# MCI Blatt 4 **Gruppenmitglieder** Philipp Herzog, Nicolas Gassen, Somar Aljabr, Dolli Kamleh **E-Mail** s6phherz@uni-bonn.de s6nigass@uni-bonn.de ## Aufgabe 1 ### 1. Der Freund hat sein Arbeitspostfach immer nur auf seinem Bürorechner und sein privates nur auf seinem Heimrechner benutzt. Dadurch assoziiert er diese beiden Geräte jeweils mit dem entsprechendem Postfach. Ein Mailpostfach ist für ihn dadurch ein fester Bestandteil des physischen Systems und kann daher nicht von einem anderen System ohne weiteres verwendet werden. ### 2. Das heutzutage verbreiteste Mailprotokoll (IMAP) lässt einen Zugriff auf das Postfach für jeden Rechner mit zureichender autorisierung zu. Der Zustand des Postfachs (Lesezustand , versendete und empfangene Mails, usw...) sind auf dem Server gesichert und der Mailclient, sei es im Browser oder einer lokal installierten Applikation, werden in ständiger Rücksprache mit dem Server synchron gehalten. So macht es für einen Benutzer, der ein solches Postfach besitzt, den Eindruck, dass er auf ein Postfach zugreift, welches irgendwo im "Internet" existiert. Die Vorstellung des Freundes gleicht vielmehr dem POP3 Protokoll oder dem Versand eines echten Briefes. In POP3 werden die Mails vom Server abgeholt und dort anschließend gelöscht. Demnach existiert im Regelfall immer nur eine Kopie der Mail. Wurde diese vom Server bereits durch einen Rechner abgeholt, kann der Freund diese nicht erneut von einem anderen Rechner, wie z.B. seinem Heimgerät, abholen. Aber auch hier steht das mentale mit dem konzeptionellen Modell im Konflikt. Da sein Arbeitsrechener die Mails im kaputten Zustand nicht vom Server abruft, liegen diese noch immer dort. Falls er sich das Postfach auf seinem Heimrechner einrichten sollte, könnte er die besagte Mail daher trotzdem empfangen. Dies lässt darauf schließen, dass er das E-Mail Modell missverständlicherweise mit der normalen Post vergleicht und eine Mail demnach nur an den Adressierten Rechner gesendet werden kann, welcher aktuell leider defekt ist. ### 3. Diese Begründung ist nicht weit hergeholt, da E-Mails seit ihrer Erfindung den Anwendern stehts als elektronische Briefe erläutert werden. Zwischen diesen Medien gibt es ja auch große Überschneidungen. Dass es jedoch in vielen Bereichen, wie z.B. dem Versand, gravierende Unterschiede gibt, ist dem Benutzer leider nicht bewusst. In seinem mentalen Modell existiert wie im echten Leben stehts ein Exemplar einer Mail, welches auch nur an ein Postfach gesendet werden kann. Der Nutzer zieht hier den Schluss, dass an einer eMail eine Art physische Eigenschaft hat und sie sich demnach immer an einem Ort befinden muss. Dass digitale Daten problemlos an mehreren Orten zugleich existieren können ist ihm nicht bewusst. ## Aufgabe 2 ### 1. #### Gulf of execution Ein Benutzer möchte eine Datei umbenennen. Hierfür muss er zunächst die Datei in den Fokus bringen und den korrekten Menüpunkt finden. Ein unerfahrener Anwender könnte hier z.B. die Datei nicht auswählen, sondern einfach anfangen zu Tippen unter der Annahme, dass der Computer schon weiß was zu tun ist. Je nach Betriebssystem ist gibt es auch andere Shortcuts. Bei MacOs System kann man einen Ordner z.B. mitthilfe der Eingabetaste umbenannt werden. In Windows öffnet es den Ordner lediglich. Ist der Ordner erstmal ausgewählt und der Benutzer hat die Möglichkeit den Text zu bearbeiten, muss der Nutzer wissen, dass sobald er anfängt zu tippen der bereits vorhandene Dateiname überschrieben wird. Wollte er einfach etwas am Ende hinzufügen wird es ihm ohne vorher erneut auf den Dateinamen zu klicken nicht gelingen. Schlussendlich muss er die geschriebenen Informationen noch sichern und den Fokus aus dem Eingabefeld bekommen. Verwendet der Nutzer im Namen unzulässige Zeichen, kann es sein, dass das System den Dateinamen wieder zurücksetzt. Bei der Verwendung eines Netzlaufwerkes kann es z.B. dazu kommen, dass beim Anfügen eines Leerzeichens am Ende eines Dateinamens, was visuell keinen sichtbaren Unterschied mit sich führt, die Datei plötzlich verschwindet, da ein im SMB Protokoll ungültiger Dateipfad erstellt wurde. ### 2. Bei der Verwendung einer Kommandozeile kann man sich zwar nicht verklicken, aber sehr einfach vertippen. Hier muss zunächst der Befehl korrekt geschrieben werden (z.B. "mv"). Anschließend muss der Pfad + Name der Datei ausgehend des aktuellen Arbeitsverzeichnisses fehlerfrei angegeben werden. Bei einem GUI sieht der Benutzer die Datei vor sich und kann die korrekte Datei dank visuellen Feedbacks einfacher identifizieren. Anschließend muss der neue Name der Datei eingegeben werden. Befindet sich die Datei in einem Unterverzeichniss muss dieses im neuen Namen auch angegeben werden. Wird sich hier verschrieben (z.B. ein Schrägstrich vergessen) befindet sich die Datei plötzlich im Arbeitsverzeichnis des Terminals, welches nicht gleich dem Verzeichnis der umbenannten Datei sein muss. Dieser Fehler kann dadurch, dass verschieben und umbenennen auf einem Desktop grundsätzlich andere Operationen sind nicht geschehen.