# Souverän investieren mit Indexfonds & ETFs
Author: Gerd Kommer
Created By: Georg Stelzer
Last Edited: May 24, 2020 12:34 PM
Tags: Finance
- **1.** **Wie die Wertpapiermärkte wirklich funktionieren**
- 1. Die enttäuschende Renditen von Investmentfonds und Einzelwertanleger
- Nur eine erstaunlich kleine Zahl von Anlegern in Aktien- und Rentenfonds und Anlegern in einzelnen Wertpapieren schlägt ihren Vergleichsindex über Zeiträumen von mehr als drei Jahren — insbesondere, wenn man Kosten, Steuern, Risiko berücksichtigt
- Die Unterperformance aktiver Fonds gegenüber ihrem Vergleichsindex nimmt tendenziell mit der länge


- Die die es schaffen in einem gewissen Zeitraum ihre Benchmark zu schlagen, schaffen es jedoch sehr wahrscheinlich nicht im den bzw. den darauffolgenden Zeiträumen

- Um die **Marktrendite** zu replizieren, muss eine Buy-and-Hold-Strategie verfolgt werden.
- 3 Hauptpunkte im Chapter 1.1
- Fonds im Durchschnitt den Markt unter-performen
- Die Gewinnerfonds nicht vorhersehbar von Periode zu Periode wechseln und
- Privatanleger mit Performance-Chasing die ohnehin unter dem Markt liegenden Fondsrenditen für sich selbst tendenziell noch schlechter machen...
- 2. Mindestens 50% Underperformer sind mathematisch notwendig
- Fachvokabular
- Nullsummenspiel
- Outperformance (Überrendite)
- Rendite, die über der Performance (Rendite) des entsprechenden Marktsegmentes liegt, insbesondere, wenn man das Risiko und die Transaktionskosten des Wertpaperhandels berücksichtigt
- Bedeutet: Man hat eine höhere inflationsbereinigte (reale) Rendite im selben Zeitraum + Marksegment
- Unter-Performance (Unterrendite)
- Renditenullsummengesetz
- Statistisch hat jede angelegte Geldeinheit von vornherein nur eine 50% Chance, vor Kosten mehr am Kapitalmarkt zu verdienen als die durchscnittliche Geldeinheit
- The Arithmetic of Active Mangement
1. Im Durchschnitt Aktiv vs. Passiv —> gleich hohe Rendite
2. Nach Kosten+Steuern etc. —> Durchschnitt von Aktiv < Passiv
- Je länger das Betrachtungsintervall, desto seltener tritt Outperformance auf
- Bei korrektem Vergleich innerhalb einer Asset-Klasse nie häufiger als 50% aller Geldeinheiten
- Verteilung der Renditen in einem Markt ist ein Nullsummenspiel
- Bedeutet: Es muss bei einem Handel immer eine Partei verlieren und eine gewinnen —> jede Geldeinheit hat vor Kosten und Steuern nur eine 50%ige Chance eine überperfomence zu erreichen
- Nach Kosten liegen deutlich mehr als die 50% aller Anleger unter der mittleren Markt-Performance
- Jedoch sind die Wertpapiermärkte als Ganzes ein Positivsummenspiel
- Bedeutet, dass nicht nur einer gewinnen kann, was der andere veliert
- Denn volkswirtschaftliche Gewinne und Einkommen überwiegen langfristig die Verluste, weil die Marktwirtschaft besser als jedes andere System, Kapital dahin lenkt, wo es volkswirtschaftlich am besten angelegt ist und das dezentrale Wissen von Milliarden von Menschen wirtschaftlich nutzbar macht.
- Bezogen auf die Börse als Teilsystem der Marktwirtschaft heisst das:
- Die langfristige Gesamtrendite des Wertpapiermarktes ist positiv
- 3. Moderne Portfoliotheorie: Wissenschaft schlägt Praxis
- Fachvokabular
- Moderne Portfoliotheorie (MPT)
- Erwartete Rendite, erwartetes Risiko
- Engl. expected return, expected risk;
- **Erwatete Rendite ist die Belohnung für das Tragen von Risiko**
- Erwartetes Risiko ist Wahrscheinlichkeit, dass in manchen Perioden, die erwartet Rendite nicht vorhersehbar ist/sie kann ausbleiben/durch Verlust ersetzt werden
- Methode für die Zukunft angenommenen **durchschnittlichen** Wert für Rendite oder Risiko
- Vereinfachtes Beispiel: Ein 50/50 Protfolio besteht aus 2 Aktien (A +10%/-5%, B +25%/10%) —> Erwartete Rendite (gewichtete Durchschnittsrendite) A/2 + B/2 = 10%:
- Erwartungswert für Rendite ganzer Märkte
- Ermittlung des Durchschnitts aller Jahresrenditen in einem bestimmten Zeitraum + gegebenfalls um bestimmete Sonderfaktoren bereinigt
- Ein sehr unsicherer Wert vorallem bei der Zukunft von Aktien und Anleihen
- Bei einem Portfolio von Wertpapieren aber, je länger die Halteperiode, desto höher die WHS, die erwartete Rendite zu erzielen.
- **Risiko und Rendite sind untrennbar miteinander verknüpft**
- Unter den Asset-Klassen Aktien, Immobilien, Rohstoffe, festverzinsliche Wertpapiere und kurzfristige Geldmarktanlagen rentieren Aktien langfristig am höchsten
- Der Wert eines Investments wird durch die Erwartung der in der Zukunft an den Anleger fliessenden liquiden Zahlungen (Cash-Flows, d. h. Dividenden und Zinsen) sowie deren Schwankungsintensität bestimmt.
- Aktien spiegeln nicht die Gegenwart, sonder wie viel Geld das Unternehmen in Zukunft machen könnte
- Informationseffiziente soziale Systeme
- Die Finanzmärkte sind ISS, in die jeweils aktuellen Marktpreise sind vermutlich alle am Markt öffentlich verfügbaren Informationen einschließlich der Erwartungen und Vermutungen bereits eingepreist.
- Diversifikation
- Diversification in investing reflects the amount of same asset class holdings in your portfolio
- Mittels Diversifikation über einzelne Wertpapiere hinweg ist es möglich, mehr als die Hälfte der Renditeschwankungen einzelner Wertpapiere zu eliminieren, ohne gleichzeitigen Verlust an erwarteter Rendite (Free Lunch) **IN DER SELBEN ASSET KLASSE**
- Asset Alloccation
- Asset allocation is the way in which assets are distributed within your portfolio to align with your goals and objectives
- Zufallslauf (Random Walk)
- In kurzfristiger Sicht folgen Preise am Kapitalmarkt (Aktienkurse, Anleihenkurse, Devisenkurse) einem niemandem zuverlässig vorhersehbaren Random Walk
- Regression zum Mittelwert
- Für Zeiträume, über fünf Jahre ist eine Regression zum Mittelwert zu beobachten
- Bedeutet, auf lange Hinsicht pendeln die Renditen am Aktienmarkt um ihren sehr langfristigen historischen Mittelwert, wenngleich mit kurzfristig grossen Schwankungen
- Wichtigste Einflussfaktoren auf Risiko und Nettorendite
- Asset-Allokation
- Diversifikation
- Nebenkosten
- Steuerbelastung
- 4. Die Efficient-Market-Theorie (EMT) — einfach, mächtig aber intuitiv
- Fachvokabular
- Random-Walk-Theorie
- Nicht auf den ganzen Markt bezogen
- Ist ein Begriff aus der allgemeinen Statistik, der bezogen auf die Börse den Verlauf von Aktienkursen im Zeitbaluf beschreibt
- Aussage: historische Kursverläufe lassen keine Aussagen über künftige Kursverläufe zu —> **Der Wertpapiermarkt hat kein Gedächtnis**
- (Wahrscheinlichkeitsgewichtete) Informationen
- Öffentlich verfügbare Information müssen nicht Tatsachen sein
- Es werden unsichere Erwartungen und Vermutungen als Information gezählt
- Marktsentiment, also Stimmungen und Spekulationen sind ebenfalls Informationen
- Marktanomalie
- Wertpapiergruppen, deren Kurse von ihrem "fairen" Preis abweichen und daher eine Chance der Erzielung der Überrendite anbieten
- Abitrage
- Entdeckt ein Investor eine Marktanomalie kopiert der Markt aufgrund des Wettbewerbs diese Strategie sehr schnell und arbitriert die Anomalie
- Soweit zwei indentische Finanz-Assets in einem Markt tatsächlich unterschiedliche Preise haben, ist dieser Zustand
1. entweder nur temporär (bis er wegarbitriert ist)
2. die Transaktionskosten für Kauf und Verkauf sind genauso hoch wie oder höher als die Preisunterschiede und verhinder so den Preisangleich
3. rechtliche, steuerliche oder markstrukturelle Hemmnisse verhindern die Abitrage
4. oder die relevanten Assets sind nicht hinreichend identisch.
- NEUE Informationen
- Ändern sich die Marktpreise in einem IEM, dann aufgrund NEUER Informationen
- Neu sind Informationen, aber nur, wenn sie nicht schon bekannt waren.
- Wenn sie nicht schon bekannt waren, sind sie auch nicht vorhersehbar
- Dividend Discount Model
- Eine Methode um Unternehmenskaufpreise zu schätzen
- Sehr umstrittenes Rechenmodell, wo geringfügige Änderungen drastisch den Unternehmenswert beeinflussen können
- Merkmale informationseffizienter Märkte
- Hohe Transparenz
- Hohe Liquidität
- Rationalität der Anleger: Es genügt, wenn eine Minderheit rational agiert
- Es gibt keine Preisfestsetzung durch den Staat, keine staatlich festgelegten Monopole und keine Wettbewerbsbeschränkungen
- Transparenz und Liquidität erlauben das Wirken von Arbitrage
- Anpassungszeiträume für die meisten Börsen liegt zwischen 5 min und wenigen Stunden
- <90% des globalen Aktienhandeslvolumens geht von institutionellen Marktteilnehmern aus
- Banken, Investmentfonds, Wertpapierhändlern, Versicherungen, Pensionsfonds und staatliche Kapitalsammelstellen (Sozialklassen oder Grossunternehmen)
- Bei Anleihen, Devisen ,Derivaten, Rohstoffen und Edelmetallen ist der Anteil 99% —> **KEIN CHANCE FÜR PRIVATANLEGER** (INFORMATIONEN)
- EMT gilt nur in speziellen Finanzmärkten
- Aktienmarkt, Anleihenmarkt, Devisenmarkt, etc..)
