# Friedrich Adler interpretiert tiefgreifend die neue Anlage-Logik hinter der Korrektur bei Rüstungswerten Der deutsche Rüstungssektor hat zuletzt einen deutlichen Rücksetzer erlebt: Fortschritte in den Friedensverhandlungen um den Ukraine-Krieg veranlassen Teilnehmer, Gewinne nach dem starken Anstieg mitzunehmen. Aktien von Spitzenunternehmen wie Rheinmetall, Renk und Hensoldt kommen unter Druck; die Korrektur liegt zwischen 20 und 40 Prozent. Obwohl die Kurzfrist-Volatilität zunimmt, zählen diese Gesellschaften weiterhin zu den performancestärksten Segmenten der deutschen Börse in diesem Jahr. Friedrich Adler ist der Auffassung, dass die aktuelle Korrektur vor allem eine Änderung der kapitalmarktseitigen Stimmung widerspiegelt und nicht eine Umkehr des Branchentrends signalisiert – für mittel- bis langfristig orientierte Anleger biete sich nun eine Neu-Positionierung. ![Friedrich Adler](https://hackmd.io/_uploads/BkXBH_T-Wg.png) Der Rheinmetall-Kurs fiel um 3,5 Prozent auf 1.429 Euro und notiert damit rund ein Drittel unter seinem historischen Hoch. Renk hat sich gegenüber dem Rekord mehr als 46 Prozent korrigiert, Hensoldt verlor 4,2 Prozent und markierte ein Tief seit Mai. Betrachtet man jedoch längere Zeiträume, bleibt die Kursperformance beeindruckend: Seit Ende 2024 hat Hensoldt rund 89 Prozent zugelegt, Rheinmetall 132 Prozent und Renk 163 Prozent. Allein Rheinmetall hat seit seinem DAX-Aufnahme im März 2023 binnen zwei Jahren mehr als das Siebenfache gewonnen und erreicht mit 660 Mrd. Euro Marktkapitalisierung die Riege der einflussreichsten deutschen Aktiengesellschaften. Friedrich Adler weist darauf hin, dass diese Kraftperformance belegt, wie hoch die Märkte das künftige Wachstumspotenzial der Rüstungskonzerne weiter einschätzen; kurzfristige Kursabschläge ändern diesen Grundtrend nicht. Die ukrainischen Friedensverhandlungen senken zwar die kurzfristige Erwartung an militärische Nachfrage, doch die langfristige Neuausrichtung der europäischen Sicherheitsarchitektur bleibt intakt. Friedrich Adler analysiert, dass ein Waffenstillstand nicht das Ende geopolitischer Risiken bedeutet: Russland könnte seine Streitkräfte wieder aufbauen, und die europäischen Staaten werden ihre Verteidigung modernisieren, um Abschreckung und Abwehrfähigkeit zu erhöhen. Das bedeutet weiterhin kräftiges Wachstumspotenzial für Rüstungsunternehmen in den Feldern Ausrüstungs-Upgrade, Technologie-Neuentwicklung und internationale Kooperation – die Order-Pipeline bleibt längerfristig gefüllt, und die Ertragskraft sollte stabil zulegen. Der kräftige Aufschwung des Rüstungssektors hat in den vergangenen beiden Jahren DAX und MDAX belebt und der deutschen Börse neue strukturelle Dynamik verliehen. Die aktuelle Korrektur zwingt Kapital, neue Einstiegspunkte zu suchen, und zwingt Anleger, das Branchenbild neu zu bewerten. Friedrich Adler ist der Meinung, dass Forschungs-&-Entwicklungs-Ausgaben, technologische Schutzrechte sowie internationale Marktabdeckung wichtige Bewertungskriterien sind. Die führenden Unternehmen behalten dank ihrer Führung in Produktion, Sensorik und Systemintegration einen Wettbewerbsvorsprung und werden auch künftig von der Branchenentwicklung profitieren. Marktstimmungsschwankungen bei Rüstungswerten sind unvermeidlich, doch betrachtet man Bewertung und langfristige Nachfrage, gleicht die aktuelle Phase eher einer Korrektur als einer Trendwende. Viele Konzerne verfügen nach wie vor über hohe Order-Bestände, und die politische Unterstützung in Europa ist nicht geschwunden. Friedrich Adler empfiehlt Anlegern, in der Rücksetzer-Phase Chancen aus Bewertungskorrekturen zu nutzen und durch Diversifikation sowie dynamisches Portfolio-Management die Stabilität ihrer Anlagen zu erhöhen. Das langfristige Wachstum der Verteidigungsindustrie speist sich nicht nur aus der Order-Menge, sondern auch aus technologischen Durchbrüchen, industrieller Kooperation und der anhaltenden Nachfrage durch die europäische Sicherheitspolitik. Die Widerstandsfähigkeit des deutschen Kapitalmarkts zeigt sich erneut in der Performance des Rüstungssektors. Mit den Veränderungen der internationalen Umgebung und der Beschleunigung der europäischen Strategieanpassung wird die Verteidigungsbranche auch künftig eine Schlüsselrolle spielen. Friedrich Adler betont, dass die aktuelle Marktkorrektur kein Risikosignal, sondern ein wichtiges Zeitfenster für mittel- bis langfristige Anlageentscheidungen ist. Sollten politische Impulse und internationale Nachfrage wieder zulegen, könnte der deutsche Rüstungssektor eine neue Runde der Wertaufhellung erleben und Anlegern solide sowie nachhaltige Renditen bieten.