessert die Performance im Augenblick, aber verhindert Langzeitlerneffekte --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Zeitpunkt** #### *Wann* Feedback geben *** 3. **Hinterher** (*Terminales* Feedback - drei Typen) - **Sofort (instantaneous)** - Verbaler Kommentar direkt nach der letzten Note - oder sogar durch Unterbrechung des Spiels - bietet keinen Moment der Ruhe, in dem die lernende Person reflektieren und verarbeiten kann, was sie gerade selber wahrgenommen hat - buchstabiert für Lernende Person aus, was sie gefühlt haben *sollte*, und erlaubt ihr nicht selbst zu verarbeiten, was sie tatsächlich gefühlt *hat* --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Zeitpunkt** #### *Wann* Feedback geben *** 3. **Hinterher** (*Terminales* Feedback - drei Typen) - **Verzögert (delayed)** - Feedback unmittelbar nach einer Passage, aber **nach einigen Momenten** "Luft" - **Laut Forschung *effektivstes Feedback* von allen - gehört zu den überraschendsten Befunden der modernen MLF** > Schmidt/Lee: "Lernen wird verstärkt, wenn die **Verarbeitung des inhärenten Feedback *vor* dem Präsentieren des augmentierten Feedbacks** stattfindet." --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Zeitpunkt** #### *Wann* Feedback geben *** 3. **Hinterher** (*Terminales* Feedback - drei Typen) - **Verzögert (delayed)** - WICHTIG: Die Atempause sollte wirklich **leer** sein (i.S.v. frei von Lehr-Inhalt) - die eigenen Feedbacksysteme der Lernernden müssen **Gelegenheit zu hineinhorchender Reflektion** bekommen - Lehrende müssen nicht schweigen, sondern können diese Pause kultivieren durch Fragen wie: *"Wie war das für dich?" - "Wie hat sich das angefühlt?"* - Externe Ablenkungen stören den Enkodierungsprozess im Gehirn --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Zeitpunkt** #### *Wann* Feedback geben *** 3. **Hinterher**: - Später (later) - Forschung bestätigt gesunden Menschenverstand: Eine Unterrrichtsstunde bietet keinen Lerneffekt, wenn das Feedback erst am Semesterende mitgeteilt wird. - Daher darf Feedback (im *Motor Learning*!) nicht *zu* lange warten --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Häufigkeit** *** #### Viel hilft viel....? *** - Vorherrschende Meinung im letzten Jahrhundert: Je mehr, desto besser - "mehr" = häufiger, ausführlicher, präziser - Klassisches Lehrer\*in-Schülr\*in-Paradigma, das unterstreicht, was die *Lehrperson alles weiß*, und nicht wie individuelle *Lernende* dieses Wissen am besten *empfangen* sollten - Heute: Perspektivwechsel vom *Inhalt des Lehrer\*innenkopfs* zur *Landschaft des Schüler\*innengehirns* --- <!-- .slide: data-background="#fff" --> ![Slide60](https://hackmd.io/_uploads/HyVe0qsrle.png) --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Häufigkeit** *** - Viel Feedback **beeinträchtigt das Lernen**: 1. Viel Feedback kann im Lernenden eine Abhängigkeit erzeugen (vom FB) (s. *Guidance Hypothese*). 2. Lernende können so süchtig nach Belohnung werden, dass ihr Ziel nicht mehr das Lernen ist, sondern das Einheimsen von Lob 3. Zu viel Feedback kann zu den selben Reaktionen führen wie konkurrentes und instantanes FB: Lernen fokussiert auf den FB-Inhalt der Lehrperson, blockiert Wahrnehmung und Verarbeitung des eigenen inhärenten FBs 5. TMI = *Too much information*: Kognitive Überladung => Ermüdung und Stress --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Häufigkeit** *** - Feedback auch mal **weglassen**! - Feedback hilft, aber Feedback in *weniger* als 100% führt zu **stabilerem Lernergebnis**. (Rosenbaum 1991) - Newell 1974: Mit **fortschreitender** Übung kann Feedback **ohne weitere Einbußen weggelassen** werden - Betrifft auch und vor allem Knowledge of **Results** &rarr; Was bedeutet das für das Instrumentalspiel? --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Häufigkeit** *** - Knowledge of **Results** weglassen - im Instrumentalspiel - Nicht bei jedem Durchgang *hören*, was ich spiele &rarr; &rarr; **Stabileres Lernergebnis** &rarr; Fortgeschrittene können ohne weitere Einbußen auch mal die Tonbildung unterdrücken: - Mentales Üben - Üben am Instrument ohne Tonformung --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Wirksame Feedback-**Typen** *** - Summen-FB - Bandbreiten-FB ---- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Wirksame Feedback-**Typen** *** - **Summenfeedback** - Nicht nach jedem Durchlauf Rückmeldung geben, sondern erst nach einer ganzen Reihe von Durchläufen **zusammenfassend** - Besonders **effektiv bei Fortgeschrittenen** und - in Situationen, wenn Lernende zunächst selbst verschiedene **Varianten**, zum gewünschten Ergebnis zu kommen, **ausprobieren** wollen &rarr; gemeinsame Nachbereitung und vergleichende Analyse dann im Anschluss - von Motor Learning Forschung vielfach bestätigt ---- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Wirksame Feedback-**Typen** *** - **Bandbreitenfeedback** - Feedback zu einer Leistung nur dann, wenn die Abweichung von einem Sollwert (oder eine Fehlerquote) eine bestimmte Bandbreite übersteigt - Verabredung: Kein Feedback = gutes Feedback - sagt die Lehrperson gar nichts, können Lernende implizieren, dass alles in Ordnung war. ---- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Wirksame Feedback-**Typen** *** - Bandbreitenfeedback - **Wichtig:** 1. Lehrer\*innen und Schüler\*innen sollten sich bereits zu Beginn der Unterrichtsbeziehung darüber verständigen und darauf einigen, damit die Bedeutung und Inhalte des Nicht-FB klar sind und emotional eingeordnet werden können ---- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Wirksame Feedback-**Typen** *** - Bandbreitenfeedback - **Wichtig:** 2. Achtung bei Kindern, die aus *Viel-Lob*-Haushalten kommen. - Schwierigkeit: Behutsame Anlaufphase notwendig, da ggf. schon Abhängigkeit von Belohnungssystem vorliegt. - Vorteil: Gemeinsames Training des Bandbreitenfeedback, und damit - Trainieren intrinsischer Motivation - Befreiung vom Fluch der Lobsucht - wird Schüler\*in auch in allen anderen Lebenslagen und in der Zukunft beim Lernen helfen ---- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Wirksame Feedback-**Typen** *** - Bandbreitenfeedback - **Wichtig:** 3. Lehrende - sollten mit der Forschung dazu vertraut sein - und diese vorab und transparent mit den Lernenden besprechen, - auch die Eltern sollten im Bilde darüber sein, dass (und wie, und warum) Bandbreitenfeedback stattfindet. - Allen muss klar werden: Die Lehrperson ist *nicht* übelwollend, lieblos oder fies! ---- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Wirksame Feedback-**Typen** *** - Bandbreitenfeedback - **Wichtig:** 4. Individuelles **Anpassen der Feedbackhäufigkeit** an Fortschritt und Reifegrad der Lernenden - **Häufigeres Feedback bei Anfängern** - Allerdings kann häufiges Feedback in den Anfangsphase neben den unmittelbaren Lernerfolgen auch Abhängigkeiten erzeugen und Lernende vom Verarbeiten des eigenen inhärenten Feedbacks abhalten - **immer selteneres Feedback bei Fortgeschrittenen** - Ab wann Fadeout des Feedback? Kurze Antwort der ML Forschung: Prinzipiell so schnell wie möglich. --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Inhalt** *** - verbales Feedback: **spezifisch!!!** - Bilder, Allegorien? ---- <!-- .slide: data-background="#fff" --> ![Slide61](https://hackmd.io/_uploads/rkU5UsjHel.png) ---- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Inhalt** *** - Bilder, Allegorien - Pro und Contra - Gute(*) Lehrende verfügen über anschauliche und eloquente Beschreibungen für das schwer verbalisierbare Körpergefühl - Bilder, Allegorien und Vergleiche, Metaphern. - Pro: - Langzeitwirkung: Viele von uns erinnern sich besonders an die typischen Redewendungen und Bilder unserer Mentor\*innen - Contra: - oft einfach ineffektiv - können, wenn physiologisch inkorrekt, zu Fehlanpassungen, Fehlhaltungen oder Überlastung führen - Bsp. "Aus dem Zwerchfell atmen" - Klassiker, aber erstens physiologisch nicht möglich, zweitens führt der Versuch regelmässig langfristig zu Verkrampfungen und Verschlechterung der restlichen Aspekte der Atemregulation *** <details> <summary>(*) Gute Lehrende (Klick)</summary> <p>als gut erinnerte, beliebte, gern gebuchte Lehrpersonen</p> </details> ---- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Formen** *** - **Deskriptiv**: Lehrperson beschreibt was passiert ist und warum - **Präskriptiv**: Lehrperson empfiehlt, was Lernende beim nächsten Anlauf anders ausprobieren kann --- <!-- .slide: data-background="#4fb443" --> *** ### Feedback-**Formen** *** - Augmentiertes Feedback jenseits der Worte - Feedback über nicht oder nur schwer verbalisierbares - Kinaesthetisches Feedback - Keine Übergriffigkeit! - Lösung: Lehrperson demonstriert am eigenen Körper, Studierende/r imitiert (Spiegelneurone) - Auditiv: Vorspielen - Technologien zur "Sichtbarmachung" unsichtbarer KP/KR: - Realtime Feedback Lab der Hochschule für Musik Karlsruhe - Analyse und Visualisierung von Daten - Echtzeit-Feedback durch Augmented Reality --- <!-- .slide: data-background="#d9b42c" --> *** ### Take Home - Feedback *** - **Merke**: Augmentiertes Feedback ist am wirkungsvollsten, wenn: - **einfach** formuliert und **spezifisch** - nach mehreren Durchgängen **zusammenfassend** - erst nach einer kurzen **Besinnungspause** - KP wirksamer als KR --- [ENDE DES BLOCKS **Unterrichtseinheiten**] weiter zu [Block 3](https://hackmd.io/@bangert/20250714_3)
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