- **98%** aller private und gewerblichen Anlagengelder welweit werden AKTIV gemanagt
- Aktienkurse basieren auf **Wahrscheinlichkeitsgewichtete Informationen**
- und sind also Erwartungswerte eines viele Jahre in die Zukunft reichenden, auf die Gegenwart abgezinsten Zahlungsstromes
- 5. "Investmentpornografie" — allgegenwärtig in der Finanzbranche
- Fachvokabular
- Investmenpornografie
- Oft werden in den Medien Risiken vernachlässigt und Renditen schön geredet
- Grund dafür ist oftmals, dass PEEPS aus gewissen Brachen davon profitieren wenn Leute an aktives Investieren glauben und dadurch MONEYZ verlieren
- Buy-and-Hold
- Buy and hold is a passive investment strategy in which an investor buys stocks (or other types of securities such as ETFs) and holds them for a long period regardless of fluctuations in the market.
- Diese Strategie fodert, starke Nerven, Disziplin und genügend freie Liquidität ausserhalb des Portfolios
- Diversifikation und Asset-Allocation
- Gebühren + Steuern MITEINBEZIEHEN
- Equilibrium-Accounting
- Jeder Kauf is gleichzeitig ein Verkauf
- Preisexplosionen oder Crashs
- passieren nicht weil alle kaufen/verkaufen sondern weil sich die Einschätzung des Wertes ändert.
- sie passieren nicht **NUR**, weil es zu viel Nachfrage oder Angebot gibt, denn in einem freien Markt kann dies gar nicht passieren. ???
- 90% der Medieninformationen über Wertpapiermärkte/Renditenprognose —> Investmentpornografie
- 6. Risiko und Rendite sind untrennbar miteinander verbunden
- Fachvokabular
- Hohes erwartetes Risiko
- heißt, dass die mit dem Investment erwarteten Erträge in manchen Perioden, deren Zeitpunkt und Häufigkeit nicht verlässlich vorhersehbar ist, ausbleiben oder durch Verluste ersetzt werden — ansonsten wären die höheren Renditen ja nicht riskant
- Anleihen
- Eine Anleihe ist ein zinstragendes Wertpapier. Es handelt sich um ein Wertpapier, das dem Gläubiger das Recht auf Rückzahlung sowie auf Zahlung vereinbarter Zinsen einräumt.
- Je länger die Laufzeit desto risikoreicher.
- Sofern Anleihen oder Kontoguthaben nicht in der Heimatwährung des Anlegers denominiert sind, erhöht sich das Risiko zusätzlich aufgrund von Wechselkurschwankungen
- Je besser man dieses Risiko versteht desto erträglicher fühlen sich die Schmerzen an
- Das Nichteintreten von Regen widerlegt nicht die Regenprognose. (Zufall sieht nicht zufällig aus)
- 7. Wie Diversifikation wirklich funktioniert
- Fachvokabular
- Korrelation
- Korrelation ist eine Kennzahl aus der Statistik, die den Grad der Parallelität der Entwicklung zweier Grössen misst, zum Beispiel der Kursveränderungen zweier Aktien
- Messung der Korrelation mithilfe des Korrelationskoeffizienten {-1; +1}
- -1 steht für exakt gegeläufige Entwicklung
- 0 steht für vollständig unabhängige Entwicklung
- +1 steht für exakt gegenläufige Entwicklung
- Die meisten Korrelationen bewegen sich eher im Bereich **-0,20 und +0,99**
- Diversifikationsnutzen
- Bsp.: Regenschirme und Bandenhosen muss der ideale Korrelationswert von -1,0, damit ein Diversifikationsnutzen erreciht werden kann.
- Heisst Risikosenkungsvorteil konnte kostenlos erzielt werde und musste nicht mit einem Renditenverlust erkauft werden
- In der Realität sind aber langfristig negative Korrelationen zwischen zwei einzelnen Aktien sehr selten
- Zwischen Asset-Klassen lassen sich Null-Korrelationen oder sogar negative Korrelationen higegen durchaus finden, wenn man weiss, worauf es heirbei ankommt.
- Unsystematisches Risiko
- Risikofaktoren, die nur das jeweilige Unternehmen betreffen
- + Branchenrisiko
- Systematisches Risiko
- Risikofaktoren die alle Aktien weltweit betreffen
- "Risikofreie" Anlagen
- Festgeld (innerhalb der gesetzlichen Einlagensicherung)
- Bundeswertpapier mit Laufzeit bis zu 18 Monaten
- Geldmarktfond
- Systematische Diversifikation
- wenn sie im Aktienteil wirklich global ist und sie mindesten die sauber definierten Haupt-Asset-Klassen Aktein-global und die sogennate risikofrei Anlage einschliesst
- Bsp.: Durch Beimischung von insgesamt 10% bis 20% Immobilienaktien und eventuell Rohstoffen, Nutzen noch mehr erhöhen
- Aufgrund der Korrelation zwischen Asset-Klassen und Wertpapieren innerhalb von Asset-Klassen lässt sich durch hohe Diversifikation das Risiko massive senken ohne hohe einbußen bei der Rendite erleiden zu müssen
- Innerhalb der Asset-Klasse können Einzelwertrisiken und Branchenrisiken wegdiversifiziert werden ohne Rendite einzubußen. Das Gesamtmarktrisiko kann nicht wegdiversifiziert werden.
- "Der Markt bezahlt den Anleger legedlich für das Tragen gesamtmarktbezogener Risiken, nicht für das Tragen von Einzelrisiken bzw. Branchenrisiken."
- 40% Systematisches Riskio + 60% Unsystematisches Risiko
- Man könnte diesen Nutzen vermutlich noch durch die Beimischung von insgesamt 10% bis 20% Immobilienaktien und eventuell Rohstoffen erhöhen
- kleinere jährliche Renditenschwankungen → geringeres Risiko
- Portfoliorisiko sinkt überproportional zur Rendite
- Betrachtung der Einzelrisiken in einem Depot ist praktisch nutzlos und führt in der Regel zu falschen Entscheidungen
- 8. Regression zum Mittelwert: Die mächtige Tendenz zum Durchschnitt
- Sowohl über- als auch unterdurchschnittliche Jahresrenditen von Investmentfonds, Wertpapierportfolios und Wertpapierindizes nähern sich sehr langfristig tendenziell wieder dem für die jeweilige Asset-Klasse oder Portfoliotyp durchschnittliche Wert an. Über- oder Unterrenditen haben in den meisten Fällen vorübergehenden Charakter.
- Je kürzer der Zeitraum, desto weniger lässt sich RzM nachweisen
- **RzM verstehen und kein Performance-Chasing betreiben**
- 9. Zeitdiversifikation: Wie Risiko und Anlagehorizont zusammenhängen
- Zeitdiversifikation
- schlechte Jahresrenditen werden von guten Jahresrenditen ausgeglichen
- Shortfall-Risk
- Als eine der wichtigsten Risikoarten bei der Geldanlage nimmt bei Aktien mit zunehmender Länge der Anlageperiode ab
- Hürdenrendite
- Diese Hürdenrendite könnte eine reale Nullrendite oder die Rendite von "risikolosen" kurzfristigen Staatsanleihen sein
- Humankapital
Das Kapital was man in seinem Leben noch durch Arbeit verdienen wird.
- Time-Diversification und Regression zum Mittelwert hängen mit einander zusammen
- Je stärker RzM, desto eher wird es auch zu einem vorteilhaften Time-Diversification-Effekt kommen
- 10. Asset-Allokation; Was die Rendite Ihres Portfolios tatsächlich bestimmt
- Asset-Klasse
- ist eine Gruppe von Assests (Vermögenswerte) mit sehr ähnlichen Risiko- und Renditemerkmalen, die weitgehend gleichn mirko- und makroökonomische Ursache-Wirkung-Zusammenhängen ausgesetzt sind und die einer sachlogischen Gruppen angehören
- Die Entscheidung, die sich statistisch am stärksten auf die Rendite und das Risiko eines Portfolios auswirkt, ist die Auswahl der in dem Portfolio enthaltenen Asset-Klassen und deren Gewichtung
- Es ist beinahe immer besser, in eine Asset-Klasse in ihrer **Reinform** zu investieren statt in als verpacktes Produkt, denn das bedeutet fast immer zusätzliche Koste, weniger Transparenz und möglicherweise versteckte Risiken


- 11. Risiko richtig verstehen — die Zentralen Risikokonzepte
- Fachvokabular
- Risiko
- ist die Möglichkeit, dass Sie an einem bestimmten Zeitpunkt weniger liquide Geldmittel zur Verfügung haben, als Sie es bei Ihrer ursprünglichen Investitionsentscheidung erwarteten
- Risiko muss sich von Zeit zu Zeit unvorhergesehen materialisieren
- Event-Risk
- Risiken gemeint, die extrem selten eintreten und daher besonders schwer oder gar nicht zu prognostizieren und zu managen sind und, sofern sie eintreten zumeist einen grossen Schaden anrichten
- Es ist für kluge Anleger hilfreich, finanzielles Risiko aus mehreren konzeptionellen Blickwinkeln zu betrachten
- Konzeptionelle Gedanken zu Investmentrisiko
- Rendite kommt von Risiko, nicht Gewinn: Rendite ist vielmehr primär die Belohnung für das Tragen von Risiko
- Unterschiedliche Risikokennzahlen führen zu unterschiedlichen Risikomessergebnissen
- Risiko ist subjektiv, nicht objektiv
- Wir haben unterschiedliche Risikotoleranzen in unterschiedlichen Lebenssituationen
- Unsere Risikobereitschaft schwankt im Zeitablauf
- Gewöhnung an Risiko macht einen Unterschied
- Die Asymmetrie von Gewinn und Verlust
- Aufgrund dieser Tatsache ist zu empfehlen, dass man bei der Asset-Allokation eher der konservativen, vorsichtigen Seite zuneigt.
