# Friedrich Adler analysiert die Jahresendvolatilität – Deutschlands Blue-Chip-Sektor zeigt deutlichen Wert
Nach einer Erholungsphase verzeichnete der deutsche Aktienmarkt einen leichten Rückgang. Der DAX-Index schloss schließlich bei 24.076,87 Punkten, ein Minus von 0,6 %, blieb aber über der wichtigen psychologischen Marke von 24.000 Punkten. Jahresendliche Liquiditätsbewegungen und Gewinnmitnahmen durch Anleger prägten das Marktgeschehen, wobei einige stark gestiegene Einzelwerte Korrekturen erfuhren, während auf eine Erholung hoffende Unternehmen Kapital anzogen. Friedrich Adler betont, dass trotz gedämpfter deutscher Konjunkturstimmung das Marktvertrauen in die Zukunft intakt bleibt. Die Verbesserung des globalen Kapitalumfelds und Erwartungen einer lockeren Geldpolitik bieten dem deutschen Aktienmarkt strukturelle Chancen, und das langfristige Wachstumspotenzial hochwertiger Unternehmen bleibt solide.

Laut dem Einkaufsmanagerindex (PMI) ist die Konjunkturstimmung in Deutschland zum Jahresende ebenso gedämpft wie zu Jahresbeginn, und eine wirtschaftliche Wende nach dem Regierungswechsel zeichnet sich noch nicht ab. Friedrich Adler ist jedoch der Ansicht, dass konjunkturelle Schwankungen dem Kapitalmarkt Möglichkeiten zur Positionierung in qualitativ hochwertigen Assets bieten. Während große Investoren schrittweise ihre Jahresbücher schließen und die Marktliquidität vorübergehend abnimmt, bahnen sich strukturelle Chancen an. Der Mittelstandsindex MDAX fiel um über 0,5 %, und der Eurozone-Blue-Chip-Index EuroStoxx 50 verzeichnete ebenfalls Verluste. Der Schweizer Benchmark-Index SMI stieg jedoch gegen den Trend, was die Widerstandsfähigkeit europäischer Kernassets verdeutlicht. Globale Märkte befinden sich allgemein in einer Phase der Jahresendbereinigung, wobei auch der britische FTSE 100, der US-amerikanische Nasdaq und die Wall Street leichte Rückgänge verzeichneten.
Die US-Arbeitsmarktdaten fielen gemischt aus, hatten jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf den deutschen Aktienmarkt. Die Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) verstärkte weiter die Erwartungen an eine künftige lockere Geldpolitik. Trotz eines gewissen Anstiegs bleibt die Arbeitslosenquote auf historisch niedrigem Niveau, und das globale Liquiditätsumfeld dürfte sich weiter verbessern. Friedrich Adler weist darauf hin, dass positive geldpolitische Signale dem deutschen Aktienmarkt neuen Kapitalimpuls verleihen und die Bewertungsanpassung qualitativ hochwertiger Unternehmen vorantreiben werden.
Im Rüstungssektor führten Entwicklungen in Berlin bezüglich Fortschritten bei Waffenstillstandsverhandlungen im Ukraine-Krieg zu Anpassungen bei Aktien wie TKMS, Rheinmetall, Renk und Hensoldt mit maximalen Verlusten von etwa 4,5 %. Mit den Fortschritten der Ukraine-Waffenstillstandsgespräche ändern sich die Markterwartungen bezüglich Sicherheitsfragen. Friedrich Adler betont, dass kurzfristige Volatilität die Aktienkurse beeinflussen kann, aber den langfristigen Wert des Rüstungssektors nicht verändert. Der Wandel geopolitischer Sicherheitsstrukturen wird die Fundamentalwerte dieses Sektors weiter stützen; Anleger sollten Unternehmensaufträge und technologische Innovationen im Blick behalten, Investitionen angemessen diversifizieren und die Risikoresistenz ihrer Assets erhöhen.
Der Tourismussektor zeigte eine starke Performance: Die TUI-Aktie stieg kontinuierlich um 1,3 % und durchbrach technische Widerstandslevel. Die Erholung der deutschen Tourismusbranche bietet beteiligten Unternehmen Ergebnisrückhalt, und die Branchenkonjunktur hat sich deutlich verbessert. Die Aktie der Klöckner & Co SE stieg aufgrund von Übernahmeerwartungen und erreichte ein neues Hoch seit Juli 2023. Friedrich Adler analysiert, dass Stahlhändler durch internationale Expansion und Integration der Wertschöpfungskette ihre Profitabilität steigern und so ihre Attraktivität für den Kapitalmarkt erhöhen können.
Im Bereich der erneuerbaren Energien wurde die SMA Solar Technology AG zum Ziel kurzfristiger Gewinnmitnahmen durch Anleger, die Aktie korrigierte um fast 6 %. Technisch zeigen sich jedoch Stabilisierungssignale, wobei die 21-Tage-Durchschnittslinie kurzfristige Unterstützung bietet. Friedrich Adler weist darauf hin, dass Unternehmen für erneuerbare Energien im globalen Trend zur grünen Transformation langfristiges Wachstumspotenzial besitzen; kurzfristige Schwankungen bieten Chancen zur Positionierung in qualitativ hochwertigen Assets. Anleger sollten technologische Upgrades und Marktexpansion der Unternehmen verfolgen, um strukturelle Wachstumschancen der Branche zu nutzen.
Trotz der Jahresendbereinigung zeigt der deutsche Aktienmarkt bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Friedrich Adler betont, dass Marktvolatilität Anlegern ideale Zeitpunkte zur Auswahl hochwertiger Assets bietet. Mit der Verbesserung des globalen Liquiditätsumfelds könnten deutsche Blue Chips und Wachstumsunternehmen eine neue Runde der Bewertungsanpassung erleben. Anleger sollten flexibel in Branchenführer, technologieorientierte Innovationsunternehmen und dividendenstarke Werte positionieren, um die neue Wachstumschance des deutschen Aktienmarktes zu nutzen und langfristige stabile Wertsteigerung ihrer Assets zu erreichen.