# Ergebnisse des Workshops 'Digital-unterstützte Bildungsarbeit in der RLS'
Gesammelt mit der **KALM-Methode**:
* Keep: Was wollen wir behalten?
* Add: Was wollen wir hinzufügen?
* Less: Wovon wollen wir weniger?
* More: Wovon wollen wr mehr?
## Keep: Was wollen wir behalten?
* Präsenzseminare und direkter Kontakt mit Aktiven
* Thematische Breite
* kritisches Denken fördern
* Empowerment
* RLS-Profil nicht verlieren /Pluralität,
* emails! trotz alledem
* social media Kanäle / trotz alledem!
* Adressdatenbank (nicht alle sind für OPAL)
* Telefone- trotz alledem
* RLS Cloud
* dezentraler Zugang zu technischen Daten und * Infrastrukturen (bspw OPAL etc.)
* Offline-Zeit / Nicht-Erreichbarkeit
* Gute Arbeitsbedingungen
* Vertiefende Debatte
* Solidarische und lebendige Atmosphäre des Analogen. (Oxytocin!)
* Qualität der Kollektivität statt Klickzahlen.
* Freundschaft
* Komplexität und Intellektualität behalten (verschiedene Ebenen bedienen und nicht Universität ersetzen)
* Systematische Analyse und nicht nur Storytelling
* Nicht die Zielgruppen verlieren, die man schon hat
**Im Fahrstuhl:** Wir wollen bewährte Arbeitsmittel wie Telefon, email, Opal, RLS-Cloud mitnehmen. Wir wollen unsere gute Arbeit - Stichworte hier sind Freundschaft, Kollektivität, Nicht-Erreichbarkeit - mitnehmen. Wir wollen unsere Identität bewahren, die sich durch Intellektualität, die Fähigkeit, Komplexes zu erkennen und den direkten Kontakt mit Teilnehmenden ausdrückt.**
## ADD: Was wollen wir neu ergänzen?
**Technische und insititutionelle Innovationen**
* Tools um die eigene Bubble zu verlassen/erweitern.
* Instagram
* neue Netzwerke aufbauen, d.h. aber auch unter der Prämisse Authentizität Personalpolitik dementsprechend umzusteuern (TVÖD neu interpretieren, Arbeiter*innenkinder, street credibility)
**Wie lernen und intervenieren wir/ Output**
* Mehr produktive Irritationen!
* Mehr Empowerment
* Ressourcen, in rechte/hegemoniale Diskurse zu intervenieren/gegenhalten - Online Community Management.
* Nicht-synchrone Arbeits- und Lernphasen in Gruppenprozessen.
* Den Streit/das Spontane/ den Widerspruch im digitalen Raum organisieren.
* Vernetzung über das Seminar hinaus (auch international)
* Mehr Seminarergebnisse nach außen kommunizieren (z.B. durch Graphic Recording etc.)
* Mehr niedrigschwelligere Angebote
**Zielgruppe**
* Mehrsprachige Angebote
* andere Zielgruppen: echte Azubis, Nicht-Akademiker*innen, migrantische Biographien, ländicher Raum statt Fokus auf Metropolen ...
* andere Multiplikator*innen ansprechen: Influencer, Youtuber
* Externe online ins Seminar holen
## LESS: Wovon wollen wir weniger?
* Präsenzzeit gewinnen durch Dezentralisierung von Vorbereitungsarbeit (Auslagerung von Seminarteilen, so, dass es nicht nur monologisch ist)
* Weniger Vorbereitungszeit wo alle gleichzeitig am gleichen Ort (oder in der gleichen Telefonkonferenz) sein müssen (asynchrone Vorbereitung)
* Weniger regional eingeschränkte Bildungsangebote, weniger Hauptstadtfokussierung
* Weniger Materialschlacht auf den Seminaren,
* weniger statisch (sowohl nach Form als auch nach Inhalt), flexibler Eingehen auf die Bedürfnisse der Seminarteilnehmenden
* Weniger Teamenden zentriert
* Weniger Zugangshürden (die durch Alter, Aussehen, Finanzen der TN bedingt sind)
* bipolare Strukturierung des eigenen Denkens hinterfragen und verändern (analog und digital, Linearität als einzige Verlaufsform)
* Raus aus der eigenen linken Blase mit Angeboten
* Weniger Aufzeichnung von langweiligen Videos von Veranstaltungen
* weniger langfristige Planung, die verhindert, dass wir aktueller reagieren.
* weniger Leuchtturmprojekte, damit die wenigen auch leuchten
* weniger Sammelbände
**Zusammenfassung:
weniger Bildung "vom Band" mehr Individualisierung. Weniger Zugangshürden. Weniger unnützer Plunder.**
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## MORE: Wovon wollen wir mehr? (Woran können wir ansetzen?)
* tägliche Lernhäppchen (push-Nachrichten) morgens auf´s Handy (not)
* selbstverständliche Nutzung der Tools
* mehr Neugierde auf die Technik, auf das Neue und das Tun
* weniger Transiträume (das Alte UND das Neue), das Alte loslassen
* schnelles Feedback durch digitale Fragebögen, mehr Evaluation
* einfache Vorbereitung von Bildungsmaßnahmen durch digitale Erwartungsabfrage, Abholen von Fragen, damit bessere Konzeption von Seminaren möglich
* mehr Präsenz von Diversität
* Personalkapazitäten in der IT oder Pol Komm für Experimente in der Technik
* Videobotschaften von Referent_innen statt Reisen. Streaminggrundlagen sicherstellen.
* Mehr aktuelle digitale Ereignisse schaffen: Über uns schweigt das Netz.
* mehr Kontroverse
* Popularisierung linker Bildung (kommunistische Katzenvideos)
* Spielen & Fehlerfreundlichkeit
* Mehr Style
* Sichtbarmachung vom Imperfekten
* Linke Erklärvideos (unboxing theory)
* Linke Influencer*innen
**Zusammenfassend: Sich den veränderten Bedingungen anpassen, neue Tools nutzen, um damit mehr Leute zu erreichen und Aufmerksamkeit zu schaffen. Physische Präsenz weniger wichtig, aber auch schneller, spontaner, weniger genau und mutiger werden.**