- Zu häufige Portfoliobetrachtung kann negative mentale Selbstprogrammierung bewirken und zu konservativeren Ansichten führen
- Risiko ist ein probabilistisches Konzept
- Risiko (R) = Wahrscheinlichkeit (P) * Auswirkung (I)
- Das Ausmass von Risiko hängt einerseits von seiner Eintrittswahrscheinlichkeit P ab und andererseits von dem Schaden I (Impact), der bei Eintritt resultiert.
- Die beiden werte alleine sind eingeschränkt aussagefähig oder sogar irreführend
- Allein das Produkt aus diesen beiden Grössen zählt
- Das relative Grössenverhältnis von P und I ist oft sehr wichtig für das richtige Verständnis des betreffenden Risikos (Event-Risk)
- Portfoliorisiko versus Einzelanlagenrisiko
- Gesamtes Risiko betrachten und nicht die Einzelrisiken tunneln
- Bad returns in bad times
- Schlechte bekannte Verhältnisse sind kein Risiko: Verschlechterungsgefahr
- Bekannte Informationen sind bereits im Preis engespeist
- Historisches Risiko versus zukünftig erwartetes Risiko
- Eine globale Asset-Klasse kann nicht Konkurs gehen
- Buchverluste versus realisierte Verluste
- Das Risiko der "risikofreien" Anlage
- Obwohl die "risikofreie" Anlage in Bezug auf "Schockrisiken" und Wertschwankungsrisiken klar die risikoärmste Anlageform ist, repräsentiert sie in Bezug auf die für die Vermögensbildung entscheidende Fähigkeit, eine realen Vermögenszuwachs zu erzeugen, das höchste Risiko
- 12. Neun wichtige Risikokennzahlen schnell erklärt
- Volatilität (Standardabweichung oder Varianz)
- Volatilität ist eine statistische Maßzahl für die Streuung einer Gruppe von Einzelwerten um ihren arithmetischen Mittelwert herum
- Wertpapierrenditen sind allerdings nur näherungsweise normalverteilt
- Je Breiter ein Investmentfonds/Portfolio diversifiziert ist, desto niedriger fällt auch sein Standardabweichung aus
- Maximaler kumulativer Verlust
- Maximaler Verlust, der sich irgendwann im Betrachtungszeitraum abspielte
- Für Privatanleger die nützlichste einzelne Risikokennzahl
- Längste Verlustphase
- Länge des maximalen historischen Zeitraums, den ein Investment benötigte, um nach einem Einbruch wieder auf den früheren Höchststand am Beginn des Einbruchs zurückzuklettern
- Anteil der negativen Kalenderjahresrenditen
- Anteil der negativen Jahresrenditen aller Jahresrenditen in einer historischen Betrachtungsperiode
- Value at Risk
- Mit welcher Wahrscheinlichkeit eine bestimmte negative Rendite unterschritten wird - z.B. wie wahrscheinlich die 5% schlechtesten Renditen unterschritten werden.
- Shortfall Risk
- Wahrscheinlichkeit, mit der eine bestimmte Renditeschwelle oder Minimum-Rendite für die gewählte Betrachtungsperiode unterschritten wird
- Referenzrahmenrisiko
- Die Möglichkeit der vorübergehenden Unter-Performance gegenüber einer für uns subjektiv relevanten Benchmark
- z.B. vom Heimatmarkt sich beeinflussen lassen
- Renditereihenfolgerisiko
- Risiko einer ungünstigen Renditereihenfolge bei der Entspar- bzw. Besparphase
- Bei der p.a. Rendite gilt das Vertauschungsgesetz
- Wichtig wenn regelmäßige Entnahme geplant ist
- Sharpe-Ratio
- Das Verhältnis von Rendite zu Risiko
- Der Wert ist relativ, die absolute höhe ist zu ignorieren
- Risiko adjustierte Rendite —> Wie viel krieg i für mein Risiko
- 13. Warum Anleger dem Verliererspiel "aktives Management" anhängen
- Grund 1: Die Psyche und das Investment-Know-how des Anlegers selbst
- Zu glauben, dass mit mehr Aufwand, mehr Expertise und ausreichender Suche Investments gefunden werden die den Markt schlagen
- Grund 2: Falsche Empfehlungen und einseitige Beratung der Finanzbranche
- Gebühren sind eine Wichtige Einnahmequelle für Vermögensverwalter
- Grund 3: Investmentpornografie in den Medien
- Indexing ist nicht aufsehenerregend. Deswegen wird auch nicht darüber berichtet.
- Portfolio nur alle 1-2 Jahre minimal austarieren
- Grund 4: It takes two to tango
- Sich der Versuchung, angeblich bessere aktive Finanzprodukte zu erwerben, hinzugeben
---
- **2. Lassen Sie sich nicht täuschen: 20 verhängnisvolle Anlegerfehler**
- Fehler 1: Sich an historischen Renditen von Fonds und aktiven Anlagestrategien orientieren
- Sich an vergangenheitsbezogene Renditen und Fondsratings orientieren um einen guten aktiven Fonds zu finden → Performance-Chasing
- Markowitz-Methode ist Schwachsinn
- Vor allem bei kurzfristigen Analysen sind historischen Daten im Bezug auf Renditen "irrelevant"
- Fehler 2: Die Wirkung der Nebenkosten des Investierens unterschätzen
- Nebenkosten(=Transaktionskosten+Haltekosten) sind einer der wichtigsten Parameter für eine hohe Rendite nach einem langen Zeitraum
- Für lange Zeiträume ist es wichtiger laufende Kosten zu minimieren als einmalige beim Kauf anfallende Kosten
- Nebenkosten liegen normal am Besten bei 0,15%
- Die Kostenbelastung ist der wichtigste einzelne Einflussfaktor
- Total Expense Ratio - beinhaltet trotz des Namens nicht immer alle Kosten und kann niemals niedriger als die Verwaltungsgebühren sein
- Fehler 3: An Kursprognosen der Experten glauben
- Da es eine große Zahl an Prognosen gibt und nur eine kleine Zahl an Prognosen zutrifft, man diese Prognosen aber nicht zuverlässlich vorausagen kann, sind die richtigen nicht vom Zufall zu unterscheiden
- Meist sind es auch sinnlose Prognosen von denen keine Investmententscheidung abgeleitet werden kann
- Wenn die Prognose stimmen würde, würde sie durch Imitation durch Dritten den Erfolg wegarbitrieren.
- "Ja, passives Investieren ist prognosefreies Investieren. Es lehnt die Nutzung kurz- und mittelfristiger Renditeprognosen für Kauf und Verkauf einzelner Assets (z.B. Wertpapiere) oder Asset-Klassen, weil renditeschädlich, konsequent ab."
- Fazit: Finanzprognosen sind INFOTAINMENT
- Fehler 4: Aktive Investmentstrategien praktizieren
- Unzählige Studien und wissenschaftliche Aufsätze zeigen, dass aktive Investmentstrategien keine Outperfomance nach Kosten und Steuern erzielen
- Funktionierende Anlagestrategie
- Eine Strategie die in ihrer "Wettkampfklasse" dauerhaft, nennenswert und in dokumentierte Form über der durchschnittlichen Leistung liegt
- Fragen an eine aktive Investmentstrategie
- Ist der Betrachtungszeitraum in der vorgeblichen Outperformance lang genug? Zeiträume unter 10 Jahre sind oft nicht aussagefähig. Wie sieht die Performance in unterschiedlichen Zeitfenstern aus? Z.B. wurde diese Outperfomance erreicht indem die letzten 2 Jahre glücklich verlaufen sind und die anderen 8 unterdurchschnittlich
- Sind alle Kosten und Steuern berücksichtigt worden?
- Erfolgt die Outperformance-Messung anhand eines geeigneten Indexes?
- Präsentiert die jeweilige Institution nicht einfach nur ihr zurzeit am besten performendes Anlageprodukt bzw. zurzeit am besten perfomende Anlagestrategie? Z.B. Wurden 50 Fonds gestartet wovon nur einer eine Outperformance erzielt und deswegen dieser auch der einzige ist welcher nicht geschlossen wurde.
- Wurde die Outperformance tatsächlich erzielt oder wurde die Strategie nur gebacktestet?
- Welche wissenschaftliche Begründungen existieren für die Strategie?
- Sind historische Langfristdaten von Asset-Klassen repräsentativ für die Zukunft?
- Lange historische Finanzmarktdatenreihen sind für die meisten Fragestellungen aussagekräftiger als kurze Datenreihen
- Grundsätzlich sollten isolierte Datenreihen unter 30 Jahren sollten mit großer Skepsis betrachtet werden
- Je länger eine Datenreihe ist, desto tendenziell geringer wirken sich Abweichungen vom historisch durchschnittlichen Bewertungsniveau der Asset-Klasse aus
- Je länger ein Anleger auf Buy-and-Hold-Basis in eine Asset-Klasse investiert, desto wahrscheinlicher ist es, dass er ihre historische Durchschnittsrendite erreicht
- Fehler 5: Annehmen, den Markt schlagen zu wollen, sein einen Versuch wert
- Der Versuch, den Markt schlagen zu wollen, ist nicht kostenlos - genauso wie die Teilnahme an einer Lotterie nicht kostenlos ist
- Fehler 6: Glauben, Experten könnten den besten Einstiegszeitpunkt finden
- Market-Timing wurde in der Wissenschaft zu genüge widerlegt
- In der Realität ist der richtige Einstiegs- bzw. Ausstiegszeitpunkt nicht so wichtig, weil...
- ...nur wenige Anleger wird es geben, die 100% ihres Vermögens in eine Asset-Klasse investieren (z.B. wäre das Humankapital auch mit einzubeziehen)
- ...kaum jemand in die Situation kommen wird, 100% seines Vermögens exakt am Beginn des schlechtestmöglichen Jahres zu investieren und im schlechtestmöglichen Jahr zu deinvestieren. In Realität werden über längere Zeiträume Geldmittel in das Portfolio fließen
- ...andere Asset-Klassen grundsätzlich dem gleichen Risiko ausgesetzt sind und der Anleger somit ohnehin dieses Risiko nicht umgehen kann
- ...durch weltweite Diversifikation dieses Risiko minimiert werden kann
- Aktienmärkte steigen langfristig und aufgrund der schlechten kurz- und mittelfristigen Prognostizierbarkeit ist der Einstieg um so erfolgsversprechender, je früher und je umfangreicher er geschieht
- Aus emotionalen Gründen empfiehlt es sich dennoch größere Beträge schrittweise zu investieren
- Fehler 7: Sich an Fondsratings orientieren
- Fondsratings können schon allein deshalb nicht funktionieren, weil ihr stärkster einzelner Bestimmungsfaktor die historische Rendite des Fonds ist
- Historische Rendite von einzelnen Fonds hat keine kurz- und mittelfristige Prognosekraft, wenn man Transaktionskosten, Risiko und Steuern berücksichtig
- Die meisten Rating-Verfahren gruppieren die analysierten Fonds aus Gründen der "Anwenderfreundlichkeit" in zu wenige und von der Wissenschaft eher belächelte "Banalo-Kategorien".
- Von Fondsratings für Indexfonds ETFs kann nuch gewarnt werden
- Fehler 8: Von Fondsmanagern einen Mehrwert erwarten
- Sich an Fondsmanagern zu orientieren bringt keinen Mehrwert weil, man nur von ihnen hört wenn ihr Fond gerade bzw. kurzfristig gut gelaufen ist. Nur stellt diese kurzfristige Überperformance keine langfristige höhere Renditeerwartung dar.
- Aufgrund der hohen Anzahl der aktiven Fondsmanager schließt eine Überperformance, aufgrund des Gesetzes der großen Zahlen,keinen Zufall aus

- Fehler 9: Annehmen, Risikoabsicherung (Downside-Hedging) sei umsonst zu bekommen
- Fazit: Die perfekte Welt, in der Risiko begrenzt wird, während die Upside, das Gewinnpotenzial, einer ertragsträchtigen Anlage oder Asset-Klasse weitgehend erhalten bleibt, existiert nicht
- Auch ein Stop-Loss garantiert nicht zu 100%, dass man nicht mehr verliert als man ansetzt
- Fehler 10: Sich von nominalen Renditen täuschen lassen (Zerrspiegel Inflation)
- Nominale Rendite
- Typischerweise "irreführend", denn sie besteht teilweise aus Inflation
- Basically heisse Luft, die keinen KAUFKRAFTZUWACHS bedeutet
- Nominale Rendite sind unrealistische Zerrspiegelzahlen
- Inflationsbereinigte Rendite
- (1 + reale Rendite) * (1 + Inflationsrate) = (1 + nominale Rendite)
- Näherungsweise: Nominale Rendite - Inflation = reale Rendite
- 72er - Regel
- Näherungsweise Berechnung der Halbierung
- wie lange es bei einer angenommen durchschnittlichen Inflationsrate dauert, bis die Inflation einen bestimmten Geldbetrag um die Hälfte entwertet hat
- Bsp.: 72 : 3 (Inflationsrate) = 24 Jahre
- Näherungsweise Berechnung der Verdopplung
- Bsp.: 72 : 6 (durchsch. jährliche Rendite) = 12 Jahre
- Wenn Renditenzahl —> inflationsbereinigt: Dann bedeutet diese Verdopplung eine ECHTE Wertverdoppelung und keine Pseudoverdoppelung (mit Nominale Rendite)
- Jede Asset-Klasse bietet Schutz vor *erwarteter* Inflation.
- Fehler 11: Sich auf Renditeangaben der Finanzindustrie verlassen
- Basically: In der Finanzindustrie gibt es keine reine "objektive" Mathematik bei der Renditenangaben in
- Präsentationstricks
- Trick 1: Schmeichelhaftesten Zeitraum auswählen
- Renditen sagen alleine als absolute Grösse nicht sehr viel aus, doch im Vergleich gewinnen sie an Aussagekraft
- Da es keine Vorschriften gibt, wird meist ein Zeitintervall ausgewählt in denen ihr Produkt besonders gute Rendite schafft
- Trick 2: Risiko ignorieren/minimieren oder mit einem falschen Benchmark vergleichen
- Bsp.: Eigene riskoreiche Fonds werden mit einem Index verglichen, der zwar eine geringere Rendite, zugleich aber auch eine stabilere Entwicklung aufweist —> solcher Vergleich irreführend
- Um fair zu sein, müsste er auf riskogewichteter (risikoadjustierter) Basis erfolgen
- **APFEL UND BIRNEN JUNGS**
- Mathematische Tricks
- Manipulative Auswahl der jeweils zur gewünschten Aussage passenden mathematischen Renditenberechnugsmethode
- Arithmetische Durchschnittsrendite
- "Jahresrendite" entspricht dem Wertzuwachs des Depots im Jahresverlauf dividiert durch den Depotwert am Anfang des Jahres
- Bsp.: Jahr 2 —> Wertverlust von 50 Euro dividiert durch 130 Euro (Depot Wert zu Beginn von Jahr 2), woraus sich eine negative Rendite von -38,5% ergibt
- Arithmetische Durchschnittrendite für die 3 Jahre = der Durchschnitt aus den drei einzelnen Jahresrenditen —> **22,2% p.a.**
- Geometrische Durchschnittrendite (CAGR)
- Anfangsinvestment * (1 + r )^n = Endwert des Investments
- Dabei ist r die Rendite als Dezimalzahl (Wert, den wir ausrechnen wollen), n ist die Anzahl der Jahre
- Bsp. mit Jörg: 100 * (1 + r)^3 = 140 nach r aufgelöst —> **11,9% p.a.**
- Benutzung: Berechnung des Endwertes —>bei Anfangsinvestitionen, wo während des bestimmen Zeitraums (gleichbleibender Jahreszinssatz + Berücksichtigung des Jahreszinssatzes) dem Depot weder Mittel entnommen noch hinzugefügt werden
- Arithmetische versus geometrische Durchschnittsrendite
- Für die historische Renditenberechnung ist die geometrische Jahresrendite der arith. vorzuziehen. Denn die arith. Rendite lässt keine direkte Schlussfolgerung auf den absoluten Ertrag (Endwert) einer Investition während eines langen Zeitraums zu und gerade auf diesen kommt es an
- Allerdings kann die geo. Rendite irreführend sein, wenn man die in seinem Depot tatsächlich erzielte Rendite darstellen möchte.
- Interner Zinsfuss
- Im Gegensatz zu den zwei Methoden bevor, berücksichtigt der Interne Zinsfuss die Zu- und Abflüsse vom Depot
- Bedeutet: Berechnung des Endwertes vom Depot + Zu- und Abflüsse in einem spezifischen Zeitraum
- Kumulative Rendite
- Die angesammelte Rendite über einen bestimmten Zeitraum
- Nominale Rendite versus reale Rendite
- Renditeberechnung in unterschiedlichen Währungen
- Fazit: Renditenzahlen skeptisch betrachten und hinterfragen
- Fehler 12: Bankguthaben für sicher halten
- Ein Bankguthaben ist ein kurzfristiger, unbesicherter Kredit des Kontoinhabers an ein Unternehmen in der Finanzbranche
- Banken haben mittelmäßige bis schlechte Bonität aufgrund ihres hohen Fremdkapitalanteils (~90%)
- Niemand sollte einer Bank mehr leihen als die 100.000 Euro, die in der EU vom jeweiligen Staat garantiert werden, in dem die Bank Ihren Konzernsitz hat, und auch das nur wenn der garantierende Staat von mindestens zwei Rating-Agenturen ein A+/A1-Rating oder besser besitzt
- Ratings sind nicht linear
- Fehler 13: "Nullzinsen" für neu und ungewöhnlich halten
- Nullzinsen sind nichts neues. Man hat früher zwar einen höheren Zinssatz bekommen jedoch war die Inflation auch höher und da man Steuern auf die nominale Rendite zahlte nicht auf die Inflation bereinigte wurden damals schon reale Renditen nach Steuer und Kosten von knapp über Null erwirtschaftet
- Nominal Zinsen sind weitgehend irrelevant
- Fehler 14: In Einzelwerte investieren
- Warum ein diversifiziertes Portfolio Einzelwerte vorzuziehen ist:
- Rendite und Risiko: Durch Diversifikation lässt sich das Risiko beträchtlich senken und sehr wahrscheinlich sogar die Rendite erhöhen
- Kosten: Die Gebühren für das Investieren in Indexfonds und ETFs ist beträglich niedriger als der Kauf aller Einzelwertanlagen
- Asset-Allokation: eine gute Asset-Allokation auf Einzelwertbasis zu erreichen ist beträglich aufwendiger und umständlicher als über Indexfonds und ETFs
- Mindestanlagesumme: Aufgrund von Sparplänen lassen sich schon Beträge ab 25 Euro in ETFs investieren
- Einfachheit und Bequemlichkeit: Die Verwaltung eines diversifizierten ETF-Portfolios ist viel einfacher als die Verwaltung eines diversifizierten Einzelwert Portfolio
- Fehler 15: Ein gutes Unternehmen mit einer guten Aktie verwechseln
- Nur weil ein Unternehmen gut läuft, viel Gewinn macht und in einem "heißen" Sektor agiert, bedeutet dass nicht das sie auch eine gute Aktie ist, weil dies schon im Preis der Aktie mit eingepreist ist und weil es viele einzelne Faktoren gibt die auf Einzelwerte wirken
- Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (+ andere Analysen & Faktoren) sind auf Einzelwerteben genauso oft falsch wie richtig. Wer ihnen folgt, ersetzt Investieren durch Lotteriespielen.
- Ein kennzeichnendes Merkmal von Lotterien ist ihr negativer Gewinnerwartungswert
- Fehler 16: Mit Brancheninvestments den allgemeinen Aktienmarkt schlagen wollen
- Branchen sind einfach keine systematischen Rendite- und Risikofaktoren, auf die man sich irgendwie verlassen könnte
- Laut der Wissenschaft gibt es keine rationale Erklärung warum bestimmte Branchen besser performen sollten
- Soweit eine Branche zeitweilig oder langfristige bessere/schlechtere Ertrags- oder Wachstumschancen hat als andere Branchen, ist dieser Unterschied in die Zukunft gerichtet **längst im Aktienkurs eingepreist**
- Was den früher gerne behaupteten "strukturellen Vorteil" des Technologiesektors anbelangt...
- In der Marktwirtschaft bringt innovative Technologie ihren Erfindern vermutlich nicht wesentlich mehr Nutzen als allen anderen Unternehmen
- Bsp.: Walmart vs. Intel
- Fun Fact: 1900 - 2014 beste Branche in USA —> Tabakindustrie
- Fazit: Aus Investmentsicht und in die Zukunft gerichtet sind Branchen irrelevant.
- Fehler 17: Sich von Private Banking einen Mehrwert versprechen
- Nur weil sich eine Bank aufgrund des Vermögens einer bestimmten Person mehr Aufwand betreibt heißt das nicht das auch mehr Rendite (für diese Person) erwirtschaftet wird, sondern die Person mit mehr Kosten belastet wird.
- Innerhalb einer gegebenen Asset-Klasse sollten Kosten das wichtigste Kaufkriterium sein
- Fehler 18: In Hedge-Fonds und Private Equity investieren
- Eine hohes Vermögen des Hedge-Fond Managers sagt mehr über die Gebühren des Hedge-Fonds aus als über dessen Renditen
- Wie schon oft gezeigt wurde, ist es auch hier sehr schwierig genau den Hedge-Fonds herauszupicken der für den nächsten bestimmten Zeitraum eine Überrendite bringen soll
- Unattraktive Rendite-Risiko-Pakete
- Fehler 19: Langfristig erzielbare Investmentrenditen überschätzen
- Innerhalb eines 35 jährigen Ansparzeitraums machen wahrscheinlich das gesparte Geld mehr aus als das erwirtschaftete Geld (nach Kosten und Steuern?)
- Fazit
1. Realistisch erzielbare Nettorenditen für Investments sind niedriger als viele Privathaushalte annehmen. Umso wichtiger ist es, nicht in schlechte Investmentprodukte zu investieren und allgemein die Nebenkosten des Investierens zu minimieren.
2. Konsumverzicht/Sparen hat langfristig eine enorm hohe Auswirkung auf das Endvermögen von Privatanlegern
3. Die Maximierung des Humankapitals eines Haushaltes z. B. durch Begrenzung von einkommenslosen Phasen im Leben oder durch Verzicht auf frühzeitigen Ruhestand, hat ebenfalls einen wohl oft unterschätzen vorteilhaften Einfluss auf das Endvermögen von Haushalten beim Eintritt in die Vermögensverzehrphase
- Fehler 20: Konventionelle Vermögensberater und Bankberater nutzen
- "Berater"
- Ein Berater ist kein Berater wenn er Provision von den verkauften Produkten bekommt, denn das ist nämlich ein Verkäufer
- Denn die verdienen am Verkauf von Produkten und für die eigentliche "Beratung" fast nichts
- Verkauft werden natürlich die Produkte die der Bank oder dem Berater am meisten Moneys machen (Produkte mit versteckten Produkten etc...)
- Deswegen findet keine echte Beratung statt, sondern ein als Beratung verkleideter Verkauf
- UCITS-Fonds
- Alle Indexfonds (traditionelle Indexfonds und ETFs), auf die sich die Umsetzungskapitel im zweiten Teil des Buches beziehen, sind **UCITS-Fonds**
- "Robo-Advisor" und echte Honorarberater maybe ze real Heroes we needs???????????
---
- **3. Finanzprodukte, von denen man die Finger lassen sollte**
- Kapitalbildende Lebensversicherungen
- Aktiv gemanagte Rentenfonds
- Anleihenmarkt ist vermutlich noch informationseffizienter als der Aktienmarkt
- Aufgrund der niedrigeren Renditen von Anleihen sind hohe Kosten noch schädlicher als bei Aktien
- Wenn man Anleihen als risikoarmen Teil nutzt sind solche Rentenfonds besonders unnütz weil man sich dann nur auf wenige Staaten hoher bzw. höchster Bonität beschränkt
- Geschlossene Fonds
- Extrem hohe Kosten, komplex, intrasparent, mögliche Nachschusspflicht, keine objektiven historischen Renditedaten, Klumpenrisiko welches sich auf wenige Investitionsobjekte bezieht, Renditevorhersagen zu optimistisch, die Prognose der steuerlichen Parameter können sich jederzeit ändern, das Investment ist illiquide
- Offene Immobilienfonds
- Offene Immobilienfonds hatten niedrigere Renditen als Immobilien-Aktien-ETFs
- Das Risiko ist sehr subjektiv eingeschätzt
- Die angebliche niedrige Korrelation zum Aktienmarkt ist sehr unwahrscheinlich
- Höhere Kauf- und Verkaufskosten als Immobilien-Aktien-ETFs
- In Krisenzeiten ist nicht gesichert, dass die Fondsanteile jederzeit zum offiziellen Kurs verkauft werden können (Rücknahmesperren deswegen mit hohen Abschlag auf Zweitmarkt verkauft)
- Dachfonds
- Stock-Picking und Market-Timing auf Fonds level plus nochmals Kosten dafür
- Themenfonds
- Fonds zum einem bestimmten Thema (z.B. KI, Wasser, nachwachsende Rohstoffe etc.)
- Aktiv gemanagt, mehr oder weniger Branchenfonds
- Mischfonds
- Es ist immer besser Investmensts in ihrer Reinform zu kaufen.
- Hohe Gebühren, Market-Timing
- Zertifikate
- Sind rechtlich gesehen Bankschuldverschreibungen
- Intransparent und Komplex
- Hohe Kosten
- Kaum verlässliche, unabhängige Renditestudien
- **KEIN SONDERVERMÖGEN**
- Alle Anlageprodukte mit garantierter Mindesverzinsung oder Kapitalgarantien
- Einzelimmobilien zur Vermietung
- Klumpenrisiko
- Historische Renditen werden oft, durch die in den letzten Jahren höheren Renditen, überschätzt
- Bausparverträge
- Weitere "innovative" Anlageprodukte
- Kriterien an denen diese Anlageprodukte scheitern:
- Seriös eingeschätzte Erwartungswerte bei Rendite und Risiko
- Existenz einer mindestens 20-jährigen Asset-Klassen-Rendite-Historie
- akzeptable Werte bei Nebenkosten
- Liquidität
- Transparenz
- Einfachheit
- aufsichtsrechtliche Klarheit und Produktverständlichkeit
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- **4. Historische Asset-Klassen-Renditen seit 1900**
- Durch globale Diversifikation können länderspezifische Faktoren, welche das Land begünstigen oder belasten, wegdiversifiziert werden.


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- **5.** **Grundprinzipien einer überlegenen Anlagestrategie: Indexing**
- Passiv investieren mit ETFs und traditionellen Indexfonds
- Unterschied Investmentfonds vs ETFs
- Bei traditionellen Indexfonds werden die Anteile direkt beim Anleger (Fondsgesellschaft) gekauft/zurück verkauft
- ETFs sind für den Handel an der Börse konzipiert. ETFs-Anteile erwirbt an der Börse über einen Intermediär
- Weil ETFs über die Börse gehandelt werden, haben sie keinen Ausgabenaufschlag. Stadtessen kommt eine Geld-Brief-Spanne —> Kauf und Verkaufspreis sind minimal unterschiedlich —> Kaufen/Verkaufen wenn die Börse liquidesten ist
- Unterschiede des Indexing zu konventionellen Investieren




- Wertpapierindizes verstehen
- Zweck eines Wertpapierindexes
- ist es, allen Marktbeobachtern eine schnelle, objektive, zusammenfassende Kennzahl der Entwicklung (Rendite) des entsprechenden Marktsegments bzw. der Asset-Klasse zu liefern
- Sie werden auch als Benchmark für aktive Anlagestrategien benutzt
- Indizes Typen
- Kursindizes
- Preisindizes berücksichtigen keine Dividendenausschüttungen und taugen daher nicht als Massstab für die Aktionsärsrendite
- Performance-Indizes
- Performance-Indizes berücksichtigen Dividendenausschüttungen
- Gross Indices vs Net Indices
- Berücksichtigung
- Die Gross-Index-Variante schliesst keine solchen Quellensteuern ein
- Die Net-Index-Variante (Total Return Net) legt für jedes Land ein maximalen Quellensteuersatz zugrunde und weist daher etwas niedrigere Renditen aus
- Die meisten internationalen investierenden Aktienfonds verwenden TRN-Indexvarianten als Benchmark
- Vorteile der Indexfamilien der Index-Provider gegenüber den Leitindizes
- Dem Stand der Wissenschaft entsprechenden Methode konstruiert
- Logisches Baukastensystem, das einem passive Anleger hilft, den geeigneten Referenzindex zu finden, der die Asset-Klasse repräsentiert
- Besser diversifiziert
- Tendenziell weniger Opfer von renditenschädlichen Front Runnnig
- "Schädliche/Nutzlose" Indexe für passives Investieren
- Branchenindizes
- Designer-Indizes
- Replikationsmethoden: Wie ein Indexfonds einen Wertpapierindex nachbildet
- Fachvokabular
- Tracking-Differenz
- Renditenabweichung vom Index
- Bei Indexfonds sollte die Tracking-Differenz minimalisiert werden um eine geringstmögliche negative Renditenabweichung vom Index zu vermeiden
- Caps
- Large-cap stocks
- Companies with a market capitalization > 10 billion USD & usually been around for a long time & major player in well-established industries
- Tend to grow more slowly than mid/small-cap companies
- Investment doesn‘t necessarily bring huge returns in a short period of time , but over the long run, these companies generally reward investors with a consistent increase in share value and dividend payments
- Exmpales: IBM, MSFT etc...
- Mid-cap
- Market capitalization of between 2 - 10 billion USD
- Established companies that operate in an industry expected to experience rapid growth (companies that are in the process of expansion)
- Of course higher reward equals higher risk since they are not AS established as large-cap comps...
- Small-cap
- Market capitalization between 300 Million to 2 Billion USD
- Small companies or companies that serve niche markets and new industries
- Again higher reward equals higher risk
- Since these companies have fewer resources —> the smal-cap share prices tend to be more volatile and less liquid and large/mid cap shares.
- Micro-cap
- 50 Million to 300 Million USD
- Replikationsmethoden
- Full-Replication-Method
- Der Indexfonds kauft einfach alle Aktien im exakt gleichen Verhältnis wie sie auch der Referenzindex enthält
- Bei z. B. den MSCI World Small Cap Index, würde diese Methode, aufgrund von den hohen Kauf-/Verkaufskosten und ihrer illiquiden Natur, nicht funktionieren
- Denn bei Indexfonds sollte die Tracking-Differenz minimal sein
- Sampling-Method
- Bei dieser Methode wird nur eine repräsentative Stichprobe aus der Grundgesamtheit der relevanten Wertpapiere z. B. nur 400 von den 4300 Aktien (MSCI World Small Cap)
- Full-Replication & Sampling-Method = physikalische Replikation
- Swap-Method (Synthetische Replikation)
- Investion in Wertpapierkorb X —> minimale Transaktionskosten —> darin enthaltende Wertpapiere hochliquide und quellensteuerfrei
- Um an Renditeprofil des Referenzindex zu gelangen —> schliesst ETF (als Rechtsperson) eine Tauschvertrag mit einer Bank ab
- Bei dem verpflichtet sich die Bank börsentäglich dem ETF die Rendite des Referenzindex zu liefern. Im Gegenzug verpflichtet sich der ETF der Bank zeitgleich die Rendite des Wertpapierkorbes X zu liefern
- Globale Marktanteil von Swap-ETFs 2017 = 2%
- Vorteil: Geringere Betriebskosten als physische ETFs
- Vergleich Swap vs. Physisch bei gleicher Index Nachbildung: Verwaltungsgebühr + TER + Tracking-Differenz
- Erst bei 0.2 Prozentpunkten Unterschied (jährlich) macht es Sinn
- Nachteil: Kontrahentenrisiko
- Fazit für die Swap-Method
- Kleines Strukturrisiko vs physisches Replikation
- Wichtige Punkte zu beachten wenn man die Swap-Methode anwenden möchte
1. Indealerweise nur besichertet "funded" Swap-ETFs in Betracht ziehen
2. ETF-Sponsor sollte nur maximal 5% des gesamten Weltportfolios ausmachen
3. Swap-ETF —> 0.15 - 0.2 Prozentpunkte billiger ist als Alternativeprodukte mit physischer Replikation
4. Erwägenswert wenn es keine physische Alternative existiert
- WH Wertpapierindizes: Total-Return-Gross-Variante (TRG) vs. Total-Return-Net (TRN)
- Irland ETFs gucci for TRN???
- Wenn ETFs in Irland aufgelegt wurden, kann die Fondsgesellschaft die Hälfte der in den USA abgezogenen Quellensteuern auf Dividenden für sich reklamieren und zurückbekommen. Diese Gutschrift kommt Ihnen als Anleger zugute und drückt sich automatisch in einer besseren Werteentwicklung des ETFs aus. Irland verfügt über ein älteres Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA als die anderen Länder im EU-Raum. Dort ist die Möglichkeit vorgesehen, dass nicht nur direkt investierte Anleger US-Quellensteuer auf Dividenden zurückerhalten können, sondern auch Fonds.
- Steuerliche Gesetzeslagen können sich aber auch ändern
- Der eingebaute Steuervorteil von Buy-and-Hold
- Vorteil: Barwertvorteil nachgelagerter Steuerzahlungen
- Heißt wenn man zu einem späteren Zeitpunkt die Steuern zahlen kann, ist es möglich in der Zwischenzeit mit dem noch nicht versteuerten Geld mehr Income zu machen ("zinsloses Darlehen vom Staat")
- In einem Zeitraum von 30 Jahren und realistischen Annahmen —> Endvermögenvorteil = **30% für Buy and Hold Anleger**

Zugrunde liegende Annahmen: Anfängliches Einmalinvestment von 100 Euro in Aktien bzw. Aktienfondsanteile. Nominale Kursrendite 6% p.a. + Dividendenrendite 2,5%. Der Buy-and-Hold-Anleger realisiert Kursgewinne erst am Ende der in der obersten Tabellenzeile genannten Anlageperiode, der aktive Anleger realisiert Kursgewinne einmal im Jahr. Die Dividendeneinkünfte werden bei beiden Anlegertypen jährlich besteuert. Der Steuersatz beträgt 27,995% (Abgeltungsteuer + Solidaritätszuschlag + Kirchensteuer von 9%).
- Fazit: Barwertvorteil von disziplinierten + sehr langfristigem Buy- and -Hold —> GUCCI GANG GUCCI GANG
- Das eigene Humankapital bei der Anlageentscheidung berücksichtigen
- Eine Kernaussage der modernen Portfoliotheorie:
- Bei Investmententscheidungen immer seine **gesamte Vermögenssituation** berücksichtigen!
- Denn nur auf der Ebene aller Vermögenswerte einschließlich Schulden ist eine "korrekte" Risiko- und Ertragsplanung möglich
- Falsche Denkweise bei vielen Anlegern:
Das gesamte Vermögensportfolio geistig in einzelne Konten oder "Abteilungen" aufteilen —> Denkfehler: **Compartmentalisation vermeiden**
- Nettovermögen
- Humankapital + Finanzkapital + Barwert von Rentenansprüchen abzüglich aller Schulden
- Fazit: Bei Festlegung der passenden Asset-Allokation sollte man immer das eigene HK berücksichtigen und dessen Korrelation zum Aktienmarkt
- Gold — das überschätzte Investment
- Fachvokabular
- Discounted-Cash-Flow-Analyse
- Dient zur Ermittlung des fundamentalen Wertes einer Cash-Flow-produzierendem Asset
- Risikomesszahlen
- Standardabweichung
- Maximaler Drawdown
- Längste Nullrenditenperiode
- Gold Historie ab 1975 relevant für den heutigen Anleger
- 1971: Abschaffung des Goldstandards in USA
- 1974: Aufhebung des Verbotes für privaten Goldbesitz
- Nachteile
- Sehr volatile Anlage
- Aktien sind risikoärmer als Gold —> Allgemein schlechtes Risiko - Renditen Verhältnis
- Keine Produktion von Cash-Flow —> kein bestimmbarer fundamentaler Barwert
- Keine industrielle Verwendung
- Bewertungsdilemma: "Gold has value as an asset if and to the extent that enough people believe that it has value as an asset"
- Rohstoffinvestments — Sind sie sinnvoll?
- Einzige Anlage die man in Betracht ziehen könnte —> Rohstoff-Futures
- Rohstoff-Futures
- Warenterminkontrakte —> Termingeschäfte
- Bedeutet:
Zum Zeitpunkt T1 kauft man bei einem Anbieter, zu einem festgelegten Preis, Rohstoffe ein und macht einen Termingeschäft für den zweiten Einkauf T2. Bei T1 wird aber bereits der Preis für den T2 Einkauf festgelegt und damit ist der Einkäufer vor Preissteigerungen geschützt.
- Es sind mehrere laufende Kontrakte die erneuert werden
- Gesamtrendite des Rohstoff-Futures-ETFs (Total-Return-Variante)
- Kassapreisveränderung
- Spot-markte-Preisveränderung des Rohstoffes im Zeitablauf
- Langfristig: 0 - 1 %
- Roll-Return
- Differenz zwischen Kassapreis am Einlösetermin des Futures-Kontrakts und dem früher festgelegten Futures-Preis
- Differenz > als der nachfolgende Kontrakt kostet —> Gewinn —> positive Rollrendite
- War im vergangenen Jahrzehnt inflationsbereinigt überwiegend negativ
- Zinseinnahmen aus kurzfristigen Staatsanleihen —> mit vom Käufer des Kontrakts hinterlegtem Kapital (Besicherung des Kontrakts)
- Rebalancing-Bonus
- Diversification-Return —> wegen niedriger Korrelation dieser Anteile zu Aktien und Anleihen
- 0.1 - 0.3 Prozentpunkte p. a.
- Thoughts
- Rohstoffe werden langfristig real nur sehr langsam teurer + Agrarrohstoffe vermutlich billiger
- Kurz- und langfristigen Schwankungen von Rohstoffpreisen sind extrem und lassen sich nicht zuverlässig vorhersagen
- Relevanter Rohstoffmarkt —> Rohstoff-Futures-Markt und NICHT der Spot-Markt
- + Diversifikationsbausteine —> wegen niedriger Korrelation zu Aktien/Anleihen
- Nicht auf ein einzelnes Rohstoff setzen
- Anteil von Rohstoffen in einem Investmentportfolio: < 5 - 10%
- Aktien von Rohstoffproduzenten vermutlich kein guter Ersatz —> weil Korrelation hoch zum allgemeinen Aktienmarkt
- Rechtliche Struktur von Rohstoff-Futures-ETFs zu Swap-ETFs hinzugerechnet (Minderheit; Mehrheit —> Bündel von Warenterminkontrakten —> Index abbildet)
- Wissenschaft —> MEH
- Fazit: Gerdi sagt no, however Ouwel slightly interested
- Immobilienaktien — Lohnen sie sich?
- Möglichkeiten für Privatanleger in Immobilien zu investieren
- selbstgenutzte Wohnimmobilie (Eigenheim)
- Vermietungsobjekt
- Anteile an einem offenen Immobilienfonds
- Anteile an einem geschlossenen Immobilienfonds
- Anteile an einem aktiv gemanagten Immobilienaktienfonds
- Anteile an einem Immobilienakteinindexfonds (ETF)
- Für Pirvatanleger ist es, aus Gründen die in diesem Buch besprochen wurden, am sinnvollsten in Immobilienakteienindexfonds zu investieren
- Für den typischen Privatanleger ist es am besten, zuerst seinen Hypothekenkredit oder andere Schulden zu tilgen bevor er überhaupt investiert
- Die Korrelation zwischen Immobilien und Aktien ist recht niedrig (obwohl in letzter Zeit recht hoch (2007-2016 +0,88))
- Mieten in Kombination mit einem Kapitalmarktportfolio war in den meisten Zeitfenstern zwischen 1970 - ca. 2016 rentabler als Kaufen
- Währungsabsicherung: Wann notwendig, wann nicht?
- Drei Aspekte zum Thema Währungsrisiko
- Funktionale Währung
- Die funktionale Währung ist die Währung mit dem jeweils größten Volumen an Ausgaben und Einnahmen des Haushaltes, also mehr oder weniger die Heimatwährung
- Währungsrisiko
- Währungsrisiko oder Wechselkursrisiko ist das Risiko, dass die Währung A gegenüber der Währung B im relevanten Zeitraum abwertet oder aufwertet und sich diese Änderung nachteilig auf die Rendite eines Investments auswirkt. Typischerweise steht einem Wechselkursrisiko auch eine symmetrische Wechselkurschance gegenüber
- Berichtswährung
- Die Berichtswährung, auch "Fondswährung" genannt, ist die Währung in dem die Renditen gemessen werden
- Die Berichtswährung hat auf die Rendite keinen Einfluss, da sie nur zum Messen dient. Ob man Temperatur jetzt in Celsius, Fahrenheit oder Kelvin misst ändern nichts an der Temperatur selbst. Die Berichtswährung eines Fonds hat nichts mit echtem Wechselkursrisiko zu tun.
- Währungsabsicherung macht in einem global diversifizierten Aktienportfolio ohnehin schon keinen Sinn, da es einen große Zahl an Währungspaaren gibt und die Absicherung eines dieser Währungspaare nicht viel bring (außerdem Spekuliert man, daneben auch noch darauf dass eben eine Währung dieses Währungspaares aufwerten bzw. abwerten wird)
- Bei Anleihen höherer Qualität gilt zu achten, dass Wechselkursrisiko vermieden wird (in Heimatwährungsanleihen investieren), da die relativ höhe Volatilität der Wechselkurse die niedrige Volatilität der Anleihen höherer Qualität überschwemmen würde.
- Die Rolle der "risikofreien" Anlage im Portfolio
- Bankguthaben außerhalb der gesetzlichen Einlagensicherung eine unbedingt zu vermeidende, risikoreiche Anlage
- In Industrieländern dürften wohl 99% aller Unternehmensanleihen schlechtere Bonitäten haben als die Anleihe ihres Heimatstaates
- Bonitätsverschlechterungen verlaufen bei Unternehmen meist weitaus schneller als bei Staatsanleihen
- Lediglich Unternehmensanleihen höchster Bonität können Teil der risikoarmen Anlagekomponente in einem Weltportfolio sein
- Factor-Investing (Smart Beta Investing) — Passiv anlegen mit Turbo
- Was ist Factor-Investing? Was sind Faktorprämien?
- Faktoren sind Renditetreiber die besser erklären woher die Rendite des Marktes kommt
- Faktoren sind die wissenschaftlich identifizierten Treiber von Risiko und Rendite
- Ursachen für Faktoren
- Risiko
- Anlegerirrationalität
- Arbitrage-Hemmnisse
- Transaktionskosten
- Faktorprämie die nicht aufgrund von Risiko bestehen könnten in Zukunft verschwinden
- Allgemeine Eigenschaften von Faktorprämien
- Sind nicht stetig und verlässlich. Das heißt in gewissen Jahren können sie nicht ihre Prämie bringen und welche Jahre das sind kann man nicht voraussagen. Das muss auch so sein, den wären sie stetig und verlässlich wären sie schon längst wegarbitriert worden
- Sie sind nicht additiv, da sie miteinander interagieren
- Die meisten Faktorprämien werden nach ihrer Entdeckung etwas schwächer oder wegarbitriert
- Factor-Investing kostet mehr gegenüber marktneutralen investieren
- Hat ein Anleger ein marktneutrales Portfolio betreibt er kein Factor-Investing. Dabei ist aber zu achten, dass nicht indirekt gegen Faktoren gewettet wird z.B. durch weglassen von Small-Cap-Aktien
- Es ist durchaus sinvoll über mehrere Faktoren zu diversifizieren da manche negativ miteinander korrelieren und manche sich gegenseitig verstärken
- Factor-Investing auf Einzelwertbasis ist keine gute Idee da es nur "statistisch" funktioniert und Statistik funktioniert umso besser je größer die "Stichprobe" ist
- Factor-Investing bestärkt die Effizientsmarkt Hypothese da Faktormodelle besser erklären woher die Rendite des Marktes kommt
- Die wichtigsten Faktorprämien bei Aktien
- (a) Small-Size-Prämie
- Small-Size-Effekt: Kleine Aktiengesellschaft (Nebenwerte) statistisch höhere Renditen haben als grosse Gesellschaften (Grösse wird an der Marktkapitalisierung gemessen)
- Aktieninvestment nicht in Small Caps < 14% —> wettet aktiv gegen Nebenwerte
- Bis 14% ist es gar kein Small-Cap-Investing, denn 14% sind einfach nur ein neutraler Wert
- "Launischer Geselle" —> hohe Volatilität (+10 Minus-Jahre auch möglich)
- Globale Diversifikation hilft bei "Abewesenheitsperioden" des Small-Size-Effekts
- Viel Geduld und Frustrationstoleranz ist hier gefragt
- (b) Value Prämie
- Billige Aktien (gemessen an KGV, KBV) rentieren statistisch gesehen höher als teure Growth Aktien
- Der Value-Effekt ist bei kleinen Unternehmen stärker als bei großen
- (c) Momentum und Quality Prämie
- Momentum ist die Tendenz von Aktien ihre positive oder negative Rendite relativ zum Gesamtmarkt während der vergangen rund 12 Monate noch einmal einige Monate fortzusetzen, bevor das Momentum dann verschwinden und in sein Gegenteil umschlägt
- Die Momentum Prämie versucht einen stark erhöhten Portfolioumschlag
- Ursache der Momentum Prämie ist eher Anlegerirrationalität aufgrund von Overreaction bzw. Underreaction
- Beim Quality-Faktor werden Aktien aufgrund von niedriger Verschuldung, hohe Profitabilität, Stabilität von Gewinnen, hohe Qualität der Gewinne ausgewählt
- (d) Weiter Faktorprämien bei Aktien, die weniger attraktiv erscheinen
- Minimum-Volatility-Faktor
- High-Dividend-Yield-Faktor
- Beide entstehen wahrscheinlich eher nur durch die Mischung anderer Faktoren
- Die Political-Risk-Prämie bei Aktien und Anleihen
- Renditezuschlag bei Schwellenländeraktien und -anleihen gegenüber ansonsten gleichen Wertpapieren aus Industrieländern
- Um bis 10% seines Aktienportfolios in Schwellenländer zu investieren, muss nach nicht ein FP Political Risk glauben
- Der scheinlogische Zusammenhang zwischen erwartetem Wirtschaftswachstum und Aktienrenditen wurde wissenschaftlich sowohl für Industrie- als auch für Schwellenländer vielfach widerlegt
- Rendite kommt von Risiko; sie kommt nicht von erwarteten Erträgen, Gewinnen oder Cash-Flows
- EMBI+ —> Rückenwind eines in den Hartwährungen weltweit kontinuierlich stark fallenden Zinsniveaus
- Faktorprämien bei Anleihen
- Währungsrisiko
- Laufzeitrisiko
- Bonitätsrisiko
- Länderrisiko
- Kann man auf Factor-Investing verzichten?
- Ja kann man nur sollte man darauf achten nicht indirekt Faktorprämien zu untergewichten
- Geografische Gewichtung nach Marktkapitalisierung oder nach BIP?
- Eine Gewichtung nach Bruttoinlandsprodukt hat historisch gesehen eine besser Rendite gebracht. Dies wahrscheinlich durch die stärkere Gewichtung von Faktorprämien zu erklären bei solch einer Gewichtung
- Nachteile der BIP-Gewichtungsmethode
- Höhere Transaktionskosten für Rebalancing-Zwecke
- Tendenz —> für komplexere Portfolios und schwieriger mit Factor-Investing zu kombinieren
---
- **6. Die Besteuerung von Fondsanlagen in Deutschland**
- Steuerliche Grundsachverhalte
- Einkünfte aus Kapitalvermögen —> Abgeltungssteuer (Erhebungsform der Einkommenssteuer): 26,375% ohne Kirchensteuer
- Ausgeschüttete und thesaurierte Zinsen/Dividenden —> gleichermaßen besteuert
- Auf der Ebene des Anlegers nicht realisierte Buchgewinne sind nicht steuerbar (Barvorteil)
- Abgeltungsverfahren
- Bei Kapitalertragssteuer erfolgt die Steuerzahlung "an der Quelle" in abgeltender Form, d. h. keine gesonderte Berücksichtigung in der persönlichen Einkommenssteuererklärung
- Bei Depotstelle im Ausland wird sie jedoch genau dort erfasst (geht nicht anders)
- Freibeträge
- Jährliche Freibetrag für Zinsen, Dividenden, etc.: 801€ (Doppelte bei Verheirateten #FeelsBadMan)
- Am besten die Depotstelle im Vorhinein instruieren, dass seine jährlichen Erträge bis zur Höhe von 801€ steuerfrei sind
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- **7. So bilden Sie ihr persönliches "Weltportfolio"**
- Gleichzeitig Kredite haben und in ein Weltportfolio investieren?
- Grundsätzlich sollte der Kredit zuerst abbezahlt werden, da die Tilgung dieses Kredites eine de facto 100% sicher, definitive und schwankungslose Rendite in Höhe der eingesparten Zinsen erzeugt
- Ausnahmen
- Überdurchschnittliches Nettovermögen (über 1 mio Euro) und/oder sehr hohes Humankapital
- Hohe mentale Risikofähigkeit
- Es besteht nahezu Gewissheit, dass weder Dividenden noch Kapital des Aktieninvestments während der Laufzeit des Kredites und zwei bis drei Jahre darüber hinaus entnommen werden müssen
- Die sechs Grundprinzipien des Weltportfolio-Konzeptes

- Ihre "Level-1-Asset-Allokation" bestimmen
- Level-1-Asset-Allokation ist die Bestimmung des Verhältnisses zwischen risikoarmen und risikobehafteten Teil
- Diese Aufteilen hängt von : (a) Liquiditätsbedarf, (b) dem Anlagehorizont, (c) der Risikotragfähigkeit und (d) der Renditeerwartung ab.
- Kriterien zur Bestimmung der Risikotoleranz

- Risikotoleranz ist ein Maß dafür, welche Preisschwankungen und welchen Wertverlust der Anlage man ertragen kann, bevor man sein Verhalten ändert
- Wer für sein Gesamtportfolio mehr Rendite haben will, der muss den relativen Anteil der risikobehafteten Portfoliokomponente erhöhen und den Risikoarmen senken
- Ihre "Level-2-Asset-Allokation" bestimmen
- Level-2-Asset-Allokation ist die Bestimmung des Aufbaus des risikobehafteten und risikoarmen Teils des Portfolios
- Weltportfolio-Variante 1 ohne Factor-Investing
- In Variante 1 besteht der risikobehaftete Teil aus einer marktneutralen, global diversifizierten Komponente (Indizes welche diese Abbilden wären: MSCI ACWI IMI Index oder FTSE All-World Index)
- Indem man den MSCI ACWI IMI Index in einen (a) MSCI World, MSCI Small Cap und MSCI Emerging Markets IMI oder (b) einen MSCI World IMI und einen MSCI Emerging Markets IMI aufsplittet, lässt sich vielleicht die Gesamt TER senken und man kann zusätzlich die Gewichtung selbst bestimmen, ist aber etwas aufwendiger
- Der risikoarme Teil könnte durch den FTSE MTS Highest Rated Macro-Weighted Government Bond Index 1-3 Years abgebildet werden
- Für den risikoarmen Teil kann auch aus Bankkonotanlagen (Tagesgeld, Festgeld, Sparkonto) innerhalb der Einlagensicherung bestehen
- Weltportfolio-Variante 2 ohne Factor-Investing, mit Beimischungen
- Neben dem Aktien Anteil könnte man im risikobehafteten Teil auch (a) Rohstoff-Futures (5-10%), (b) globale Immobilien-Aktien (5-10%) und/oder (c) Gold (5-10%) beimischen> - Neben dem Aktien Anteil könnte man im risikobehafteten Teil auch (a) Rohstoff-Futures (5-10%), (b) globale Immobilien-Aktien (5-10%) und/oder (c) Gold (5-10%) beimischen> - Neben dem Aktien Anteil könnte man im risikobehafteten Teil auch (a) Rohstoff-Futures (5-10%), (b) globale Immobilien-Aktien (5-10%) und/oder (c) Gold (5-10%) beimischen
- Im risikoarmen Teil könnte man eventuell inflationsindexierte Anleihen zur zusätzlichen diversifikation beimischen. Es gilt aber: Anleihen höchster Qualität ohne Wechselkursrisiko aber mit einer Durchschnittslaufzeit von maximal 6-7 Jahre, da inflationsindexierte Anleihen etwas risikoärmer sind, weil der Emittent das Risiko trägt, dass sich die Inflation während der Laufzeit unerwartet erhöht (erwartete Anstiege der Inflation sind auch bei konventionellen Anleihen schon eingepreist). Die Beimischung sollte vermutlich nicht über ein Drittel des risikoarmen Portfolioteils hinausgehen, aufgrund der Erhöhung der gewichteten Durchschnittslaufzeit.
- Weltportfolio mit Factor-Investing
- Dies könnte man umsetzen durch (a) den Kauf von einzelnen Faktorprämien (z.B. einen Small-Cap-ETF und einen Value-ETF) oder (b) durch einen ETF der Aktien aufgrund mehrer Kriterien, verschiedener Faktorprämie filtert (integrierter Faktorprämien Index)
- Weltportfolio-Variante 3 — einfaches Multi-Factor-Investing
- In dieser Variante wird der Aktien Anteil nach Faktoren gewichtet
- Eine Variante wäre zu realisieren durch den Kauf von ETFs welche die Indizes MSCI World Small Cap Index, MSCI World Quality-Index, MSCI World Momentum-Index, MSCI World Value-Index und MSCI Emerging Markets IMI Index abbilden. Die Gewichtung der ETFs untereinander könnte jeweils 20% sein
- Wer eine von den vier Industrieländer-Komponenten weglassen möchte (aufgrund von Skepsis oder um ein einfacheres Portfolio zu haben), erhöht einfach die verbleibenden Prozentsätze auf die notwendige Prozentzahl im Fall von weniger als den 4 Komponenten
- Weltportfolio-Variante 4 — integriertes Multi-Factor-Investing
- Im integrierten Ansatz werden Unternehmen unter mehreren Faktorprämienkriterien herausgefiltert. Dadurch hat man ein höheres Exposure zu den Faktorprämien jedoch geringere Diversifikation
- ETFs auf Indizes welche integriertes Multi-Factor-Investing abbilden sind geringfügig teurer als die welche nur einen Factor abbilden
- Wie finde ich die besten ETFs für mein Weltportfolio?
- ETF Webseiten: [www.justetf.com](http://www.justetf.com) [www.extra-funds.com](http://www.extra-funds.com)
- Primär sind die ETFs mit niedrigerer TER zu bevorzugen. Diese sollte aber immer höher sein als die Verwaltungsgebühr.
- Der Produktkauf über einen Online-Broker ist normalerweise günstiger asl über eine traditionelle Filialbank
- Umso älter der ETF ist und umso höher sein Fondsvolumen ist desto unwahrscheinlicher ist es dass er geschlossen wird oder mit einen anderen zusammen gelegt wird
- Thesaurierende Produkte sind für Anleger in der Portfolioaufbauphase im Allgemeinen besser als ausschüttende
- Aus quellensteuerlichen Gründen ist dass Fondsdomizil Irland gegenüber anderen Domizilen vorzuziehen, besonders wenn der ETF in den USA investiert
- Rebalancing — Ihre Porfoliostruktur im Zeitablauf bewahren
- Innerhalb von Asset-Klassen mit etwa derselben erwarteten Rendite und Risiko erhöht Rebalancing langfristig die jährliche Rendite eines gut diversifizierten Portfolios um bis zu einem halben Prozentpunkt
- Dieser positive Renditeeffekt von Rebalancing ist nicht garantiert und in manchen Zeiträumen negativ. Die Risikostabilisierung ist hingegen verlässlicher
- Rebalancing zwischen Asset-Klassen mit unterschiedlicher erwarteter Rendite und Risiko senkt tendenziell die Portfoliorendite jedoch erhöht es die risikoadjustierte Rendite
- Rebalancing sollte (a) strikt und mechanisch geschehen (b) über einen Zeitraum von maximal 24-36 Monate die realistische Aussicht haben, wieder zur Zielstruktur zurückzukommen (c) nur dann verzögert werden wenn Transaktionskosten und/oder Steuern gespart werden können
- Rebalancing kann in bestimmten Zeitabständen geschehen oder wenn die Zielallokation um einen bestimmten Wert abweicht (z.B. ±20%)
- Fondssparpläne — monatsweise ins Weltportfolio investieren
- Die meisten Privatanleger werden in gewissen Zeitintervallen einen ETF besparen und nicht eine Einmalanlage tätigen
- Da bei den meisten Sparplänen ein fixer Betrag an Gebühren anfällt, macht es durchaus Sinn, zuerst einen größeren Betrag anzusparen (z.B. 1000€) und dann zu investieren
- Genauso ist es wahrscheinlich besser statt seinen monatlichen Sparbetrag aufzuteilen und in viele ETFs zu investieren, den Sparbetrag in einen ETF zu investieren und monatlich einen anderen im Portfolio besparen
- Einen Robo-Advisor oder einen Honorarberater nutzen?
- Die Website zum Buch: www.weltportfolio.net
- Gibt´s nicht mehr
- Der Übergang vom alten zum neuen Weltportfoliokonzept
- Das alte Weltportfolio weiterführen
- Das Alte weiterführen aber ein neues Besparen
- Das Alte liquidieren und ein neues aufbauen
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:::spoiler **8. Lassen Sie sich nicht von der richtigen Strategie abbringen**
- Ihr Bankbetreuer oder Finanzberater rät Ihnen von Indexing ab
- Da Bankbetreuer keine rein Objektive Beratung geben und ihr Gebührenmodell von Low-Cost-Indexfunds auf Buy-And-Hold basis schlecht funktionieren, ist eine andere Empfehlung immer skeptisch zu betrachten
- Wie sieht es mit Indexing aus in der Baisse?
- Studien haben gezeigt, dass auch in Marktabschwüngen die Indexing besser performt
- Da (a) aktive Anleger grundsätzlich Marktabschwünge nicht zuverlässlich vorhersehen und zu spät aussteigen (b) weil sie den Beginn des darauffolgenden Aufschwungs regelmäßig verschlafen (c) weil ihr laufendes Trading hohe Transaktionskosten verursacht (d) weil die Barreserve eines aktiven Fonds von 5% bis 10% zu gering ist, um ihren Nachteil in den viel längeren Nicht-Abschwungphasen auszugleichen
- Funktioniert Indexing auch in "ineffizienten" Märkten?
- Meist wird die reale Effizients von Märkten wie Schwellenländeraktien, oder Small-Cap-Aktien unterschätzt und deswegen unterpeformen aktive Anleger, wie Studien zeigen, auch in diesen Märkten
- Sie hören von einer "neuen Überrenditestrategie" — was nun?
- Der Marktanteil von Indexing sei inzwischen gefährlich hoch
- Machen gestiegene Korrelationen globale Diversifikation überflüssig?
- Indexing — wie man es nicht machen sollte
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- **9. Was tun im Crash?**
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- **10.** **Zwanzig Gebote für rationale Anleger**
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